Pflichtteil
Aufgabe P1
Für jeden Wert von
ist eine Funktion
gegeben durch
.
a) Begründen Sie mithilfe der Lage des Graphen von
im Koordinatensystem, dass
gilt.
(2P)
b) Bestimmen Sie denjenigen Wert von
, für den
gilt.
(3P)
Aufgabe P2
Die Abbildung zeigt den Graphen einer Funktion
.
a) Beschreiben Sie für
den Verlauf des Graphen einer Stammfunktion von
.
(2P)
b) Skizzieren Sie in der Abbildung den Graphen einer Stammfunktion von
im gesamten dargestellten Bereich.

(3P)
Aufgabe P3
Gegeben ist die Funktion
mit
.
a) Bestimmen Sie die Nullstellen der Funktion
.
(2P)
b) Zeigen Sie, dass die Funktion
mit
eine Stammfunktion von
ist.
(2P)
c) Zeigen Sie, dass
gilt.
(2P)
Aufgabe P4
In Urne A befinden sich zwei rote und drei weiße Kugeln. Urne B enthält drei rote und zwei weiße Kugeln.
Betrachtet wird folgendes Zufallsexperiment:
Aus Urne A wird eine Kugel zufällig entnommen und in Urne B gelegt; danach wird aus Urne B eine Kugel zufällig entnommen und in Urne A gelegt.
Betrachtet wird folgendes Zufallsexperiment:
Aus Urne A wird eine Kugel zufällig entnommen und in Urne B gelegt; danach wird aus Urne B eine Kugel zufällig entnommen und in Urne A gelegt.
a) Geben Sie alle Möglichkeiten für den Inhalt der Urne A nach der Durchführung des Zufallsexperiments an.
(2P)
b) Betrachtet wird das Ereignis E: Nach Durchführung des Zufallsexperiments befinden sich wieder drei weiße Kugeln in Urne A.
Untersuchen Sie, ob das Ereignis E eine größere Wahrscheinlichkeit als sein Gegenereignis hat.
Untersuchen Sie, ob das Ereignis E eine größere Wahrscheinlichkeit als sein Gegenereignis hat.
(3P)
Aufgabe P5
Gegeben sind die Matrix
mit
und der Vektor
mit
.
a) Berechnen Sie das Produkt
.\newline Geben Sie zwei von
verschiedene Vektoren
und
an, sodass gilt:
.
(3P)
b) Zeigen Sie, dass für alle Vektoren
gilt:
.
(2P)
(20P)
Aufgabe P1
a)
Begründung für positives Integral
Begründe mithilfe der Lage des Graphen von
im Koordinatensystem, dass gilt:
.
Schaue dir dafür die Gleichung von
an. Dabei stellst du fest, dass der Graph von
eine nach unten geöffnete Normalparabel, die um 1 Einheit nach oben verschoben ist, darstellt. Die Nullstellen sind gegeben durch
und
, das bedeutet, dass der Graph von
im Bereich
oberhalb der
-Achse verläuft. Das Integral
ist somit positiv.
b)
Wert für
bestimmen
Bestimme den Wert von
, für den
gilt. Finde dafür zuerst eine Stammfunktion
von
. Diese erhältst du mithilfe folgender Formel:
Die Stammfunktion von
ist also gegeben durch
. Berechne nun das Integral:
Setze diesen Term nun gleich Null und löse nach
auf:
Der gesuchte Wert ist gegeben durch
.
Aufgabe P2
a)
Graph der Stammfunktion beschreiben
Im Bereich
hat der Graph eine Nullstelle mit Vorzeichenwechsel. Das bedeutet, dass der Graph einer Stammfunktion von
in diesem Bereich einen Extrempunkt hat, weil dadurch sowohl die notwendige Bedingung, wie auch die hinreichende Bedingungfür ein Extremum erfüllt sind. Da der Vorzeichenwechsel von
nach
verläuft, ist die Steigung vor der Extremstelle positiv und nach der Extremstelle negativ. Es handelt sich somit um einen Hochpunkt.
b)
Graphen einer Stammfunktion skizzieren
Du sollst den Graphen einer Stammfunktion von
im gesamten dargestellten Bereich skizzieren. Dieser hat an der Stelle
einen Hochpunkt. Für größere
-Werte nähert sich die Funktion
der
-Achse, bleibt jedoch negativ. Das bedeutet, dass der Graph der Stammfunktion nach dem Hochpunkt eine negative Steigung hat. Vor dem Hochpunkt verläuft der Graph der Funktion
oberhalb der
-Achse, deshalb hat der Graph der Stammfunkion vor dem Hochpunkt eine positive Steigung.

Aufgabe P3
a)
Nullstellen bestimmen
Du sollst die Nullstellen der Funktion
angeben. Dafür setzt du den Funktionsterm von
mit Null gleich (
):
Die Nullstellen von
sind gegeben durch
und
.
b)
Zeige, dass
eine Stammfunktion von
ist
Zeige, dass die Funktion
mit
,\quad
, eine Stammfunktion von
ist. Leite die Funktion dafür mit Hilfe der Produktregel ab:
Hier gilt
mit
und
mit
.
Die Ableitung entspricht der Funktion
, somit ist
eine Stammfunktion von
.
c)
Integral berechnen
Berechne das Integral:
Somit gilt
.
Aufgabe P4
a)
Möglichkeiten für den Inhalt der Urne A angeben
Du sollst alle Möglichkeiten für den Inhalt der Urne A nach der Durchführung des Zufallsexperiments angeben.
Wenn aus der Urne A eine rote Kugel entnommen wird und wieder eine rote Kugel aus der Urne B in die Urne A gelegt wird, bleibt es bei:
2 rote Kugeln, 3 weiße Kugeln
Wenn aus der Urne A eine weiße Kugel entnommen wird und wieder eine weiße Kugel aus der Urne B in die Urne A gelegt wird, bleibt es bei:
2 rote Kugeln, 3 weiße Kugeln
Wenn aus der Urne A eine rote Kugel entnommen wird und eine weiße Kugel aus der Urne B in die Urne A gelegt wird, gilt für den Inhalt der Urne A:
1 rote Kugel, 4 weiße Kugeln
Wenn aus der Urne A eine weiße Kugel entnommen wird und eine rote Kugel aus der Urne B in die Urne A gelegt wird, gilt für den Inhalt der Urne A:
3 rote Kugeln, 2 weiße Kugeln Die Möglichkeiten für den Inhalt der Urne A sind gegeben durch:
- 2 rote Kugeln, 3 weiße Kugeln
- 1 rote Kugel, 4 weiße Kugeln
- 3 rote Kugeln, 2 weiße Kugeln
b)
Wahrscheinlichkeit berechnen
Das Ereignis E ist gegeben durch: Nach Durchführung des Zufallsexperiments befinden sich wieder drei weiße Kugeln in Urne A.
Um entscheiden zu können, ob die Wahrscheinlichkeit größer ist, als die des Gegenereignisses, berechne die Wahrscheinlichkeit des Ereignis E. Für das Ereignis E gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder es wird sowohl aus Urne A, als auch aus Urne B eine rote Kugel entnommen oder es wird aus beiden Urnen eine weiße Kugel entnommen. Die entsprechende Wahrscheinlichkeit ergibt sich mit Hilfe der Pfadregeln
Die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses ist dann gegeben durch:
.
Die Wahrscheinlichkeit des Ereignis E ist größer als die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses.
Aufgabe P5
a)
Matrix-Vektor-Multiplikation
Berechne das Produkt
. Du berechnest dieses Produkt durch komponentenweise Multiplikation der Einträge der 1., 2. bzw. 3. Zeile von
mit den Elementen von
und durch Summation über diese Produkte:
Vektoren bestimmen
Du sollst nun zwei von
verschiedene Vektoren
und
angeben, sodass gilt:
.
Für die beiden Vektoren muss also gelten, dass bei Multiplikation mit
die ersten beiden Einträge 0 ergeben und der dritte Eintrag
. Somit muss der dritte Eintrag beider Vektoren
sein. Für die ersten beiden Einträge der Vektoren muss gelten, dass diese den gleichen Betrag haben und unterschiedliches Vorzeichen. Das ist der Fall, da diese jeweils mit 1 multipliziert werden und addiert jedoch 0 ergeben müssen.
Somit sind zwei mögliche Vektoren gegeben durch
und
.
b)
Beweise die Aussage
Du sollst zeigen, dass für alle Vektoren
gilt:
. Multipliziere dafür die Matrix
mit
:
Da das Ergebnis von
und damit unabhängig von
ist , ist somit die Aussage bewiesen.