Aufgabe 4
Beim Onlinebanking gibt es verschiedene Sicherheitsvorkehrungen. Bei einer Sicherheitsabfrage muss der Benutzer (nennen wir ihn Ben) zusätzlich zu seinem Onlinebanking-PIN einen Zahlencode, der aus sechs Ziffern besteht, kennen und teilweise eingeben, um sich anzumelden. Damit eine potenzielle Angreiferin (nennen wir sie Anna) nicht auf Anhieb alle sechs Ziffern erfährt, werden von der Bank bei jedem Anmeldevorgang nur zwei zufällig ausgewählte Ziffern abgefragt. Welche der sechs Ziffern abgefragt werden, bestimmt die Bank nach dem Zufallsprinzip. Ist z. B. der Code von Ben
und öffnet sich beim Anmelden folgendes Fenster, so muss Ben die Ziffern 2 und 7 eingeben.
Will Anna nun den gesamten 6-stelligen Code stehlen, muss sie mehrere Male beim Anmelden „zuschauen“. Zu diesem Zweck installiert sie eine Schadsoftware auf Bens Computer, die ihr bei jedem Zuschauen die Beobachtung der beiden eingegebenen Ziffern und ihrer Position ermöglicht.
a)
Die Matrix
beschreibt den Prozess aus Annas Sicht von anfangs null bekannten Ziffern (Zustand
) bis hin zu sechs bekannten Ziffern (Zustand
). Dabei beschreibt
den Zustand mit
bekannten Ziffern
. Der Zustand
kann nicht eintreten, da nach dem ersten „Zuschauen“ sofort zwei Ziffern bekannt sind.
(1)
Zeichne das zugehörige Übergangsdiagramm.
(5 BE)
(2)
Betrachte nun die zweite Spalte der Matrix
Erkläre im Sachzusammenhang die Einträge mit dem Wert Null in dieser Spalte.
Leite die von Null verschiedenen Werte in dieser Spalte her.
Erkläre im Sachzusammenhang die Einträge mit dem Wert Null in dieser Spalte.
Leite die von Null verschiedenen Werte in dieser Spalte her.
(6 BE)
b)
Ben meldet sich jeden Monat fünfmal beim Onlinebanking an.
(1)
Bestimme
mit
und interpretiere das Ergebnis im Sachzusammenhang.
(4 BE)
(2)
Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass Anna nach einem Monat den Code vollständig kennt, wenn sie vorher keine Ziffer des Codes kannte.
(3 BE)
(3)
Ermittle die Anzahl der Anmeldevorgänge, die Anna mindestens beobachten muss, um den Code mit mindestens
-iger Wahrscheinlichkeit vollständig zu kennen.
(4 BE)
c)
Betrachtet wird ein anderer stochastischer Prozess, der durch die Matrix
beschrieben wird.
(1)
Erkläre die Bedeutung für den stochastischen Prozess, wenn ein Diagonalelement den Wert
besitzt.
(2 BE)
(2)
Ermittle jeweils, welcher Wahrscheinlichkeitsverteilung sich der durch
beschriebene Prozess bei Verwendung der Startverteilungen
und
auf lange Sicht nähert.
(5 BE)
(3)
Beurteile ohne weitere Rechnung folgende Aussage:
Auf lange Sicht gibt es für jeden stochastischen Prozess genau eine sich stabilisierende Wahrscheinlichkeitsverteilung, die unabhängig von der Startverteilung ist.
(2 BE)
d)
Eine Bank geht nach bisherigen Erfahrungen von einem Risiko von
aus, dass ein Konto bei der Anmeldung zum Onlinebanking angegriffen wird. Um diese Vermutung zu kontrollieren, werden
Anmeldevorgänge genau untersucht.
Angriffe registriert werden, geht man von einem Anwachsen des Risikos für einen Angriff aus.
Bildnachweise [nach oben]
(1)
Erläutere, welche Annahmen getroffen werden müssen, um diese Vorgehensweise im Folgenden mit Hilfe einer Binomialverteilung zu modellieren.
(3 BE)
(2)
Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass mehr als
Angriffe erfolgen.
Falls mindestens
(3 BE)
(3)
Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass diese Annahme getroffen wird, wenn das Risiko für einen Angriff
beträgt.
(3 BE)
© - SchulLV.
a)
(1)
(2)
Die Wahrscheinlichkeit dafür ergibt sich mithilfe der Pfadregeln zu:
Die Wahrscheinlichkeit dafür ergibt sich mithilfe der Pfadregeln zu:
b)
(1)
Es ist also:
(2)
(3)
c)
(1)
(2)
Mit dem CAS ergibt sich durch die Berechnung von
für große Werte von
folgende Grenzverteilung:

(3)
d)
(1)
(2)
(3)
© - SchulLV.
a)
(1)
(2)
Die Wahrscheinlichkeit dafür ergibt sich mithilfe der Pfadregeln zu:
Die Wahrscheinlichkeit dafür ergibt sich mithilfe der Pfadregeln zu:
b)
(1)
Es ist also:
(2)
(3)
c)
(1)
(2)
Mit dem CAS ergibt sich durch die Berechnung von
für große Werte von
folgende Grenzverteilung:
(3)
d)
(1)
(2)
(3)
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