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Digitales Schulbuch
Inhaltsverzeichnis

B2 - Analytische Geometrie

1
Ein Bildschirmschoner zeigt einen sich drehenden Würfel, der sich in einem (auf dem Monitor nicht sichtbaren) dreidimensionalen Koordinatensystem bewegt. Für die Animation des Würfels und die Darstellung der Beleuchtungsverhältnisse sind verschiedene Berechnungen nötig.
Einige dieser Berechnungen sollen im Folgenden an einem einfachen Beispiel durchgeführt werden. Zum Anfangszeitpunkt besitzen die Punkte \(A\), \(B\), und \(D\) der Grundfläche die folgenden Koordinaten:
\(A(-4\mid1\mid1)\), \(B(1\mid1\mid1)\) und \(D(-4\mid6\mid1)\)
1.1
Koordinatensystem Hessen Mathe Abi 2014
Abbildung 1
(4 BE)
1.2
Im Punkt \(L(-40\mid23\mid26)\) befindet sich eine punktförmige Lichtquelle, durch die ein Schatten des Würfels auf der \(xy\)-Ebene entsteht. Dabei wird unter anderem der Eckpunkt \((-4\mid1\mid6)\) in die \(xy\)-Ebene projiziert.
Berechne die Koordinaten des Bildpunktes.
(5 BE)
1.3
Ein Beobachter im Punkt \(P(20\mid-7\mid16)\) sieht die Reflexion der punktförmigen Lichtquelle \(L\) aus Aufgabe 1.2 im Punkt \(R(0\mid3\mid6)\) auf der Würfeloberseite.
Um die Position des Punktes \(R\) auf der Oberseite des Würfels zu bestimmen, benötigt man eine Ebene \(E_1\) durch \(P\) und \(L\), die senkrecht zur Oberseite des Würfels steht. Der Punkt \(R\) erfüllt dann die beiden folgenden Bedingungen:
\(R\) liegt auf der Schnittgeraden \(g\) der Ebene \(E_1\) mit der Würfeloberseite.
Der Einfallswinkel zwischen dem einfallenden Lichtbündel und dem Normalenvektor der Würfeloberseite im Punkt \(R\) ist gleich dem Ausfallswinkel zwischen dem reflektierten Lichtbündel und diesem Normalenvektor.
1.3.1
Zeige, dass \(R\) Bedingung \(\text{I}\) erfüllt.
(7 BE)
1.3.2
Zeige, dass \(R\) Bedingung \(\text{II}\) erfüllt.
(6 BE)
2
Da bei der Berechnung der folgenden Animation des Würfels die entstehenden Koordinaten schwer einzuzeichnen sind, wird das 3-D-Koordinatensystem wie im Folgenden beschrieben in ein "deckungsgleiches" 2-D-Koordinatensystem abgebildet und die dann berechneten zweidimensionalen Koordinaten eingezeichnet.
Die Abbildungsmatrix \(T\) überführt die Koordinaten aus dem dreidimensionalen in den zweidimensionalen Raum.
Über das 3-D-Koordinatensystem wird ein 2-D-Koordinatensystem so gelegt, dass die Koordinatenursprünge übereinstimmen und die \(x\)-Achse des 2-D-Koordinatensystems sich mit der \(y\)-Achse des 3-D-Koordinatensystems deckt. Die \(y\)-Achse des 2-D-Koordinatensystems deckt sich mit der \(z\)-Achse des 3-D-Koordinatensystems. Aus den dreidimensionalen Einheitsvektoren ergeben sich neue zweidimensionale Vektoren.
Beispiel: Der Einheitsvektor \(\begin{pmatrix}0\\1\\0\end{pmatrix}\) geht in den Vektor \(\begin{pmatrix}1\\0\end{pmatrix}\) über.
Punkte können jetzt mit den Koordinaten des 2-D-Koordinatensystems angegeben werden.
Beispiel: Aus dem Punkt \(D(-4\mid6\mid1)\) wird der Punkt \(D.
2.1
Bestimme die Abbildungsmatrix \(T.\)
(4 BE)
2.2
Gegeben sei die Matrix \(F=\pmatrix{\cos\alpha& -\sin\alpha& 0\\\sin\alpha&\cos\alpha& 0 \\0& 0& 1 } .\)
Erläutere die geometrische Wirkung der Abbildung, die durch die Matrix \(M=T\cdot F\) beschrieben wird.
(4 BE)