B1 - Analytische Geometrie
1
Das Dach eines quaderförmigen Gebäudes soll mit Solarkollektoren versehen werden. Die in der
-
-Ebene gelegene Seitenfläche des Gebäudes weist dabei genau nach Süden.
Zur Vereinfachung der folgenden Berechnungen wird im Modell die Dachfläche des Gebäudes in die
-
-Ebene gelegt. Die Kollektorfläche der Solaranlage wird dann in dem vorgegebenen Koordinatensystem der folgenden Abbildung durch die Eckpunkte
,
,
und
beschrieben (alle Angaben in Metern).

1.1
Zeige rechnerisch, dass es sich bei dem Viereck
um ein Rechteck handelt, und prüfe, ob der für eine Kollektorfläche geforderte Mindestflächeninhalt von
unterschritten wird.
(4 BE)
1.2
Die Solaranlage arbeitet mit der größtmöglichen Leistung, wenn die Sonnenstrahlen senkrecht auf die Kollektorfläche treffen.
Berechne die Richtung, in der die Sonnenstrahlen in diesem Fall auftreffen.
Berechne die Richtung, in der die Sonnenstrahlen in diesem Fall auftreffen.
(4 BE)
1.3
Der Hersteller empfiehlt für die Kollektoren aus Gründen der Standfestigkeit, einen Neigungswinkel
von
gegenüber der Dachfläche nicht zu überschreiten. Untersuche, ob dieses Kriterium für die geplante Anlage erfüllt ist.
(3 BE)
2
Treffen die Sonnenstrahlen nicht orthogonal auf die Kollektorfläche, so ist die Leistung der Anlage reduziert. Dies wird berücksichtigt, indem man von einer reduzierten Kollektorfläche ausgeht, die als effektive Kollektorfläche
bezeichnet wird. Die Leistung der Anlage ist proportional zum Flächeninhalt der effektiven Kollektorfläche.
Die Abbildung zeigt die Lage der effektiven Fläche im Vergleich zur tatsächlichen Position der Kollektoren (Blickrichtung parallel zur
-Achse). Es ist ersichtlich, dass die Eckpunkte
und
ebenfalls Eckpunkte der effektiven Kollektorfläche sind.

2.1
Um die Effektivität der Solaranlage abzuschätzen, soll die Fläche
für einen ungünstigen Sonnenstand berechnet werden, bei dem die Sonnenstrahlen durch den Vektor
angegeben werden können.
Berechne die Lage des im Material 2 eingezeichneten Punktes
.
(7 BE)
2.2
Bestimme den Flächeninhalt der effektiven Kollektorfläche für den in Aufgabe 2.1 beschriebenen Fall und ermittle, wie viel Prozent der maximalen Leistung bei diesem Sonnenstand erzielt werden können.
(2 BE)
3
Um zu überprüfen, ob weitere Kollektoren auf dem Dach aufgestellt werden können, ohne dass diese durch die bereits bestehenden Kollektoren beschattet werden, soll für den in Aufgabe 2.1 beschriebenen Sonnenstand der Schatten der Kollektorfläche
auf der Dachfläche betrachtet werden.
3.1
Für beliebige Punkte
können die Schattenpunkte auf der Dachfläche für den in Aufgabe 2.1 beschriebenen Sonnenstand durch eine Projektion in Richtung
in die
-
-Ebene ermittelt werden.
Bestimme die Matrix, die diese Projektion beschreibt.
Bestimme die Matrix, die diese Projektion beschreibt.
(7P)
3.2
Berechne mithilfe deines Ergebnisses aus Aufgabe 3.1 die Schattenpunkte der Eckpunkte der Kollektorfläche auf der Dachfläche, und entscheide, ob der Schatten ganz auf der Dachfläche liegt.
Falls du in Aufgabe 3.1 keine Lösung gefunden hast, verwende die Matrix
.
Falls du in Aufgabe 3.1 keine Lösung gefunden hast, verwende die Matrix
(3BE)
1
1.1
Rechteck nachweisen
Das Viereck
ist genau dann ein Rechteck, wenn die jeweils gegenüberliegenden Seiten gleich lang sind, parallel zueinander sind und die anliegenden Seiten senkrecht aufeinander stehen.
Die Verbindungsvektoren der Eckpunkte müssen also folgende Bedingungen erfüllen:
2. Schritt: Orthogonalität zeigen
Es reicht zu zeigen, dass
und
senkrecht aufeinander stehen, da wir bereits
und
gezeigt haben.
Damit ist gezeigt, dass das Viereck
ein Rechteck ist.
Flächeninhalt
prüfen
Der geforderte Mindestflächeninhalt von
wird folglich nicht unterschritten.
und
1.2
Die Richtung, in der die Sonnenstrahlen senkrecht auf die Kollektorfläche treffen, ist durch die Normalenvektoren der Ebene, welche durch die Vektoren
und
aufgespannt wird, gegeben.
Ein solcher Normalenvektor
kann mit Hilfe des Vektorprodukts bestimmt werden:
Da die Sonnenstrahlen von oben auf die Kollektorfläche auftreffen, muss der Vektor also nach unten zeigen. Die
-Koordinate muss folglich negativ sein.
Durch Umkehren der Vorzeichen erhält man also:
Somit treffen die Sonnenstrahlen in der Richtung
senkrecht auf die Kollektorfläche auf.
1.3
Der Neigungswinkel der Kollektorfläche gegenüber dem Dach entspricht dem Winkel zwischen dem Vektor
und der
-Achse. Der Richtungsvektor der
-Achse ist durch
gegeben.
Mit der Formel für Schnittwinkel folgt:
Der Neigungswinkel beträgt somit etwa
und überschreitet folglich die empfohlene Grenze von
nicht.
2
2.1
Aus dem Material 2 können folgende Bedingungen für die Lage des Punktes
abgelesen werden:
Der Punkt
kann durch den dazugehörigen Ortsvektor
definiert werden.
1. Schritt: Gleichungssystem zu
aufstellen
Der Verbindungsvektor
ist gegeben durch:
Die erste Bedingung kann nun wie folgt in ein Gleichungssystem umgeschrieben und gelöst werden:
Aus
kann direkt
abgelesen werden.
Durch Einsetzen von
in
ergibt sich:
Damit gilt für den Ortsvektor des Punktes
:
2. Schritt: Gleichung zu
aufstellen
Für den Verbindungsvektor
gilt:
Die zweite Bedingung kann nun wie folgt als Gleichung formuliert und gelöst werden:
Durch Einsetzen in die Koordinaten von
ergibt sich:
Der gesuchte Punkt ist somit
2.2
Flächeninhalt
bestimmen
In dem in Aufgabe 2.1 beschriebenen Fall ist der Flächeninhalt der effizienten Kollektorfläche folglich
.
Prozentsatz der maximalen Leistung bestimmen
Die maximale Leistung wird genau dann erreicht, wenn die Sonnenstrahlen senkrecht auf der Kollektorfläche stehen. Die Leistung ist hierbei proportional zum Flächeninhalt der Kollektorfläche.
Den gesuchte Prozentsatz
kann also anhand von den Flächeninhalten
und
ermittelt werden:
In dem in Aufgabe 2.1 beschriebenen Fall kann also
der maximalen Leistung erzielt werden.
3
3.1
Da nach eine Projektionsmatrix
gesucht ist, welche beliebige Punkte
in die
-Ebene projiziert,muss für einen beliebigen Punkt
mit Schattenpunkt
also gelten:
.
Der Schattenpunkt eines beliebigen Punktes
entspricht dem Schnittpunkt der
-Ebene mit der Geraden
eines Sonnenstrahls durch den Punkt
.
1. Schritt: Allgemeinen Schattenpunkt
berechnen
Die
-
-Ebene ist gegeben durch die Ebenengleichung
.
Durch Gleichsetzen der Geraden- und die Ebenengleichung folgt:
Es kann direkt
abgelesen werden. Die
-Koordinate bleibt also durch die Projektion unverändert.
Aus der dritten Zeile ergibt sich folgende Gleichung:
Durch Einsetzen von
in die Gleichung für die
-Koordinate folgt:
Damit gilt für einen Schattenpunkt
eines beliebigen Punktes
:
2. Schritt: Projektionsmatrix
bestimmen
Durch Einsetzen des oben berechneten Schnittpunkt in die Bedingung für die Projektionsmatrix
ergibt sich:
Somit hat die gesuchte Projektionsmatrix
die Form:
3.2
Schattenpunkte berechnen
Die Schattenpunkte der Eckpunkte können mit dem Matrix-Vektor-Produkt der Projektionsmatrix
und den Ortsvektoren der Eckpunkte bestimmt werden.
Da
und
keine Schatten werfen, weil sie bereits auf dem Dach liegen, reicht es, die Punkte
und
zu betrachten.
Damit sind
und
die Schattenpunkte von
und
.
Entscheidung treffen
Die Dachfläche ist in
-Richtung 9 Meter lang. Die Schattenpunkte haben jedoch einen
-Wert von 10,3 und liegen somit hinter dem Ende des Daches. Der Schatten liegt folglich nicht ganz auf der Dachfläche.
1
1.1
Rechteck nachweisen
Das Viereck
ist genau dann ein Rechteck, wenn die jeweils gegenüberliegenden Seiten gleich lang sind, parallel zueinander sind und die anliegenden Seiten senkrecht aufeinander stehen.
Die Verbindungsvektoren der Eckpunkte müssen also folgende Bedingungen erfüllen:
2. Schritt: Orthogonalität zeigen
Es reicht zu zeigen, dass
und
senkrecht aufeinander stehen, da wir bereits
und
gezeigt haben.
Damit ist gezeigt, dass das Viereck
ein Rechteck ist.
Flächeninhalt
prüfen
Der geforderte Mindestflächeninhalt von
wird folglich nicht unterschritten.
und
1.2
Die Richtung, in der die Sonnenstrahlen senkrecht auf die Kollektorfläche treffen, ist durch die Normalenvektoren der Ebene, welche durch die Vektoren
und
aufgespannt wird, gegeben.
Ein solcher Normalenvektor
kann mit Hilfe des Vektorprodukts bestimmt werden:
Da die Sonnenstrahlen von oben auf die Kollektorfläche auftreffen, muss der Vektor also nach unten zeigen. Die
-Koordinate muss folglich negativ sein.
Durch Umkehren der Vorzeichen erhält man also:
Somit treffen die Sonnenstrahlen in der Richtung
senkrecht auf die Kollektorfläche auf.
1.3
Der Neigungswinkel der Kollektorfläche gegenüber dem Dach entspricht dem Winkel zwischen dem Vektor
und der
-Achse. Der Richtungsvektor der
-Achse ist durch
gegeben.
Mit der Formel für Schnittwinkel folgt:
Der Neigungswinkel beträgt somit etwa
und überschreitet folglich die empfohlene Grenze von
nicht.
2
2.1
Aus dem Material 2 können folgende Bedingungen für die Lage des Punktes
abgelesen werden:
Der Punkt
kann durch den dazugehörigen Ortsvektor
definiert werden.
1. Schritt: Gleichungssystem zu
aufstellen
Der Verbindungsvektor
ist gegeben durch:
Die erste Bedingung kann nun wie folgt in ein Gleichungssystem umgeschrieben und gelöst werden:
Aus
kann direkt
abgelesen werden.
Durch Einsetzen von
in
ergibt sich:
Damit gilt für den Ortsvektor des Punktes
:
2. Schritt: Gleichung zu
aufstellen
Für den Verbindungsvektor
gilt:
Die zweite Bedingung kann nun wie folgt als Gleichung formuliert und gelöst werden:
Durch Einsetzen in die Koordinaten von
ergibt sich:
Der gesuchte Punkt ist somit
2.2
Flächeninhalt
bestimmen
In dem in Aufgabe 2.1 beschriebenen Fall ist der Flächeninhalt der effizienten Kollektorfläche folglich
.
Prozentsatz der maximalen Leistung bestimmen
Die maximale Leistung wird genau dann erreicht, wenn die Sonnenstrahlen senkrecht auf der Kollektorfläche stehen. Die Leistung ist hierbei proportional zum Flächeninhalt der Kollektorfläche.
Den gesuchte Prozentsatz
kann also anhand von den Flächeninhalten
und
ermittelt werden:
In dem in Aufgabe 2.1 beschriebenen Fall kann also
der maximalen Leistung erzielt werden.
3
3.1
Da nach eine Projektionsmatrix
gesucht ist, welche beliebige Punkte
in die
-Ebene projiziert,muss für einen beliebigen Punkt
mit Schattenpunkt
also gelten:
.
Der Schattenpunkt eines beliebigen Punktes
entspricht dem Schnittpunkt der
-Ebene mit der Geraden
eines Sonnenstrahls durch den Punkt
.
1. Schritt: Allgemeinen Schattenpunkt
berechnen
Die
-
-Ebene ist gegeben durch die Ebenengleichung
.
Durch Gleichsetzen der Geraden- und die Ebenengleichung folgt:
Es kann direkt
abgelesen werden. Die
-Koordinate bleibt also durch die Projektion unverändert.
Aus der dritten Zeile ergibt sich folgende Gleichung:
Durch Einsetzen von
in die Gleichung für die
-Koordinate folgt:
Damit gilt für einen Schattenpunkt
eines beliebigen Punktes
:
2. Schritt: Projektionsmatrix
bestimmen
Durch Einsetzen des oben berechneten Schnittpunkt in die Bedingung für die Projektionsmatrix
ergibt sich:
Somit hat die gesuchte Projektionsmatrix
die Form:
3.2
Schattenpunkte berechnen
Die Schattenpunkte der Eckpunkte können mit dem Matrix-Vektor-Produkt der Projektionsmatrix
und den Ortsvektoren der Eckpunkte bestimmt werden.
Da
und
keine Schatten werfen, weil sie bereits auf dem Dach liegen, reicht es, die Punkte
und
zu betrachten.
Damit sind
und
die Schattenpunkte von
und
.
Entscheidung treffen
Die Dachfläche ist in
-Richtung 9 Meter lang. Die Schattenpunkte haben jedoch einen
-Wert von 10,3 und liegen somit hinter dem Ende des Daches. Der Schatten liegt folglich nicht ganz auf der Dachfläche.