Aufgabe 1A
Unter der Körpertemperatur eines Menschen versteht man die Temperatur des Körperinneren.
Die Körpertemperatur eines gesunden Menschen (Normaltemperatur) wird mit
angenommen.
Bei Temperaturen ab
spricht man von Fieber.
Der zeitliche Verlauf der Körpertemperatur einer erkrankten Person lässt sich bei bestimmten Erkrankungen modellhaft mithilfe der Funktion
mit
,
, beschreiben.
Dabei ist
die Zeit in Tagen nach dem Ausbruch der Krankheit und
die Körpertemperatur in
.
Die zu ermitttelnden Zeiten sollen in Tagen, auf eine Nachkommastelle gerundet, angegeben werden.
Die Körpertemperatur eines gesunden Menschen (Normaltemperatur) wird mit
Bei Temperaturen ab
Dabei ist
a)
Berechne
und deute diesen Wert im Sachzusammenhang.
Nenne zwei Aspekte, die verdeutlichen, dass es ich bei diesem Modell um eine Vereinfachung der Realität handelt.
- die Abweichung der Körpertemperatur der erkrankten Person am Ende des ersten Tages von der Normaltemperatur,
- die Länge des Zeitraumes, in dem die Person Fieber hat.
Nenne zwei Aspekte, die verdeutlichen, dass es ich bei diesem Modell um eine Vereinfachung der Realität handelt.
(11 BE)
b)
Ermittle den Zeitpunkt, zu dem die Körpertemperatur der Person am stärksten ansteigt, und den Zeitpunkt, zu dem sie am stärksten abnimmt.
Die Temperatur der Person sinkt zu einem Zeitpunkt unter
.
Begründe mithilfe des Terms der 1. Ableitung von
, dass ab diesem Zeitpunkt die Temperatur dauerhaft unter
bleibt.
Die Temperatur der Person sinkt zu einem Zeitpunkt unter
Begründe mithilfe des Terms der 1. Ableitung von
(11 BE)
c)
Eine andere Person mit gleichem Krankheitsverlauf nimmt
Tage nach Ausbruch der Krankheit ein fiebersenkendes Medikament ein. Man geht davon aus, dass ab diesem Zeitpunkt die Temperatur exponentiell abnimmt und sich der Normaltemperatur nähert.
Sechs Stunden nach der Einnahme des Medikaments beträgt die Temperatur
.
Bestimme den Zeitpunkt nach der Medikamenteneinnahme, zu dem die Person fieberfrei wird.
Sechs Stunden nach der Einnahme des Medikaments beträgt die Temperatur
Bestimme den Zeitpunkt nach der Medikamenteneinnahme, zu dem die Person fieberfrei wird.
(9 BE)
d)
Die Funktionen
mit
,
,
, können ebenfalls modellhaft den Temperaturverlauf bei bestimmten Erkrankungen beschreiben. Dabei ist
die Zeit in Tagen nach dem Ausbruch der Krankheit und
die Körpertemperatur in
. Der Parameter
hängt von der maximalen Körpertemperatur während der Erkrankung ab.
In der Abbildung 1 sind die Graphen der Funktionen
und
dargestellt.
Entscheide, welcher Graph zu welcher Funktion gehört.
Für jeden Wert von
wird der Inhalt
der Fläche zwischen dem Graphen von
und der Geraden zu
als ein Maß für die Belastung einer erkrankten Person angenommen.
Zeige, dass
gilt.
Bestimme alle Werte von
, für die die Graphen von
einen Temperaturverlauf mit Fieber beschreiben, die Temperatur aber nicht über
steigt.
In der Abbildung 1 sind die Graphen der Funktionen
Für jeden Wert von
Zeige, dass
(15 BE)
a)
- Eine Krankheit und damit auch der einhergehende Verlauf der Körpertemperatur verläuft bei jeder Person unterschiedlich. Mithilfe des Modells wird ein "Standardfall" abgebildet. Bei den wenigsten Patienten wird der Verlauf genau so eintreten.
- Die Körpertemperatur eines Menschen schwankt auch im gesunden Zustand regelmäßig, man kann also nicht davon ausgehen, dass die Personen zu Beginn der Erkrankung genau die Körpertemperatur
haben und diese auch zum Ende der Erkrankung wieder annehmen und dann stetig beibehalten. Genauso kann auch die Körpertemperatur während der Erkrankung schwanken, also innerhalb eines Tages beispielsweise steigen und wieder sinken. Das wird im Modell nicht berücksichtigt.
b)
Bestimme die Maxima und Minima von
Der Faktor
Die zugehörige Parabel ist achsensymmetrisch zur
Sinkt die Körpertemperatur also einmal nach Ausbruch der Krankheit, so steigt sie nicht wieder. Sinkt sie also einmal unter
c)
beschreibt die Körpertemperatur zum Zeitpunkt
Diese entspricht der Körpertemperatur drei Tage nach Ausbruch der Krankheit, also
beschreibt den Wachstumsfaktor.
ist der Wert, dem sich die Körpertemperatur langfristig annähert, also
d)
Graph
Insgesamt gilt daher