C2 - Stochastik
1
Linkshänder nutzen für Tätigkeiten wie Schreiben oder Werfen bevorzugt ihre linke Hand.
der Bevölkerung sind Linkshänder. In einem Einkaufszentrum werden Personen zufällig ausgewählt und nacheinander danach befragt, ob sie Linkshänder sind.
1.1
Begründe, warum diese Befragung als Bernoulli-Kette aufgefasst werden kann.
(2 BE)
1.2
Berechne die Wahrscheinlichkeit, spätestens bei der dritten befragten Person zum ersten Mal auf einen Linkshänder zu treffen.
(3 BE)
1.3
Gib für die Ereignisse
und
jeweils eine geeignete Zufallsvariable an und bestimme die Wahrscheinlichkeiten der folgenden Ereignisse:
A:
Unter
befragten Personen befinden sich genau
Linkshänder.
B:
Unter
befragten Personen befinden sich mindestens so viele Rechtshänder, wie zu erwarten ist.
C:
Unter
befragten Personen befinden sich genau zwei Linkshänder. Sie werden direkt hintereinander befragt.
(9 BE)
1.4
Berechne die Anzahl an Personen, die man mindestens befragen muss, um mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens
auf mindestens einen Linkshänder zu treffen.
(4 BE)
2
Ob jemand Rechts- oder Linkshänder wird, lässt sich bereits in der frühen Schwangerschaft absehen. Neun von zehn Ungeborenen bevorzugen im Mutterleib den rechten Daumen zum Lutschen (Rechtslutscher).
Forscher fanden heraus, dass alle Kinder, die rechts gelutscht hatten, im Alter von
bis
Jahren Rechtshänder waren.
Zwei Drittel der Kinder, die im Mutterleib am linken Daumen lutschten (Linkslutscher), waren im Alter von
bis
Jahren Linkshänder.
Forscher fanden heraus, dass alle Kinder, die rechts gelutscht hatten, im Alter von
Zwei Drittel der Kinder, die im Mutterleib am linken Daumen lutschten (Linkslutscher), waren im Alter von
2.1
Stelle den Sachverhalt in einem vollständig ausgefüllten Baumdiagramm oder einer vollständig ausgefüllten Vierfeldertafel dar.
(4 BE)
2.2
Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Kind, das im Alter von
bis
Jahren Rechtshänder ist, im Mutterleib am linken Daumen gelutscht hat.
(3 BE)
3
Forscher vermuten seit Längerem, dass der Anteil an Linkshändern in der Bevölkerung größer als
ist. Zur Überprüfung ihrer Vermutung werden
Personen zufällig ausgewählt und danach befragt, ob sie Linkshänder sind.
3.1
Entwickle einen Hypothesentest auf einem Signifikanzniveau von
.
Formuliere eine geeignete Entscheidungsregel im Sachzusammenhang.
Formuliere eine geeignete Entscheidungsregel im Sachzusammenhang.
(6 BE)
3.2
Der tatsächliche Anteil an Linkshändern in der Bevölkerung betrage
. Beschreibe den Fehler 2. Art im Sachzusammenhang und bestimme seine Wahrscheinlichkeit.
(5 BE)
4
Bei einem Reaktionstest, an dem sehr viele Linkshänder teilnahmen, musste beim Auftreten eines Signals mit der rechten Hand möglichst schnell eine Taste betätigt werden.
Die Tabelle zeigt die nach der Auswertung aller Daten zusammengefassten Ergebnisse.
Die Tabelle zeigt die nach der Auswertung aller Daten zusammengefassten Ergebnisse.
Reaktionszeit in Sekunden | Anteil in % |
---|---|
bis |
|
über |
|
über |
|
über |
|
über |
4.1
Stelle die Verteilung der gemessenen Reaktionszeiten graphisch dar.
Vereinfachend wird davon ausgegangen, dass die in der Tabelle angegebenen prozentualen Anteile den Wahrscheinlichkeiten der Werte in den Intervallmitten der gemessenen Reaktionszeiten entsprechen.
Berechne unter Verwendung der Intervallmitten den Erwartungswert und die Standardabweichung der gemessenen Reaktionszeiten. [zur Kontrolle:
]
Vereinfachend wird davon ausgegangen, dass die in der Tabelle angegebenen prozentualen Anteile den Wahrscheinlichkeiten der Werte in den Intervallmitten der gemessenen Reaktionszeiten entsprechen.
Berechne unter Verwendung der Intervallmitten den Erwartungswert und die Standardabweichung der gemessenen Reaktionszeiten. [zur Kontrolle:
(6 BE)
4.2
Begründe durch Angabe von zwei unterschiedlichen Argumenten, dass die Zufallsvariable
: "gemessene Reaktionszeit der Versuchspersonen in Sekunden" näherungsweise als normalverteilt angenommen werden kann.
(3 BE)
4.3
Gehe davon aus, dass die gemessene Reaktionszeit in Sekunden normalverteilt ist mit den in Aufgabe 4.1 berechneten Werten.
Bestimme die Wahrscheinlichkeiten der folgenden Ereignisse.
Die Reaktionszeit einer zufällig herausgegriffenen Person beträgt höchstens
Sekunden.
Die Reaktionszeit einer zufällig herausgegriffenen Person weicht höchstens um die halbe Standardabweichung vom Erwartungswert ab.
Bestimme die Wahrscheinlichkeiten der folgenden Ereignisse.
(5 BE)
1.1
Diese Befragung kann als Bernoulli-Kette aufgefasst werden, da bei jeder neuen Befragung immer nur zwei Möglichkeiten existieren, denn entweder ist die befragte Person Linkshänder oder nicht. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass sich die Wahrscheinlichkeiten für die beiden Möglichkeiten nicht ändern, da verhältnismäßig die Anzahl der Befragten ziemlich gering zur Gesamtbevölkerung ist und somit die beiden Ausgänge der einzelnen Versuche unabhängig voneinander sind.
1.2
Die Wahrscheinlichkeit, spätestens bei der dritten befragten Person zum ersten Mal auf einen Linkshänder zu treffen, beträgt etwa
1.3
Ereignis
:
ist binomialverteilt mit
und beschreibt die Anzahl der Linkshänder unter den befragten Personen
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter
befragten Personen genau
Linkshänder befinden, beträgt etwa
.
Ereignis
:
ist binomialverteilt mit
und beschreibt die Anzahl der Rechtshänder unter den befragten Personen
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter
befragten Personen mindestens so viele Rechtshänder sind, wie zu erwarten ist, beträgt etwa
.
Ereignis
:
Damit sich unter
befragten Personen genau zwei Linkshänder befinden, die direkt hintereinander befragt werden, existieren
verschiedene Anordnungsmöglichkeiten:
Die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis
beträgt etwa
.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter
Ereignis
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter
Ereignis
Damit sich unter
Die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis
1.4
Man muss mindestens
2.1
RL: Rechtslutscher
LL: Linkslutscher
RH: Rechtshänder
LH: Linkshänder
Baumdiagramm:
Vierfeldertafel:
LL: Linkslutscher
RH: Rechtshänder
LH: Linkshänder
Baumdiagramm:

Vierfeldertafel:
2.2
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Kind im Alter von 10 bis 12 Jahren Rechtshänder ist, aber im Mutterleib am linken Daumen gelutscht hat, beträgt etwa
3.1
Nullhypothese:
Alternative:
Es handelt sich um einen rechtsseitigen Hypothesentest.
Die Zufallsvariable
beschreibt die Anzahl der Linkshänder unter den befragten Personen und ist binomialverteilt mit
Somit gilt:
, also ist
.
Der Ablehnungsbereich
ist dadurch
Befinden sich unter den 300 befragten Personen mindestens 58 Linkshänder, so wird die Nullhypothese verworfen und die Forscher können mit einem Signifikanzniveau von
davon ausgehen, dass der Anteil an Linkshänder in der Bevölkerung höher als
ist, ansonsten nicht.
Alternative:
Die Zufallsvariable
Der Ablehnungsbereich
Befinden sich unter den 300 befragten Personen mindestens 58 Linkshänder, so wird die Nullhypothese verworfen und die Forscher können mit einem Signifikanzniveau von
3.2
Ein Fehler 2. Art liegt vor, wenn die Nullhypothese falsch ist, jedoch nicht verworfen wird. In diesem Sachzusammenhalt bedeutet dies, dass die Forscher aus ihren Testergebnissen schließen, dass der Anteil an Linkshänder in der Bevölkerung weiterhin
beträgt, obwohl er in Wirklichkeit größer ist.
Anzahl der Linkshänder unter den befragten Personen,
Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa
.
4.1

Varianz der gemessenen Reaktionszeiten:
Standardabweichung der gemessenen Reaktionszeiten:
4.2
Die Zufallsvariable
kann näherungsweise als normalverteilt angenommen werden, da die Reaktionszeit jedes teilnehmenden Linkshänders jeden Wert in dem Zeitintervall
annehmen kann. Dabei nimmt
im Intervall [0,4;0,6] die größten Wahrscheinlichkeitswerte an, bei steigender Entfernung der Werte der Zufallsvariable von diesem Intervall sinken die zugehörigen Wahrscheinlichkeiten annähernd symmetrisch, sodass annähernd die charakteristische Glockenkurve entsteht.
4.3
Ereignis
Ereignis
halbe Standardabweichung: