Aufgabe 1B
Beim maschinellen Lernen simuliert man das Verhalten von menschlichen Nervenzellen. Dabei entscheidet eine künstliche Zelle mithilfe einer sogenannten Aktivierungsfunktion, ob sie ein Signal ausgibt. Die Funktion
mit
ist eine mögliche Aktivierungsfunktion. Dabei wird
als Eingangswert und
als Aktivitätsmaß bezeichnet.
Betrachtet wird nun zusätzlich die Funktion
mit
für
.
,
und
Erläutere einen Weg, wie man mithilfe des Dreiecks
den Inhalt der Fläche zwischen dem Graphen von
und der
-Achse berechnen kann.
a)
Berechne für den Eingangswert
das Aktivitätsmaß.
Markiere in Abbildung 1 den Bereich auf der
-Achse, für den das Aktivitätsmaß mindestens
und höchstens
beträgt.
Berechne die Eingangswerte, für die
Markiere in Abbildung 1 den Bereich auf der
- das Aktivitätsmaß von
überschritten wird,
- die lokale Änderungsrate des Aktivitätsmaßes mit der durchschnittlichen Änderungsrate auf dem Intervall
übereinstimmt.
(12 BE)
b)
Eine Funktion ist als Aktivierungsfunktion besonders geeignet, wenn sie die folgenden Kriterien erfüllt:
und
als Aktivierungsfunktionen jeweils besonders geeignet sind.
- Sie ist monoton wachsend.
- Die Steigung des Funktionsgraphen ist in der Intervallmitte maximal.
- Der Inhalt der Fläche zwischen dem Funktionsgraphen und der
-Achse im Intervall
ist kleiner als
des Inhalts der Fläche zwischen dem Funktionsgraphen und der
-Achse im gesamten Intervall.
(15 BE)
c)
Der Graph von
ist punktsymmetrisch zum Punkt
.
Erläutere, auch mithilfe einer Skizze, wie man dies nachweisen kann.
Betrachtet wird das Dreieck mit den Eckpunkten Erläutere, auch mithilfe einer Skizze, wie man dies nachweisen kann.
Erläutere einen Weg, wie man mithilfe des Dreiecks
(8 BE)
d)
Die Funktionen
mit
werden unabhängig vom Sachkontext betrachtet.
Abbildung 3 zeigen die Graphen von
,
und
.
Gib an, welche Funktion zu welchem Graphen gehört.
Zeige, dass
keinen Einfluss auf die Koordinaten der Wendepunkte der Graphen von
hat.
Untersuche, ob es einen Wert für
gibt, so dass der Graph von
nur eine Nullstelle besitzt und an der Stelle
eine Steigung größer als
hat.
werden unabhängig vom Sachkontext betrachtet.
Abbildung 3 zeigen die Graphen von
Zeige, dass
(11 BE)
a)
Aktivitätsmaß für
berechnen:
Setze
in die Funktion
ein.
Das Aktivitätsmaß für
beträgt gerundet
.
Bereich markieren:
Definiere
und
.
Die Markierung des Intervalls befindet sich von etwa
bis etwa
auf der
-Achse.
lösen:
Löse
mit Hilfe deines CAS-Taschenrechners.
liefert im Intervall
die Lösung
.
liefert im Intervall
die Lösungen
.
Für
wird das Aktivitätsmaß
überschritten.
Eingangswerte berechnen:
Die durchschnittliche Änderungsrate auf dem Intervall
entspricht der Steigung der Sekante durch die Punkte
und
.
Die durchschnittliche Änderungsrate auf dem Intervall
beträgt
.
Die lokale Änderungsrate (Ableitung) entspricht der Steigung der Tangente in einem entsprechenden Punkt.
Gesucht sind die
-Werte, für die
gilt.
Löse
mit Hilfe deines CAS-Taschenrechenrs.
liefert im Intervall
die Lösungen
und
.
Für die Eingangswerte
und
stimmt die lokale Änderungsrate des Aktivitätsmaßes mit der durchschnittlichen Änderungsrate auf dem Intervall
überein.
Setze
Bereich markieren:
Löse
Eingangswerte berechnen:
Die durchschnittliche Änderungsrate auf dem Intervall
Die lokale Änderungsrate (Ableitung) entspricht der Steigung der Tangente in einem entsprechenden Punkt.
Gesucht sind die
b)
Kriterien erläutern:
Funktion
:
Es gilt:
für alle Werte von
im Intervall
Daraus folgt, dass das erste Kriterium für
erfüllt ist.
Für das zweite Kriterium bestimme nun mit Hilfe deines CAS-Taschenrechners das Maximum von
.
TI nspire CAS
Casio Classpad II
Das Maximum von
befindet sich an der Stelle
.
Also liegt in der Intervallmitte die größte Steigung vor und das zweite Kriterium ist für
erfüllt.
Die Integrale kannst du ebenfalls mit deinem CAS-Taschenrechner bestimmen.
TI nspire CAS
Casio Classpad II


Überprüfe nun, ob
gilt.
Damit erfüllt die Funkrion
alle drei Kriterien und ist somit als Aktivierungsfunktion besonders geeignet.
Funktion
:
In der Abbildung mit dem Graph von
kann man erkennen, dass
das zweite Kriterium nicht erfüllt, denn an der Stelle
ist die Steigung kleiner als an anderen Stellen.
Da ein Kriterium nicht erfüllt ist, ist
somit als Aktivierungsfunktion nicht besonders geeignet.
- Monoton wachsende Funktionen haben die Eigenschaft
.
- Es wird das Intervall
betrachtet, folglich ist die Intervallmitte bei
.
Der Graph einer Funktion hat im betrachteten Intervall seine größte Steigung an der Stelle, an der die Ableitung im betrachteten Intervall ihr Maximum besitzt.
Folglich müsste die Ableitung der Funktion ein Maximum an der Stellehaben, um das zweite Kriterium zu erfüllen.
- Den Flächeninhalt des gesamten Intervalls berechnest du mit einem Integral mit den Grenzen
und
. Der Term für die gesamte Fläche lautet
.
Den Flächeninhalt der Fläche zwischen der-Achse und dem jeweiligen Funktionsgraphen im Intervall
berechnest du mit dem Intervallterm
.
Die Bedingung der Aufgabenstellung ist erfüllt, wenn.
Funktion
menu
6: Graph analysieren
3: Maximum
Analyse
Grafische Lösung
Maximum
menu
4: Analysis
3: Integral
keyboard
Math2
Funktion
c)
Punktsymmetrie nachweisen:
Der Graph von
ist punktsymmetrisch, wenn für alle Werte von
zwischen
und
gilt:
Mithilfe der Rechnung und der Skizze lässt sich die Punktsymmetrie nachweisen.
Weg erläutern:
Da sowohl der Graph von
als auch die Gerade
durch die Punkte
und
punktsymmetrisch zum Punkt
sind, sind die Flächen
und
gleich groß.
Der Inahlt der Fläche zwischen dem Graphen von
und der
-Achse ist somit gleich dem Inhalt der Fläche zwischen dem Graphen von
und der
-Achse im Intervall
.
Diese Fläche lässt sich in das Dreieck
und ein Rechteck mit den Eckpunkten
,
,
und
zerlegen.
Der Graph von
Weg erläutern:
Da sowohl der Graph von
Der Inahlt der Fläche zwischen dem Graphen von
Diese Fläche lässt sich in das Dreieck
d)
Graphen zuordnen:
gehört zu Graph
.
gehört zu Graph
.
gehört zu Graph
.
Koordinaten der Wendepunkte der Graphen von
ermitteln:
Notwendige Bedingung für Wendepunkte:
Hinreichende Bedingung für Wendepunkte:
für
, daraus folgt, dass es sich für
um eine Wendestelle handelt.
Die
-Koordinate berechnest du mit
.
Da für jeden Wert von
gilt, hat der Parameter
keinen Einfluss auf die Koordinaten der Wendepunkte der Graphen von
.
Möglichen Wert
bestimmen:
Die Nullstellen von
sind
,
und
.
. Bedingung:
Der Graph von
hat genau dann nur eine Nullstelle, wenn
und
nicht existieren, das heißt, wenn
ist.
Mit dem Satz vom Nullprodukt folgt daraus:
oder
Der Graph von
hat genau dann nur
als einzige Nullstelle, wenn
gilt.
. Bedingung:
Der Graph von
soll an der Stelle
eine Steigung größer als
haben, das heißt, dass
gelten muss.
Daraus folgt, dass
für
ist.
Wegen
für
gibt es keinen Wert von
so, dass
die geforderten Bedingungen erfüllt.
Koordinaten der Wendepunkte der Graphen von
Möglichen Wert
Die Nullstellen von