Aufgabe 1A
Eine Isolierkanne besteht aus einer Kunststoffhülle sowie einem Glaseinsatz und soll modellmäßig beschrieben werden.
Die Kanne wird entsprechend der Abbildung 1 der Anlage im Koordinatensystem liegend betrachtet.
Außen wird der obere Rand der Hülle für
beschrieben durch eine Funktion
mit
;
und
in Zentimetern.
_2015_analysis_kanne.png)
a) Die parallel zur
-Achse gemessene Wandstärke der Hülle beträgt
.
Begründe, dass innen der obere Rand der Hülle für
durch eine Funktion
mit
beschrieben wird;
und
in Zentimetern.
Bestimme den Innendurchmesser der Hülle am Boden und den maximalen Innendurchmesser der Hülle.
Die Hülle erhält einen zylinderförmigen Einsatz aus Glas wie in der Abbildung 1 dargestellt. Seine Wandstärke beträgt
. Der Einsatz reicht vom Boden bis
unterhalb der Öffnung.
Berechne die Höhe, bis zu der der Einsatz gefüllt werden muss, damit er
Flüssigkeit enthält.
(14P)
b) An der Hülle wird ein Griff angebracht. Der Rand des Griffs wird für
beschrieben durch eine Funktion
mit
;
und
in Zentimetern.
Zeige, dass der Übergang zwischen der Modellierung von Griff und Hülle an der Stelle
zwar sprung- und knickfrei, aber nicht krümmungsruckfrei ist.
Der obere Rand der Hülle hat im Punkt
eine waagerechte Tangente.
Bestimme die Größe des Winkels
, unter dem der Griff am Punkt
auf den oberen Rang der Hülle trifft.
Zeige, dass der parallel zur
-Achse gemessene Abstand zwischen Griff und oberem Rand der Hülle stets kleiner als
ist.
(14P)
c) Die äußere Hülle (ohne Deckel und Boden) wird aus Kunststoff gefertigt.
Berechne das Volumen des dafür benötigten Kunststoffs.
Die senkrecht zum Graphen von
gemessene Dicke
der Hülle soll untersucht werden.
Eine Gerade, die senkrecht zum Graphen von
durch den Punkt
verläuft, hat die Gleichung
.
Untersuche, ob die Dicke
im Punkt
um weniger als
von der parallel zur
-Achse gemessene Wandstärke abweicht.
(11P)
d) Unabhängig vom Sachzusammenhang werden Graphen ganzrationaler Funktionen
dritten Grades betrachtet, die neben einem Wendepunkt auch einen Hoch- und einen Tiefpunkt haben.
In der Abbildung 2 der Anlage ist der Graph der zugehörigen Ableitungsfunktion
dargestellt.
Begründe mithilfe der Abbildung 2, dass für jeden Graphen einer ganzrationalen Funktion
dritten Grades mit obigen Eigenschaften gilt:
- Die
-Koordinate des Wendepunktes liegt in der Mitte zwischen der
-Koordinate des Hoch- und der
-Koordinate des Tiefpunktes.
- Hoch-, Wende- und Tiefpunkt liegen auf einer Geraden.
(7P)
Material
_2015_abb1_vollstaendig.png)
_2015_abb2.png)
a)
Funktion
begründen
Der äußere obere Rand der Isolierkanne wird durch die Funktion
beschrieben. Dabei werden die Werte
in Zentimeter angegeben.
Die Kanne hat eine Wandstärke von
. Dies entspricht
. Die Wandstärke wurde parallel zur
-Achse gemessen. Verschiebst du die Funktion
um
in negative
-Richtung, so erhältst du die Funktion
.
Die Funktion
beschreibt den inneren oberen Rand der Isolierkanne.
Innendurchmesser
am Boden bestimmen
Der Boden der Kanne wird durch
beschrieben. Die Funktion
beschreibt an jedem Punkt den Innenradius
der Kanne. Der Durchmesser
entspricht:
Um nun den Innendurchmesser
zu berechnen, setzt du den Wert
in die Funktion
ein und multiplizierst mit
.
Es gilt:
Dies kannst du mit dem GTR berechnen. Wechsle dazu mit deinem GTR in das Y=-Menü und speichere dort den Funktionsterm von
. Hast du diesen dort gespeichert, dann lass dir den zugehörigen Graphen über GRAPH anzeigen. Den Funktionswert an der Stelle
erhältst du mit dem Befehl
Der Innendurchmesser
am Boden beträgt etwa
.
Maximalen Innendurchmesser
bestimmen
Um den maximalen Innendurchmesser zu berechnen, benötigst du den Hochpunkt des Graphen von
. Der
-Wert des Hochpunktes entspricht dem maximalen Radius der Kanne. Mit der Beziehung
kannst du dann den maximalen Durchmesser berechnen.
Für ein Maximum der Funktion
müssen folgende Bedingungen gelten:
2. Schritt: Notwendige Bedingung prüfen
Die Funktion
hat an den Stellen
und
potentielle Extremstellen.
3. Schritt: Hinreichende Bedingung prüfen
Setze nun die potentielle Extremstellen in den Term der zweiten Ableitung
ein.
Die Funktion
hat an der Stelle
ein Maximum und an der Stelle
ein Minimum.
4. Schritt: Maximalen Durchmesser berechnen
Setze nun
in den Term der Funktion
ein, um den maximalen Radius zu berechnen. Anschließend multiplizierst du den Radius mit
, um den maximalen Durchmesser zu berechnen. Nutze dazu deinen GTR wie in der vorigen Teilaufgabe:
Der maximale Durchmesser beträgt
.
Höhe
berechnen
Der Einsatz soll nun nur mit
Litern befüllt werden. Um die Höhe
zu berechnen, bis zu der der Einsatz befüllt ist, löst du die Formel zur Berechnung des Volumens nach der Höhe auf. Anschießend kannst du den Wert für den Radius
berechnen und diesen zusammen mit
in die Formel einsetzen.
1. Schritt: Volumenformel umformen
Forme die Formel zur Berechnung des Volumes so um, dass du die Höhe berechnen kannst:
Da
in der Aufgabenstellung vorgegeben ist, musst du noch den Innenradius
des Einsatzes berechnen.
2. Schritt: Innenradius
berechnen
Berechne den Innenradius
des Glaseinsatzes. Dieser berührt die Kanne an dem tiefstem Punkt der Funktion
. Berechne daher den Tiefpunkt des Graphen zu
. Beachte dabei die Wandstärke.
Für ein Minimum von
gelten folgende Bedingung:
an der Stelle
ein Minimum hat.
Setze den Wert
in den Term der Funktion
ein. Dein GTR liefert dir:
Der Tiefpunkt
hat die Koordinaten
.
Demnach hat der Einsatz folgenden Radius
, da
wegen der Wandstärke abgezogen werden müssen:
3. Schritt: Radius und Volumen einsetzen
Setzt du den Innenradius
und das Volumen
in die umgeformte Volumenformel ein, so erhältst du:
Der Einsatz ist bis zu einer Höhe von ca.
mit Flüssigkeit befüllt.
2nd
CALC (TRACE)
1:value
Damit ergibt sich:
_2015_analysis_a1a_l1_b1_ti.png)
- Notwendige Bedingung:
- Hinreichende Bedingung:
- Bilde die erste und zweite Ableitung
- Prüfe die notwendige Bedingung
- Prüfe die hinreichende Bedingung
- Berechne den maximalen Durchmesser
_2015_analysis_a1a_l1_b2_ti.png)
- Notwendige Bedingung:
- Hinreichende Bedingung:
_2015_analysis_a1a_l1_b3_ti.png)
b)
Übergang begründen
Es wird ein Griff an die Kanne angebracht, der durch die Funktion
in dem Bereich
beschrieben wird.
Nun kannst du mit deinem GTR die Eigenschaften des Übergangs überprüfen. Wechsle dazu mit deinem GTR in das Y=-Menü und speichere dort die Funktionsterme von
und
bzw. von deren Ableitungen. Hast du diese dort gespeichert, dann lass dir die zugehörigen Graphen über GRAPH anzeigen. Die Funktionswerte an der Stelle
erhältst du mit dem Befehl
- Damit der Übergang zwischen Kanne und Griff sprungfrei verläuft, müssen die Funktionen
und
an der Stelle
den gleichen Funktionswert haben.
- Ist der Übergang knickfrei, so müsse die Funktionen an der Stelle
die selbe Steigung haben. Die Werte der ersten Ableitungen müssen daher an der zu untersuchenden Stellen gleich sein.
- Um zu zeigen, dass der Übergang nicht krümmungsruckfrei ist, musst du die zweiten Ableitungen betrachten. Sind die Funktionswerte der zweiten Ableitungen von
und
an der Stelle
nicht gleich, so ist der Übergang nicht krümmungsruckfrei.
2nd
CALC (TRACE)
1:value
Damit erhältst du:
_2015_analysis_a1a_l1_b4_1_ti.png)
_2015_analysis_a1a_l1_b4_2_ti.png)
_2015_analysis_a1a_l1_b5_1_ti.png)
_2015_analysis_a1a_l1_b5_2_ti.png)
_2015_analysis_a1a_l1_b6_1_ti.png)
_2015_analysis_a1a_l1_b6_2_ti.png)
_2015_analysis_a1a_l1_b7_ti.png)
2nd
CALC (TRACE)
4:maximum
_2015_analysis_a1a_l1_b8_ti.png)
c)
Volumen des benötigten Kunststoffes berechnen
Um das Volumen der äußeren Hülle ohne Deckel und Boden zu berechnen, berechnest du das Volumen der Isolierkanne mit äußerem Rand
, sowie das Volumen der Isolierkanne mit innerem Rand
. Die Differenz liefert das für den Kunststoff benötigte Volumen. Die einzelnen Volumina berechnest du mit der Formel für das Volumen eines Rotationskörpers (durch Rotation einer Fläche, die vom Graphen einer Funktion
und der
-Achse begrenzt ist):
Wechsle mit deinem GTR in das Y=-Menü und speichere dort die Funktionsterme von
und
. Hast du diese dort gespeichert, kannst du das Integral über
und
einsetzt, da der Hüllenrand laut Aufgabenstellung im Intervall
definiert ist. Multiplizieren mit
liefert:
Es werden ca.
Kunststoff für die äußere Hülle benötigt.
Abweichung von der Dicke zur Wandstärke untersuchen
Um zu prüfen, ob die Dicke
im Punkt
weniger als
von der parallel zur
-Achse gemessenen Wandstärke abweicht, musst du
berechnen. Da die Gleichung
der Geraden, die senkrecht zu
durch den Punkt
verläuft, in der Aufgabenstellung gegeben ist, kannst du mit deinem GTR den Schnittpunkt
der Graphen von
und
ermitteln. Der gesuchte Abstand
ergibt sich aus dem Abstand zwischen
und
. Überprüfe, ob dieser weniger als
von der Wandstärke, die
beträgt, abweicht.
Wechsle mit deinem GTR in das Y=-Menü und speichere dort die Funktionsterme von
und
. Hast du diese dort gespeichert, dann lass dir die zugehörigen Graphen über GRAPH anzeigen. Den Schnittpunkt der Graphen erhältst du mit dem Befehl
Die auf vier Stellen gerundeten Koordinaten des Schnittpunkts lauten
.
Nutze die Formel für den Abstand zweier Punkte, um den Abstand
zwischen
und
zu berechnen:
Somit beträgt die Dicke im Punkt
etwa
.
der Wandstärke sind
.
Die Abweichung von Wandstärke und Dicke beträgt
.
Wegen
, beträgt die Abweichung der senkrecht zum Graphen von
gemessenen Dicke
von der Wandstärke weniger als
.
MATH
9:fnInt(
berechnen, indem du die Grenzen _2015_analysis_a1a_l1_b9_ti.png)
2nd
CALC (TRACE)
5:intersect
Damit erhältst du:
_2015_analysis_a1a_l1_b10_ti.png)
d)
Aussagen begründen
1. Aussage begründen
In dieser Teilaufgabe sollst du begründen, dass die
-Koordinate des Wendepunktes in der Mitte zwischen der
-Koordinate des Hochpunkts und der des Tiefpunkts liegt. Nutze dazu die Abbildung 2, die den Graphen einer möglichen Ableitungsfunktion
darstellt.
Folgendes kannst du aus der Aufgabenstellung folgern:
die Gerade, die parallel zur
-Achse durch
verläuft.
Der Graph von
ist achsensymmetrisch bezüglich der Geraden
. Daraus folgt, dass
in der Mitte der beiden Nullstellen
und
liegt. Somit liegt auch die Wendestelle der Funktion
genau in der Mitte zwischen Maximal- und Minimalstelle der Funktion
.
2. Aussage begründen
Hier sollst du zeigen, dass Hoch-, Wende- und Tiefpunkt auf einer Geraden liegen. Nutze dazu erneut die Symmetrie des Graphen von
aus Abbildung 2.
Der Graph von
beschreibt die Änderung des Graphen von
. Also liefert dir die Achsensymmetrie des Graphen von
bzgl. der Geraden
, dass die Änderung des Graphen von
zwischen
und
genauso groß wie die Änderung zwischen
und
ist. Damit sind Hoch- und Tiefpunkt des Graphen von
punktsymmetrisch zum Wendepunkt. Aus dieser Punktsymmetrie folgt, dass alle drei Punkte auf einer Geraden liegen.
- Die beiden Nullstellen
und
der Ableitungsfunktion sind nach der notwendigen Bedingung wegen
potentielle Extremstellen der Funktion
. Da der Graph von
laut Aufgabenstellung einen Hoch- und einen Tiefpunkt besitzt, liegen diese an den Stellen
und
.
- Die Extremstelle
der Funktion von
ist nach der hinreichenden Bedingung für eine Wendestelle eine potentielle Wendestelle der Funktion von
. Da in der Aufgabenstellung auch eine Wendestelle der Funktion von
vorausgesetzt wird, liegt diese bei
.
_2015_analysis_a1a_l_material2.png)
a)
Funktion
begründen
Der äußere obere Rand der Isolierkanne wird durch die Funktion
beschrieben. Dabei werden die Werte
in Zentimeter angegeben.
Die Kanne hat eine Wandstärke von
. Dies entspricht
. Die Wandstärke wurde parallel zur
-Achse gemessen. Verschiebst du die Funktion
um
in negative
-Richtung, so erhältst du die Funktion
.
Die Funktion
beschreibt den inneren oberen Rand der Isolierkanne.
Innendurchmesser
am Boden bestimmen
Der Boden der Kanne wird durch
beschrieben. Die Funktion
beschreibt an jedem Punkt den Innenradius
der Kanne. Der Durchmesser
entspricht:
Um nun den Innendurchmesser
zu berechnen, setzt du den Wert
in die Funktion
ein und multiplizierst mit
.
Es gilt:
Dies kannst du mit dem GTR berechnen. Wechsle dazu mit deinem GTR in das Graph-Menü und speichere dort den Funktionsterm von
. Hast du diesen dort gespeichert, dann lass dir den zugehörigen Graphen über F6:Draw anzeigen. Den Funktionswert an der Stelle
erhältst du mit dem Befehl
Der Innendurchmesser
am Boden beträgt etwa
.
Maximalen Innendurchmesser
bestimmen
Um den maximalen Innendurchmesser zu berechnen, benötigst du den Hochpunkt des Graphen von
. Der
-Wert des Hochpunktes entspricht dem maximalen Radius der Kanne. Mit der Beziehung
kannst du dann den maximalen Durchmesser berechnen.
Für ein Maximum der Funktion
müssen folgende Bedingungen gelten:
2. Schritt: Notwendige Bedingung prüfen
Die Funktion
hat an den Stellen
und
potentielle Extremstellen.
3. Schritt: Hinreichende Bedingung prüfen
Setze nun die potentielle Extremstellen in den Term der zweiten Ableitung
ein.
Die Funktion
hat an der Stelle
ein Maximum und an der Stelle
ein Minimum.
4. Schritt: Maximalen Durchmesser berechnen
Setze nun
in den Term der Funktion
ein, um den maximalen Radius zu berechnen. Anschließend multiplizierst du den Radius mit
, um den maximalen Durchmesser zu berechnen. Nutze dazu deinen GTR wie in der vorigen Teilaufgabe:
Der maximale Durchmesser beträgt
.
Höhe
berechnen
Der Einsatz soll nun nur mit
Litern befüllt werden. Um die Höhe
zu berechnen, bis zu der der Einsatz befüllt ist, löst du die Formel zur Berechnung des Volumens nach der Höhe auf. Anschießend kannst du den Wert für den Radius
berechnen und diesen zusammen mit
in die Formel einsetzen.
1. Schritt: Volumenformel umformen
Forme die Formel zur Berechnung des Volumes so um, dass du die Höhe berechnen kannst:
Da
in der Aufgabenstellung vorgegeben ist, musst du noch den Innenradius
des Einsatzes berechnen.
2. Schritt: Innenradius
berechnen
Berechne den Innenradius
des Glaseinsatzes. Dieser berührt die Kanne an dem tiefstem Punkt der Funktion
. Berechne daher den Tiefpunkt des Graphen zu
. Beachte dabei die Wandstärke.
Für ein Minimum von
gelten folgende Bedingung:
an der Stelle
ein Minimum hat.
Setze den Wert
in den Term der Funktion
ein. Dein GTR liefert dir:
Der Tiefpunkt
hat die Koordinaten
.
Demnach hat der Einsatz folgenden Radius
, da
wegen der Wandstärke abgezogen werden müssen:
3. Schritt: Radius und Volumen einsetzen
Setzt du den Innenradius
und das Volumen
in die umgeformte Volumenformel ein, so erhältst du:
Der Einsatz ist bis zu einer Höhe von ca.
mit Flüssigkeit befüllt.
F1: Trace
Damit ergibt sich:
_2015_analysis_a1a_l1_b1_casio.png)
- Notwendige Bedingung:
- Hinreichende Bedingung:
- Bilde die erste und zweite Ableitung
- Prüfe die notwendige Bedingung
- Prüfe die hinreichende Bedingung
- Berechne den maximalen Durchmesser
_2015_analysis_a1a_l1_b2_casio.png)
- Notwendige Bedingung:
- Hinreichende Bedingung:
_2015_analysis_a1a_l1_b3_casio.png)
b)
Übergang begründen
Es wird ein Griff an die Kanne angebracht, der durch die Funktion
in dem Bereich
beschrieben wird.
Nun kannst du mit deinem GTR die Eigenschaften des Übergangs überprüfen. Wechsle dazu mit deinem GTR in das Graph-Menü und speichere dort die Funktionsterme von
und
bzw. von deren Ableitungen. Hast du diese dort gespeichert, dann lass dir die zugehörigen Graphen über F6:Draw anzeigen. Die Funktionswerte an der Stelle
erhältst du mit dem Befehl
- Damit der Übergang zwischen Kanne und Griff sprungfrei verläuft, müssen die Funktionen
und
an der Stelle
den gleichen Funktionswert haben.
- Ist der Übergang knickfrei, so müsse die Funktionen an der Stelle
die selbe Steigung haben. Die Werte der ersten Ableitungen müssen daher an der zu untersuchenden Stellen gleich sein.
- Um zu zeigen, dass der Übergang nicht krümmungsruckfrei ist, musst du die zweiten Ableitungen betrachten. Sind die Funktionswerte der zweiten Ableitungen von
und
an der Stelle
nicht gleich, so ist der Übergang nicht krümmungsruckfrei.
F1: Trace
Damit erhältst du:
_2015_analysis_a1a_l1_b4_1_casio.png)
_2015_analysis_a1a_l1_b4_2_casio.png)
_2015_analysis_a1a_l1_b5_1_casio.png)
_2015_analysis_a1a_l1_b5_2_casio.png)
_2015_analysis_a1a_l1_b6_1_casio.png)
_2015_analysis_a1a_l1_b6_2_casio.png)
_2015_analysis_a1a_l1_b7_casio.png)
F5: G-Solv
F2: MAX
_2015_analysis_a1a_l1_b8_casio.png)
c)
Volumen des benötigten Kunststoffes berechnen
Um das Volumen der äußeren Hülle ohne Deckel und Boden zu berechnen, berechnest du das Volumen der Isolierkanne mit äußerem Rand
, sowie das Volumen der Isolierkanne mit innerem Rand
. Die Differenz liefert das für den Kunststoff benötigte Volumen. Die einzelnen Volumina berechnest du mit der Formel für das Volumen eines Rotationskörpers (durch Rotation einer Fläche, die vom Graphen einer Funktion
und der
-Achse begrenzt ist):
Wechsle mit deinem GTR in das Graph-Menü und speichere dort den Funktionsterm von
. Hast du diesen gespeichert, kannst du das Integral über
und
einsetzt, da der Hüllenrand laut Aufgabenstellung im Intervall
definiert ist:
Multiplizieren mit
ergibt:
.
Es werden ca.
Kunststoff für die äußere Hülle benötigt.
Abweichung von der Dicke zur Wandstärke untersuchen
Um zu prüfen, ob die Dicke
im Punkt
weniger als
von der parallel zur
-Achse gemessenen Wandstärke abweicht, musst du
berechnen. Da die Gleichung
der Geraden, die senkrecht zu
durch den Punkt
verläuft, in der Aufgabenstellung gegeben ist, kannst du mit deinem GTR den Schnittpunkt
der Graphen von
und
ermitteln. Der gesuchte Abstand
ergibt sich aus dem Abstand zwischen
und
. Überprüfe, ob dieser weniger als
von der Wandstärke, die
beträgt, abweicht.
Wechsle mit deinem GTR in das Graph-Menü und speichere dort die Funktionsterme von
und
. Hast du diese dort gespeichert, dann lass dir die zugehörigen Graphen über F6:Draw anzeigen. Den Schnittpunkt der Graphen erhältst du mit dem Befehl
Die auf vier Stellen gerundeten Koordinaten des Schnittpunkts lauten
.
Nutze die Formel für den Abstand zweier Punkte, um den Abstand
zwischen
und
zu berechnen:
Somit beträgt die Dicke im Punkt
etwa
.
der Wandstärke sind
.
Die Abweichung von Wandstärke und Dicke beträgt
.
Wegen
, beträgt die Abweichung der senkrecht zum Graphen von
gemessenen Dicke
von der Wandstärke weniger als
.
F5: G-Solv
F6
F3:
F1:
berechnen, indem du die Grenzen _2015_analysis_a1a_l1_b9_casio.png)
F5: G-Solv
F5: INTSECT
Damit erhältst du:
_2015_analysis_a1a_l1_b10_casio.png)
d)
Aussagen begründen
1. Aussage begründen
In dieser Teilaufgabe sollst du begründen, dass die
-Koordinate des Wendepunktes in der Mitte zwischen der
-Koordinate des Hochpunkts und der des Tiefpunkts liegt. Nutze dazu die Abbildung 2, die den Graphen einer möglichen Ableitungsfunktion
darstellt.
Folgendes kannst du aus der Aufgabenstellung folgern:
die Gerade, die parallel zur
-Achse durch
verläuft.
Der Graph von
ist achsensymmetrisch bezüglich der Geraden
. Daraus folgt, dass
in der Mitte der beiden Nullstellen
und
liegt. Somit liegt auch die Wendestelle der Funktion
genau in der Mitte zwischen Maximal- und Minimalstelle der Funktion
.
2. Aussage begründen
Hier sollst du zeigen, dass Hoch-, Wende- und Tiefpunkt auf einer Geraden liegen. Nutze dazu erneut die Symmetrie des Graphen von
aus Abbildung 2.
Der Graph von
beschreibt die Änderung des Graphen von
. Also liefert dir die Achsensymmetrie des Graphen von
bzgl. der Geraden
, dass die Änderung des Graphen von
zwischen
und
genauso groß wie die Änderung zwischen
und
ist. Damit sind Hoch- und Tiefpunkt des Graphen von
punktsymmetrisch zum Wendepunkt. Aus dieser Punktsymmetrie folgt, dass alle drei Punkte auf einer Geraden liegen.
- Die beiden Nullstellen
und
der Ableitungsfunktion sind nach der notwendigen Bedingung wegen
potentielle Extremstellen der Funktion
. Da der Graph von
laut Aufgabenstellung einen Hoch- und einen Tiefpunkt besitzt, liegen diese an den Stellen
und
.
- Die Extremstelle
der Funktion von
ist nach der hinreichenden Bedingung für eine Wendestelle eine potentielle Wendestelle der Funktion von
. Da in der Aufgabenstellung auch eine Wendestelle der Funktion von
vorausgesetzt wird, liegt diese bei
.
_2015_analysis_a1a_l_material2.png)