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Aufgabe 5

In Deutschland liegt bei \(1\,\%\) der Bevölkerung eine Glutenunverträglichkeit vor. Die betroffenen Personen reagieren auf den Verzehr von bestimmten Getreidesorten mit körperlichen Beschwerden. Ob eine Glutenunverträglichkeit vorliegt oder nicht, kann mithilfe eines Schnelltests diagnostiziert werden. Zeigt das Ergebnis dieses Tests die Glutenunverträglichkeit an, so bezeichnet man es als positiv.
a)
Liegt bei einer Person eine Glutenunverträglichkeit vor, so ist das Testergebnis mit einer Wahrscheinlichkeit von \(98\,\%\) positiv. Liegt bei einer Person keine Glutenunverträglichkeit vor, so beträgt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Testergebnis dennoch positiv ist, \(4\,\%.\) Bei einer Person, die aus der Bevölkerung Deutschlands zufällig ausgewählt wurde, wird der Test durchgeführt.
(1)
Erstelle zu dem beschriebenen Sachverhalt ein beschriftetes Baumdiagramm.
(4 BE)
(2)
Ermittle für folgende Ereignisse jeweils die Wahrscheinlichkeit:
„Bei der Person liegt eine Glutenunverträglichkeit vor und das Testergebnis ist positiv.“
„Das Testergebnis ist negativ.“
(4 BE)
(3)
Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Glutenunverträglichkeit vorliegt, wenn das Testergebnis positiv ist.
(4 BE)
b)
Im Rahmen einer Studie sollen aus der Bevölkerung Deutschlands \(20.000\) Personen zufällig ausgewählt werden. Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt und gibt die Anzahl der ausgewählten Personen an, bei denen eine Glutenunverträglichkeit vorliegt.
(1)
Bestimme für folgende Ereignisse jeweils die Wahrscheinlichkeit:
Bei genau \(190\) Personen liegt eine Glutenunverträglichkeit vor.
Bei mehr als \(19.800\) Personen liegt keine Glutenunverträglichkeit vor.
Mindestens \(240,\) aber höchstens \(2.400\) Personen besitzen eine Glutenunverträglichkeit.
(6 BE)
(2)
Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der ausgewählten Personen, bei denen eine Glutenunverträglichkeit vorliegt, um mehr als \(10\,\%\) vom Erwartungswert von \(X\) abweicht.
(5 BE)
c)
Der Test wird mithilfe eines Teststreifens durchgeführt, auf dem eine Substanz als Indikator aufgebracht ist. Ist die Indikatormenge auf einem Teststreifen zu gering, so ist dieser unbrauchbar.
Der Hersteller der Teststreifen verfolgt das Ziel, dass höchstens \(10\,\%\) der hergestellten Teststreifen unbrauchbar sind, und führt deshalb regelmäßig eine Qualitätskontrolle durch. Dazu wird der laufenden Produktion eine Stichprobe von \(100\) Teststreifen entnommen. Nur wenn sich darunter mindestens \(16\) unbrauchbare Teststreifen befinden, entscheidet man sich dafür, das Herstellungsverfahren zu verbessern.
(1)
Wenn \(10\,\%\) der hergestellten Teststreifen unbrauchbar sind, ist eine Verbesserung des Herstellungsverfahrens entsprechend der Zielvorgabe noch nicht erforderlich.
Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass der Hersteller sich aufgrund einer Stichprobe und seiner Entscheidungsregel in diesem Fall dennoch um eine Verbesserung des Verfahrens bemüht.
(4 BE)
(2)
Durch einen Maschinendefekt sind statt \(10\,\%\) nun \(18\,\%\) der Teststreifen unbrauchbar.
Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Defekt bei Beibehaltung der Entscheidungsregel fälschlicherweise nicht bemerkt wird.
(4 BE)
d)
Im Rahmen der Qualitätskontrolle wird u. a. die Indikatormenge auf den einzelnen Teststreifen gemessen. Die Tabelle zeigt die absoluten Häufigkeiten der aufgetretenen Mengen bei einer Stichprobe von \(100\) Teststreifen.
Indikatormenge in \(\text{mg}\) Anzahl der Teststreifen
\(15 \) \( 4\)
\( 16\) \( 9\)
\( 17\) \(10 \)
\( 18\) \(48 \)
\(19 \) \(18 \)
\(20 \) \(11 \)
(1)
Bestimme für diese Häufigkeitsverteilung das arithmetische Mittel und die Standardabweichung.
(6 BE)
(2)
Bei einer früheren Qualitätskontrolle lagen das arithmetische Mittel bei \(18\,\text{mg}\) und die Standardabweichung bei \(4,3\,\text{mg}.\)
Erläutere unter Berücksichtigung deiner Ergebnisse aus (1), welche Rückschlüsse sich aus diesen Kenngrößen auf die Qualitätsentwicklung des Produktionsverfahrens ziehen lassen.
(3 BE)