Aufgabe 1A
Die auf
definierte Funktion
mit
modelliert für
die Konzentration eines Medikamentenwirkstoffes im Blut. Dabei beschreibt
die Zeit in Stunden (
) nach der Einnahme des Medikamentes und
die Konzentration in Milligramm pro Liter
.
mit
gegeben.
In der Abbildung sind zwei Graphen der Schar dargestellt. Jeder Graph der Funktionenschar hat genau einen Extrempunkt. Eine Stammfunktion von
ist durch
gegeben.
a)
Berechne die Konzentration eine Stunde nach der Einnahme des Medikamentes. Gib den Zeitpunkt an, zu dem die Konzentration erstmals den Wert
annimmt.
Bestimme, wie lange die Konzentration mindestens
beträgt.
Bestimme, wie lange die Konzentration mindestens
(6 BE)
b)
Zeige rechnerisch, dass die Konzentration ungefähr
Stunden nach der Einnahme des Medikamentes mit etwa
am größten ist.
(4 BE)
c)
Bestimme den Zeitpunkt, zu dem die Konzentration genauso groß ist wie zwei Stunden später.
(3 BE)
d)
Bestimme die Lösung der Gleichung
und interpretiere die Lösung im Sachzusammenhang.
(4 BE)
e)
Eine vereinfachte Modellierung geht davon aus, dass bis
Stunden nach der Einnahme des Medikamentes die Konzentration durch
beschrieben wird und danach die Abnahmerate der Konzentration konstant ist. Dabei ist die konstante Abnahmerate so groß wie die Änderungsrate der durch
beschriebenen Konzentration nach
Stunden.
Bestimme den Zeitpunkt nach der Einnahme des Medikamentes, zu dem die Konzentration nach diesem Modell null ist.
Bestimme den Zeitpunkt nach der Einnahme des Medikamentes, zu dem die Konzentration nach diesem Modell null ist.
(4 BE)
f)
Vier Stunden nach der ersten Einnahme wird das Medikament in der gleichen Dosierung erneut eingenommen. Die Gesamtkonzentration ist zu jedem Zeitpunkt die Summe der durch
beschriebenen Konzentration, die sich aus der ersten und zweiten Einnahme ergeben. Die Gesamtkonzentration soll
nicht übersteigen.
Untersuche, ob diese Vorgabe eingehalten wird.
Unabhängig vom Sachzusammenhang ist die Funktionenschar Untersuche, ob diese Vorgabe eingehalten wird.
(4 BE)
In der Abbildung sind zwei Graphen der Schar dargestellt. Jeder Graph der Funktionenschar hat genau einen Extrempunkt. Eine Stammfunktion von

g)
Berechne die Werte von
, für die die Fläche zwischen dem Graph von
und der
-Achse im Intervall
den Inhalt
hat.
(4 BE)
h)
Entscheide, für welche Werte von
an der Extremstelle ein Maximum und für welche ein Minimum vorliegt.
Begründe deine Entscheidung ohne Berechnung der Extremstelle.
Begründe deine Entscheidung ohne Berechnung der Extremstelle.
(6 BE)
i)
Der Graph von
wird an der
-Achse gespiegelt.
Berechne die Werte von
, für die sich der gespiegelte Graph und der Graph
unter einem rechten Winkel schneiden.
Berechne die Werte von
(5 BE)
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a)
Konzentration eine Stunde nach Einnahme
Zeitpunkt bestimmen
Es soll gelten:
Mit dem solve-Befehl des Taschenrechners ergibt sich, dass die Konzentration nach ungefähr einer Viertelstunde erstmals den Wert
annimmt.
Intervall bestimmen
Es soll
gelten.
Mit dem solve-Befehl wird die Gleichnug
gelöst.
Daraus ergeben sich die Werte
und
erfüllt
Die Konzentration beträgt ungefähr 7,67 Stunden mindestens
b)
Die Konzentration soll nach
Stunden am höchsten sein, gesucht ist also das Maximum von
in
1. Schritt: Ableitungen aufstellen
2. Schritt: Notwendige Bedingung für Extremstellen anwenden
Diese Gleichung wird mit dem solve-Befehl des Taschenrechners gelöst.
Es ergibt sich
3. Schritt: Hinreichende Bedingung für Extremstellen anwenden
Also befindet sich das Maximum an der Stelle
4. Schritt: Funktionswert berechnen und Intervallränder überprüfen



Die Konzentration ist ca.
Stunden nach der Einnahme mit etwa
am größten.
c)
Gesucht ist die Lösung der Gleichung:
Mit dem solve-Befehl des Taschenrechners ergibt sich
Ungefähr 0,2 Stunden nach der Einnahme ist die Konzentration genauso groß wie zwei Stunden später.
d)
Es gilt:
Lösen dieser Gleichung mit dem solve-Befehl des Taschenrechners ergibt:
Die Ableitung
gibt die momentane Änderungsrate an der Stelle
an, während der Term
die durchschnittliche Änderungsrate zwischen den Stellen
und
angibt.
Im Sachzusammenhang bedeutet die Gleichung, dass die momentane Änderungsrate der Medikamentenkonzentration nach ungefähr 2,3 Stunden genauso groß ist, wie die durchschnittliche Änderungsrate zwischen den Zeitpunkten
und
e)
Die Konzentration für
wird durch die Tangente des Graphen von
durch den Punkt
beschrieben.
1. Schritt: Tangentengleichung aufstellen
Dafür wird zunächst der Funktionswert und die Steigung bei
berechnet.


Mit diesen Werten kann die Tangentengleichung aufgestellt werden:
2. Schritt: Nullstelle der Tangente berechnen
Es gilt
. Die Nullstelle wird über den solve-Befehl des Taschenrechners ermittelt.
Die Lösung ist
Ungefähr
Stunden nach der Einnahme ist die Konzentration nach diesem Modell gleich Null.
f)
Die Gesamtkonzentration wird durch die Funktion
für
beschrieben.
Es soll
für
gelten. Zur Überprüfung wird graphisch das Maximum von
mit dem Taschenrechner bestimmt.
Die Koordinaten des Hochpunktes sind ungefähr gegeben durch
Damit liegt der maximale Funktionswert bei
Die Vorgabe wird also eingehalten.
Es soll
g)
An der Abbildung ist erkennbar, dass die Graphen der Funktionenschar
nur die Nullstelle
besitzen. Die Graphen von
verlaufen also im Intervall
entweder nur oberhalb oder unterhalb der
-Achse.
Gesucht ist also ein Wert für
sodass
gilt.
Nach Aufgabenstellung ist bereits eine Stammfunktion
gegeben. Damit ergibt sich:
Diese Gleichung kann mit dem solve-Befehl des Taschenrechners gelöst werden.
Für
ergibt sich die Lösung
und für
die Lösung
h)
Es gilt
und
Der Abbildung kann entnommen werden, dass ein Maximum vorliegt, wenn
für
und ein Minimum vorliegt, wenn
für
ist.
Es muss dementsprechend untersucht werden, für welche Werte
die Schar
positiv bzw. negativ ist.
Ist
und
, so gilt
. Damit ist
Ist
und
, gilt
. Somit ist
Für
nimmt
an der Extremstelle ein Maximum an und für
ein Minimum.
Der Abbildung kann entnommen werden, dass ein Maximum vorliegt, wenn
Ist
i)
Wird der Graph von
an der
-Achse gespiegelt, ergibt sich die Funktion
1. Schritt: Schnittstelle berechnen
Mit dem solve-Befehl des Taschenrechners ergibt sich, dass sich die Graphen von
und von
an der Stelle
schneiden.
2. Schritt: Ableitungen bilden
Es gilt:
3. Schritt: Wert für
ermitteln
Der gespiegelte Graph und der Graph von
schneiden sich nur im Ursprung. Damit sich die Graphen im Ursprung senkrecht schneiden, muss
gelten.
Mit der
-Formel ergibt sich:
Es ergibt sich
und
Für diese Werte von
schneiden sich der gespiegelte Graph und der Graph von
unter einem rechten Winkel im Ursprung.