Lerninhalte in Mathe
Abi-Aufgaben GK (GTR)
Abi-Aufgaben GK (CAS)
Digitales Schulbuch
Inhaltsverzeichnis

Aufgabe 1

Aufgabenstellung
Ein Schüler beobachtet in einem Experiment insgesamt sechs Tage lang die Vermehrung von Pantoffeltierchen in einer Nährlösung. Zur Modellierung der Anzahl der Pantoffeltierchen während der ersten drei Tage verwendet er für \(0\leq t \leq 3\) die Funktion \(N_1\) mit der Gleichung
\(N_{1}(t)=500\cdot\mathrm{e}^{0,6\cdot t}\),   \(t\in\mathbb{R}\).
Dabei wird \(t\) als Maßzahl zur Einheit 1 Tag und \(N_{1}(t)\) als Anzahl der Pantoffeltierchen zum Zeitpunkt \(t\) aufgefasst.
Der Graph von \(N_1\) ist in der Abbildung dargestellt.
Grafik eines Graphen mit einer Kurve, die N(t) über der Zeit t darstellt. Abbildung
a) (1)  Berechne den Funktionswert von \(N_1\) an der Stelle \(t=3\) und interpretiere diesen Wert im Sachzusammenhang.
(3P)
(2)  Bestimme rechnerisch den Zeitpunkt, zu dem \(2.000\) Pantoffeltierchen in der Nährlösung vorhanden sind.
(3P)
(3)  Berechne, um wie viele Tiere pro Tag die Anzahl der Pantoffeltierchen in der Nährlösung während der ersten drei Tage durchschnittlich wächst.
(3P)
(4)  Wenn eine Funktion \(N\) die Anzahl der Pantoffeltierchen in einer Nährlösung beschreibt, dann ist durch \(\dfrac{1}{t_2-t_1}\cdot\mathop{\displaystyle\int}\limits_{t_1}^{t_2}N(t)\;\mathrm dt\) die durchschnittliche Anzahl von Pantoffeltierchen in der Nährlösung im Zeitintervall \([t_1;t_2]\) gegeben.
Berechne die durchschnittliche Anzahl von Pantoffeltierchen in der Nährlösung während des ersten Tages der Beobachtung (d. h. im Intervall \([0;1]\)).
[Zur Kontrolle: Die durchschnittliche Anzahl von Pantoffeltierchen in der Nährlösung während des ersten Tages der Beobachtung beträgt ungefähr \(685\).]
(5P)
(5)  Der Schüler berechnet einen Näherungswert für die durchschnittliche Anzahl von Pantoffeltierchen in der Nährlösung während des ersten Tages, indem er das arithmetische Mittel der Funktionswerte \(N_1(0)\) und \(N_1(1)\) bildet.
Zeige, dass das arithmetische Mittel der Funktionswerte \(N_1(0)\) und \(N_1(1)\) nur um ungefähr \(3\,\%\) von der in (4) berechneten durchschnittlichen Anzahl abweicht.
(5P)
(6)  Begründe, warum eine Funktion mit dem Funktionsterm \(500\cdot\mathrm e^{0,6\cdot t}\) nur für einen begrenzten Zeitraum zur Modellierung der Anzahl der Pantoffeltierchen geeignet ist.
(3P)
Während der ersten drei Tage (für \(0\leq t\leq 3\)) wird im Modell des Schülers die momentane Änderungsrate der Anzahl der Pantoffeltierchen durch die Funktion \(r_1\) mit der Gleichung
\(r_{1}(t)=300\cdot\mathrm{e}^{0,6\cdot t}\),   \(t\in\mathbb{R}\),
beschrieben.
Dabei wird \(r_{1}(t)\) als Maßzahl zur Einheit 1 Tier pro Tag aufgefasst.
b)  Für die Funktion \(r_1\) und die zugehörige Ableitungsfunktion \(r_{1}‘\) gilt für alle \(t\in\mathbb{R}\) die Aussage:
\(r_{1}(t)>0\) und \(r_{1}‘(t)>0.\)
[Die Gültigkeit dieser Aussage musst du nicht nachweisen.]
Interpretiere die Bedeutung dieser Aussage im Sachzusammenhang.
(6P)
c)  Bei der weiteren Beobachtung erkennt der Schüler, dass nach etwa drei Tagen die momentane Änderungsrate der Anzahl der Pantoffeltierchen geringer wird. Um die Entwicklung ab dem Zeitpunkt \(t=3\) zu prognostizieren, sucht er eine Funktion, für deren momentane Änderungsrate \(r_2\) zu jedem Zeitpunkt \(t=3+a\) mit \(0\leq a\leq3\) die Gleichung \(r_2(3+a)=r_1(3-a)\) gilt.
(1) Interpretiere die Bedeutung der Gleichung \(r_2(3+a)=r_1(3-a),\;\;\;0\leq a\leq3\) im Sachzusammenhang.
(3P)
(2)  Leite aus der Gleichung \(r_1(t)=300\cdot\mathrm e^{0,6\cdot t}\) für die momentane Änderungsrate \(r_1\) und der Gleichung \(r_2(3+a)=r_1(3-a),\;\;\;0\leq a\leq3\), die Gleichung
\(r_{2}(t)=300\cdot\mathrm e^{3,6-0,6\cdot t},\;\;\;3\leq t\leq6\),
zur Modellierung der momentanen Änderungsrate der Anzahl der Pantoffeltierchen nach dem dritten Tag her.
(4P)
(3)  Bestimme, wie viele Pantoffeltierchen in der Nährlösung in diesem Modell im Laufe des vierten Tages (d. h. im Intervall \([3;4]\)) hinzukommen.
(5P)
(4)  Ermittle ausgehend von den Funktionen \(N_1\) und \(r_2\) eine Gleichung der Funktion \(N_2\), durch die die Anzahl der Pantoffeltierchen nach dem dritten Tag bis zum Ende der Beobachtung (also für \(3\leq t\leq6\)) beschrieben werden kann.
[Zur Kontrolle: \(N_2(t)=1.000\cdot\mathrm e^{1,8}-500\cdot\mathrm e^{3,6-0,6\cdot t}\)]
(6P)
(5)  Der Schüler verwendet die Funktion \(N_2\) auch zur Modellierung der Anzahl der Pantoffeltierchen für \(t\geq6\).
Begründe, dass in diesem Modell die Anzahl der Pantoffeltierchen in der Nährlösung zu keinem Zeitpunkt größer als \(6.050\) wird.
(4P)