Aufgabe 2B
In der Zeitung „DIE ZEIT“ vom 21.03.2013 war zum Intelligenzquotienten (IQ) Folgendes zu lesen:
, die jeder zufällig ausgewählten Person ihren IQ zuordnet, wird als normalverteilt angenommen.
„Der IQ gibt an, wie intelligent eine Testperson im Vergleich zu anderen Gleichaltrigen aus derselben Bevölkerung ist. Intelligenzvergleiche zwischen sehr unterschiedlichen Gruppen, etwa Völkern, verbieten sich, weil Intelligenztests kulturell geprägt sind. Mit einem IQ von 100 verfügt man über durchschnittliche Intelligenz [...]. Zwei Drittel der Bevölkerung haben einen IQ zwischen 85 und 115. Rund 17 Prozent können mit einem IQ von mehr als 115 als überdurchschnittlich intelligent gelten, und 2 Prozent mit einem IQ von mehr als 130 als hochbegabt.“
Die Zufallsgröße
a) Erläutern Sie, dass unter diesen Voraussetzungen der Erwartungswert
und die Standardabweichung
der Zufallsgröße
mit den Aussagen des obigen Textes näherungsweise ermittelt werden können.
Berechnen Sie mithilfe der Zufallsgröße
die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person einen IQ hat, der größer als 115 ist.
Berechnen Sie mithilfe der Zufallsgröße
den Anteil der Bevölkerung mit einem IQ, der größer als 95 und kleiner als 105 ist.
(9P)
b) Eine zufällig ausgewählte Person ist mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 2,3 % hochbegabt.
Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich unter 120 zufällig ausgewählten Personen mindestens eine hochbegabte Person befindet.
Der Wahrscheinlichkeitswert von 2,3 % für das Vorhandensein einer Hochbegabung wird angezweifelt. Es wird deshalb eine Stichprobe von 450 zufällig ausgewählten Personen untersucht. Die Untersuchung ergibt, dass sich in der Stichprobe 16 hochbegabte Personen befinden.
Entscheiden Sie mithilfe eines Vertrauensintervalls, ob man bei einer Vertrauenswahrscheinlichkeit von
davon ausgehen kann, dass die Zweifel berechtigt sind.
(8P)
c) Für die obige normalverteilte Zufallsgröße
ist
mit
die Dichtefunktion.
Bestimmen Sie in den beiden Gleichungen
und
die Werte für
und
.
Es soll gelten:
Begründen Sie, dass daraus
folgt.
(7P)
(24P)
a)
Erwartungswert und Varianz erläutern
Du findest im Text die Aussage, dass ein IQ von 100 eine durchschnittliche Intelligenz bedeutet, daraus kannst du folgern, dass der Erwartungswert
entspricht. Wenn du etwas grob rundest sind
, das ist gerade die Wahrscheinlichkeit des
-Bereichs von
. Die
sind der Bereich von 85 bis 115. Daraus folgt eine Standardabweichung von
.
Wahrscheinlichkeit berechnen
Du sollst die Wahrscheinlichkeit berechnen, dass eine zufällig ausgewählte Person einen IQ hat, der größer als 115 ist. Die Zufallsvariable
ist normalverteilt, du kannst also die Tabelle der Standardnormalverteilung nutzen. Du sollst also berechnen:
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Person einen IQ hat, der größer als 115 ist, beträgt
.
Berechne den Anteil der Bevölkerung mit einem IQ, der größer als 95 und kleiner als 105 ist. Du sollst also berechnen:
Der Anteil der Bevölkerung mit einem IQ, der größer als 95 und kleiner als 105, beträgt
.
b)
Wahrscheinlichkeit bestimmen
Eine zufällig ausgewählte Person ist mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 2,3 % hochbegabt. Du sollst die Wahrscheinlichkeit berechnen, dass sich unter 120 zufällig ausgewählten Personen mindestens eine hochbegabte Person befindet. Sei
die Anzahl der Hochbegabten, diese ist binomialverteilt mit
und
, da hier nur zwei Ausprägungen betrachtet werden: „hochbegabt“ und „nicht hochbegabt“. Zudem ist für jede Person die Wahrscheinlichkeit gleich, dass diese hochbegabt ist. Die gesuchte Wahrscheinlichkeit berechnest du wie folgt:
Unter 120 zufällig ausgewählten Personen befindet sich mit einer Wahrscheinlichkeit von ca.
mindestens eine hochbegabte Person.
Vertrauensintervall bestimmen
Du sollst nun ein Vertrauensintervall
für den Anteil der Hochbegabten bestimmen.
Sei
zunächst jene Zufallsgröße, welche die Anzahl der Hochbegabten in der Stichprobe angibt.
kann näherungsweise als binomialverteilte Zufallsgröße angenommen werden mit
und
unbekannt. Einen ersten Schätzwert für
kannst du über die Angabe ermitteln, dass 16 von 450 hochbegabt sind:
.
Gesucht ist nun ein Intervall, in dem der tatsächliche Anteil
der Hochbegabten mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % liegt. Einen Ansatz für dieses Problem bieten die
-Regeln. Diese dürfen angewandt werden, wenn das Laplace-Kriterium
erfüllt ist. Tatsächlich ergibt sich z.B. mit dem Schätzwert
für
die Standardabweichung
.
Selbstverständlich kann dies nur als Näherung gesehen werden. Tendenziell kann aber davon ausgegangen werden, dass die Bedingung
erfüllt ist.
Du kannst also so vorgehen:
-Regel auswählen
Du findest die Regel
2. Schritt: Ausdruck umformen
Betrachte nur den Ausdruck in Klammern und forme ihn so um, dass er eine Aussage über
trifft. Du kennst bereits:
3. Schritt: Ungleichung lösen
Du kannst auf beiden Seiten quadrieren und die Ungleichung nach
auflösen.
Fasse den Ausdruck links vom Gleichheitszeichen als Funktionsterm
einer Funktion
auf. Der Graph von
ist eine nach oben geöffnete Parabel.
Gesucht ist der Bereich, in welchem
negative Funktionswerte annimmt, d.h. der Bereich, in dem die Parabel unterhalb der
-Achse verläuft. Du kannst diese Ungleichung mit dem solve-Befehl deines Taschenrechners lösen:
Der Taschenrechner liefert den Bereich
.
Damit folgt: der tatsächliche Anteil
der Hochbegabten liegt mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % im Intervall
. Da dieses Intervall den Wert
überdeckt, kann man von dieser Stichprobe ausgehend nicht folgern, dass die Zweifel berechtigt sind.
- Wähle die
-Regel, welche eine Aussage über ein 95 %-Konfidenzintervall um den Erwartungswert
trifft.
- Bedenke:
. Forme den Ausdruck in der
-Regel also so um, dass er eine Aussage über
trifft. Hieraus ergibt sich:
.
- Löse die Ungleichung nach
auf und berechne so die Grenzen des Intervalls.
- die relative Häufigkeit

c)
Werte für
und
bestimmen
Du sollst die Werte für
und
bestimmen, nutze dafür deinen Taschenrechner. Die oben angegebene Normalverteilung hat den Mittelwert
und die Standardabweichung
.
menu:
5:
5:
3:
Die oben angegebene Normalverteilung hat den Mittelwert
und die Standardabweichung
.
Du erhältst folgende Werte
und
.
Begründe die Aussage
Es soll gelten:
Du sollst begründen, warum daraus
folgt.
Die Integraldarstellung lässt sich umschreiben in:
Die Dichtefunktion
ist symmetrisch zu
, deshalb ist der Mittelwert von
und
gerade
und es gilt
.

a)
Erwartungswert und Varianz erläutern
Du findest im Text die Aussage, dass ein IQ von 100 eine durchschnittliche Intelligenz bedeutet, daraus kannst du folgern, dass der Erwartungswert
entspricht. Wenn du etwas grob rundest sind
, das ist gerade die Wahrscheinlichkeit des
-Bereichs von
. Die
sind der Bereich von 85 bis 115. Daraus folgt eine Standardabweichung von
.
Wahrscheinlichkeit berechnen
Du sollst die Wahrscheinlichkeit berechnen, dass eine zufällig ausgewählte Person einen IQ hat, der größer als 115 ist. Die Zufallsvariable
ist normalverteilt, du kannst also die Tabelle der Standardnormalverteilung nutzen. Du sollst also berechnen:
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Person einen IQ hat, der größer als 115 ist, beträgt
.
Berechne den Anteil der Bevölkerung mit einem IQ, der größer als 95 und kleiner als 105 ist. Du sollst also berechnen:
Der Anteil der Bevölkerung mit einem IQ, der größer als 95 und kleiner als 105, beträgt
.
b)
Wahrscheinlichkeit bestimmen
Eine zufällig ausgewählte Person ist mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 2,3 % hochbegabt. Du sollst die Wahrscheinlichkeit berechnen, dass sich unter 120 zufällig ausgewählten Personen mindestens eine hochbegabte Person befindet. Sei
die Anzahl der Hochbegabten, diese ist binomialverteilt mit
und
, da hier nur zwei Ausprägungen betrachtet werden: „hochbegabt“ und „nicht hochbegabt“. Zudem ist für jede Person die Wahrscheinlichkeit gleich, dass diese hochbegabt ist. Die gesuchte Wahrscheinlichkeit berechnest du wie folgt:
Unter 120 zufällig ausgewählten Personen befindet sich mit einer Wahrscheinlichkeit von ca.
mindestens eine hochbegabte Person.
Vertrauensintervall bestimmen
Du sollst nun ein Vertrauensintervall
für den Anteil der Hochbegabten bestimmen.
Sei
zunächst jene Zufallsgröße, welche die Anzahl der Hochbegabten in der Stichprobe angibt.
kann näherungsweise als binomialverteilte Zufallsgröße angenommen werden mit
und
unbekannt. Einen ersten Schätzwert für
kannst du über die Angabe ermitteln, dass 16 von 450 hochbegabt sind:
.
Gesucht ist nun ein Intervall, in dem der tatsächliche Anteil
der Hochbegabten mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % liegt. Einen Ansatz für dieses Problem bieten die
-Regeln. Diese dürfen angewandt werden, wenn das Laplace-Kriterium
erfüllt ist. Tatsächlich ergibt sich z.B. mit dem Schätzwert
für
die Standardabweichung
.
Selbstverständlich kann dies nur als Näherung gesehen werden. Tendenziell kann aber davon ausgegangen werden, dass die Bedingung
erfüllt ist.
Du kannst also so vorgehen:
-Regel auswählen
Du findest die Regel
2. Schritt: Ausdruck umformen
Betrachte nur den Ausdruck in Klammern und forme ihn so um, dass er eine Aussage über
trifft. Du kennst bereits:
3. Schritt: Ungleichung lösen
Du kannst auf beiden Seiten quadrieren und die Ungleichung nach
auflösen.
Fasse den Ausdruck links vom Gleichheitszeichen als Funktionsterm
einer Funktion
auf. Der Graph von
ist eine nach oben geöffnete Parabel.
Gesucht ist der Bereich, in welchem
negative Funktionswerte annimmt, d.h. der Bereich, in dem die Parabel unterhalb der
-Achse verläuft. Du kannst diese Ungleichung mit dem solve-Befehl deines Taschenrechners lösen:
Der Taschenrechner liefert den Bereich
.
Damit folgt: der tatsächliche Anteil
der Hochbegabten liegt mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % im Intervall
. Da dieses Intervall den Wert
überdeckt, kann man von dieser Stichprobe ausgehend nicht folgern, dass die Zweifel berechtigt sind.
- Wähle die
-Regel, welche eine Aussage über ein 95 %-Konfidenzintervall um den Erwartungswert
trifft.
- Bedenke:
. Forme den Ausdruck in der
-Regel also so um, dass er eine Aussage über
trifft. Hieraus ergibt sich:
.
- Löse die Ungleichung nach
auf und berechne so die Grenzen des Intervalls.
- die relative Häufigkeit

c)
Werte für
und
bestimmen
Du sollst die Werte für
und
bestimmen, nutze dafür das Statistik-Menü deines Taschenrechners. Die oben angegebene Normalverteilung hat den Mittelwert
und die Standardabweichung
.
CALC
Verteilung
Typ: Inv. Verteilung
Quantile Normalvert.
Die oben angegebene Normalverteilung hat den Mittelwert
und die Standardabweichung
.
Du erhältst folgende Werte
und
.
Begründe die Aussage
Es soll gelten:
Du sollst begründen, warum daraus
folgt.
Die Integraldarstellung lässt sich umschreiben in:
Die Dichtefunktion
ist symmetrisch zu
, deshalb ist der Mittelwert von
und
gerade
und es gilt
.
