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Abi-Aufgaben eA (GTR)
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Aufgabe 1A

Unter der Körpertemperatur eines Menschen versteht man die Temperatur des Körperinneren.
Die Körpertemperatur eines gesunden Menschen (Normaltemperatur) wird mit \(37,0^{\circ}\text C\) angenommen.
Bei Temperaturen ab \(37,9 ^{\circ} \text {C}\) spricht man von Fieber.
Der zeitliche Verlauf der Körpertemperatur einer erkrankten Person lässt sich bei bestimmten Erkrankungen modellhaft mithilfe der Funktion \(f\) mit \(f(t)=37+3t\cdot e^{-\frac{1}{7}t^2}\), \(t\geq 0\), beschreiben.
Dabei ist \(t\) die Zeit in Tagen nach dem Ausbruch der Krankheit und \(f(t)\) die Körpertemperatur in \(^{\circ} \text C\).
Die Ableitungsfunktion \(f‘\) ist gegeben durch \(f‘(t)=\left(3- \frac{6}{7}t^2\right)\cdot e^{-\frac{1}{7}t^2}\).
Die zu ermittelnden Zeiten sollen in Tagen, auf eine Nachkommastelle gerundet, angegeben werden.
a)
Berechne
  • die Abweichung der Körpertemperatur der erkrankten Person am Ende des ersten Tages von der Normaltemperatur,
  • die Länge des Zeitraumes, in dem die Person Fieber hat.
Berechne \(f‘(2)\) und deute diesen Wert im Sachzusammenhang.
Nenne zwei Aspekte, die verdeutlichen, dass es sich bei diesem Modell um eine Vereinfachung der Realität handelt.
(11 BE)
b)
Ermittle den Zeitpunkt, zu dem die Körpertemperatur der Person am stärksten ansteigt, und den Zeitpunkt, zu dem sie am stärksten abnimmt.
Die Temperatur der Person sinkt zu einem Zeitpunkt unter \(37,5 ^{\circ} \text C\).
Begründe mithilfe des Terms der 1. Ableitung von \(f\), dass es ab diesem Zeitpunkt die Temperatur dauerhaft \(37,5 ^{\circ} \text C\) bleibt.
(11 BE)
c)
Eine andere Person mit gleichem Krankheitsverlauf nimmt \(3\) Tage nach Ausbruch der Krankheit ein fiebersenkendes Medikament ein. Man geht davon aus, dass ab diesem Zeitpunkt die Temperatur exponentiell abnimmt und sich der Normaltemperatur nähert.
Sechs Stunden nach der Einnahme des Medikaments beträgt die Temperatur \(37,6 ^{\circ} \text C\).
Bestimme den Zeitpunkt nach der Medikamenteneinnahme, zu dem die Person fieberfrei wird.
(9 BE)
d)
Die Funktionen \(f_k\) mit \(f_k(t)=37+3t\cdot e^{-k\cdot t^2}\),\(t\geq 0\), \(k \gt  0\), können ebenfalls modellhaft den Temperaturverlauf bei bestimmten Erkrankungen beschreiben. Dabei ist \(t\) die Zeit in Tagen nach dem Ausbruch der Krankheit und \(f_k(t)\) die Körpertemperatur in \(^{\circ} \text C\). Der Parameter \(k\) hängt von der maximalen Körpertemperatur während der Erkrankung ab.
Für jeden Wert von \(k\) sind die Ableitungsfunktion \(f_k‘\) durch \(f_k‘(t)=(3-6k\cdot t^2)\cdot e^{-k\cdot t^2}\) und eine Stammfunktion \(F_k\) durch \(F_k(t)=37t-\dfrac{3}{2k}\cdot e^{-k\cdot t^2}\) gegeben. Für jeden Wert von \(k\) hat der Graph von \(f_k\) genau einen Hochpunkt.
In der Abbildung 1 sind die Graphen der Funktionen \(f_{0,1}\) und \(f_{0,2}\) dargestellt.
Entscheide, welcher Graph zu welcher Funktion gehört.
Für jeden Wert von \(k\) wird der Inhalt \(A(k)\) der Fläche zwischen dem Graphen von \(f_k\) und der Geraden zu \(y=37\) als ein Maß für die Belastung einer erkrankten Person angenommen.
Zeige, dass \(A(k)=\dfrac{3}{2k}\) gilt.
Bestimme alle Werte von \(k\), für die die Graphen von \(f_k\) einen Temperaturverlauf ohne Fieber beschreiben.
(15 BE)
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