Aufgabe 3A

Stehende Gewässer weisen eine Schichtung des Wassers auf. Modellhaft werden drei Schichten unterschieden: die kalte Tiefenschicht, die warme Oberflächenschicht und die dazwischenliegende Sprungschicht, in der die Temperatur mit der Tiefe sinkt.
Durch unterschiedliche Vorgänge kommt es zu einem gewissen Austausch zwischen den Schichten, sodass sich die Schichtdicken verändern. Die nebenstehende Tabelle beschreibt die Übergänge zwischen den Schichten pro Zeiteinheit. Für diese Modellierung wird vorausgesetzt, dass sich diese Entwicklung in der beschriebenen Weise fortsetzen wird.
von | ||||
O | S | T | ||
---|---|---|---|---|
O | 0,9 | 0,1 | 0 | |
nach | S | 0,1 | 0,85 | 0,1 |
T | 0 | 0,05 | 0,9 |
a) Stellen Sie die Daten aus der Übergangstabelle in einem Übergangsgraphen dar.
Erläutern Sie die Werte der mittleren Zeile der Tabelle im Sachzusammenhang.
Bestimmen Sie die Schichtdicken nach fünf Zeiteinheiten auf Zentimeter genau, wenn zu Beginn jede der Schichten 3 m dick ist.
Erläutern Sie die Werte der mittleren Zeile der Tabelle im Sachzusammenhang.
Bestimmen Sie die Schichtdicken nach fünf Zeiteinheiten auf Zentimeter genau, wenn zu Beginn jede der Schichten 3 m dick ist.
(10P)
b) Nach diesem Modell werden die Oberflächen- und die Sprungschicht mit der Zeit gleich dick.
Erstellen Sie begründet eine veränderte Übergangsmatrix so, dass die Sprungschicht auf lange Sicht dicker ist als die Oberflächenschicht.
Erstellen Sie begründet eine veränderte Übergangsmatrix so, dass die Sprungschicht auf lange Sicht dicker ist als die Oberflächenschicht.
(6P)
c) Für eine andere Modellierung eines 9 m tiefen Gewässers wird die Übergangsmatrix
angegeben.
Erläutern Sie die Einträge in der zweiten Spalte der Übergangsmatrix im Sachzusammenhang und geben Sie an, welche Werte
annehmen darf.
Bestimmen Sie eine Matrix
so, dass sich eine stabile Verteilung mit einer 1 m dicken Oberflächen-, einer 3 m dicken Sprung- und einer 5 m dicken Tiefenschicht ergibt.
Bestimmen Sie eine Matrix
(8P)
(24P)
a)
Übergangsgraph
Zeichne für jede Schicht einen Kasten und verbinde diese mit Pfeilen. Schreibe die Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen den Schichten an die Pfeile. Die Übergangswahrscheinlichkeit, die angibt, wie viel in der Schicht erhalten bleibt, wird mit einem Pfeil, der wieder an den gleichen Kasten zeigt, eingezeichnet.
Mittlere Zeile im Sachzusammenhang erklären
Du sollst die Werte der mittleren Zeile im Sachzusammenhang erklären. Die Werte der Zeile geben an, dass pro Zeiteinheit
von der Dicke der Oberflächenschicht zur Dicke der Sprungschicht hinzukommen,
von der Dicke der Sprungschicht erhalten bleiben und
von der Dicke der Tiefenschicht zur Dicke der Sprungschicht hinzukommen.
Schichtdicke bestimmen
Zu Beginn ist jede der Schichten 3 m dick, du sollst die Schichtdicken nach fünf Zeiteinheiten berechnen. Die Übergangsmatrix
gibt die Übergänge pro Zeiteinheit an, das bedeutet, dass du die Matrix 5 mal mit sich selbst multiplizieren musst, um die Verteilung pro 5 Zeiteinheiten zu erhalten. Jetzt musst du noch die Schichtdicke von je 3 m beachten, diese also mit der Verteilung pro 5 Zeiteinheiten multiplizieren. Du erhältst dann für die Verteilung nach 5 Zeiteinheiten:
Nach fünf Zeiteinheiten beträgt die Dicke der Oberflächenschicht
, die der Sprungschicht
und die der Tiefenschicht
.

b)
Übergangsmatrix erstellen
Erstelle eine veränderte Übergangsmatrix so, dass die Sprungschicht auf lange Sicht dicker ist als die Oberflächenschicht. Eine mögliche Übergangsmatrix ist gegeben durch
Damit die Sprungschicht auf lange Sicht dicker ist als die Oberflächenschicht muss ein erhöhten Zufluss in die Sprungschicht oder eine Verringerung des Abflusses aus der Sprungschicht vorliegen.
c)
Zweite Spalte im Sachzusammenhang erläutern
Die zweite Spalte gibt die Abgänge aus der Sprungschicht in die Oberflächen- und die Tiefenschicht an. In die Oberflächen- und Tiefenschicht gehen pro Zeiteinheit
Anteile ab, so dass in der Sprungschicht noch ein Anteil von
verbleibt.
Werte für
bestimmen
Du hast folgende Übergangsmatrix gegeben:
Du sollst den möglichen Bereich für
bestimmen. Diesen liest du am Besten aus dem Eintrag
ab, da dieser zwischen 0 und 1 liegen muss. Das bedeutet, dass:
und
Stelle diese beiden Gleichungen um. Du erhältst für
den folgenden Bereich:
.
Matrix für stabile Verteilung
Bestimme eine Matrix
so, dass sich eine stabile Verteilung mit einer 1 m dicken Oberflächenschicht, einer 3 m dicken Sprungschicht und einer 5 m dicken Tiefenschicht ergibt. Der passende Ansatz ist gegeben durch:
Multipliziere die Matrix mit dem Vektor und du erhälst:
Löse diese Gleichung nach
und
auf, nutze dafür deinen Taschenrechner.
menu:
7:
1:
1:
Dann ergibt sich für
.
Wähle
geeignet, z.B.
. Dann gilt
und
. Die Übergangsmatrix hat dann folgende Form:

a)
Übergangsgraph
Zeichne für jede Schicht einen Kasten und verbinde diese mit Pfeilen. Schreibe die Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen den Schichten an die Pfeile. Die Übergangswahrscheinlichkeit, die angibt, wie viel in der Schicht erhalten bleibt, wird mit einem Pfeil, der wieder an den gleichen Kasten zeigt, eingezeichnet.
Mittlere Zeile im Sachzusammenhang erklären
Du sollst die Werte der mittleren Zeile im Sachzusammenhang erklären. Die Werte der Zeile geben an, dass pro Zeiteinheit
von der Dicke der Oberflächenschicht zur Dicke der Sprungschicht hinzukommen,
von der Dicke der Sprungschicht erhalten bleiben und
von der Dicke der Tiefenschicht zur Dicke der Sprungschicht hinzukommen.
Schichtdicke bestimmen
Zu Beginn ist jede der Schichten 3 m dick, du sollst die Schichtdicken nach fünf Zeiteinheiten berechnen. Die Übergangsmatrix
gibt die Übergänge pro Zeiteinheit an, das bedeutet, dass du die Matrix 5 mal mit sich selbst multiplizieren musst, um die Verteilung pro 5 Zeiteinheiten zu erhalten. Jetzt musst du noch die Schichtdicke von je 3 m beachten, diese also mit der Verteilung pro 5 Zeiteinheiten multiplizieren. Du erhältst dann für die Verteilung nach 5 Zeiteinheiten:
Nach fünf Zeiteinheiten beträgt die Dicke der Oberflächenschicht
, die der Sprungschicht
und die der Tiefenschicht
.

b)
Übergangsmatrix erstellen
Erstelle eine veränderte Übergangsmatrix so, dass die Sprungschicht auf lange Sicht dicker ist als die Oberflächenschicht. Eine mögliche Übergangsmatrix ist gegeben durch
Damit die Sprungschicht auf lange Sicht dicker ist als die Oberflächenschicht muss ein erhöhten Zufluss in die Sprungschicht oder eine Verringerung des Abflusses aus der Sprungschicht vorliegen.
c)
Zweite Spalte im Sachzusammenhang erläutern
Die zweite Spalte gibt die Abgänge aus der Sprungschicht in die Oberflächen- und die Tiefenschicht an. In die Oberflächen- und Tiefenschicht gehen pro Zeiteinheit
Anteile ab, so dass in der Sprungschicht noch ein Anteil von
verbleibt.
Werte für
bestimmen
Du hast folgende Übergangsmatrix gegeben:
Du sollst den möglichen Bereich für
bestimmen. Diesen liest du am Besten aus dem Eintrag
ab, da dieser zwischen 0 und 1 liegen muss. Das bedeutet, dass:
und
Stelle diese beiden Gleichungen um. Du erhältst für
den folgenden Bereich:
.
Matrix für stabile Verteilung
Bestimme eine Matrix
so, dass sich eine stabile Verteilung mit einer 1 m dicken Oberflächenschicht, einer 3 m dicken Sprungschicht und einer 5 m dicken Tiefenschicht ergibt. Der passende Ansatz ist gegeben durch:
Multipliziere die Matrix mit dem Vektor und du erhälst:
Aus dieser Gleichung kannst du ein lineares Gleichungssystem erstellen, indem du jede „Zeile“ einzeln abliest:
Löse dieses Gleichungssystem nach
und
mit dem CAS. Den Befehl für ein Gleichungssystem findest du unter
Keyboard
2D
Dann ergibt sich für
.
Wähle
geeignet, z.B.
. Dann gilt
und
. Die Übergangsmatrix hat dann folgende Form:
