Analytische Geometrie
Die Abbildung 1 zeigt das sogenannte Saarpolygon, ein im Inneren begehbares Denkmal zur Erinnerung an den stillgelegten Kohlebergbau im Saarland. Das Saarpolygon kann in einem Koordinatensystem modellhaft durch den Streckenzug dargestellt werden, der aus den drei Strecken
und
mit
und
besteht (vgl. Abbildung 2).
und
sind Eckpunkte eines Quaders. Eine Längeneinheit im Koordinatensystem entspricht einem Meter in der Wirklichkeit.

Abbildung 1

Abbildung 2
2.1
Begründe, dass die Punkte
und
symmetrisch bezüglich der
-Achse liegen.
(2 BE)
2.2
Berechne die Länge des Streckenzugs in der Wirklichkeit.
(3 BE)
2.3
Die Ebene
enthält die Punkte
und
die Ebene
die Punkte
und
2.3.1
Bestimme eine Gleichung von
in Koordinatenform.
zur Kontrolle:
(3 BE)
2.3.2
Berechne die Größe
des Winkels, unter dem
die
-Ebene schneidet.
Gib einen Term an, mit dem aus
die Größe des Winkels zwischen den Ebenen
und
berechnet werden kann.
(5 BE)
2.3.3
Die Ebene
teilt den Quader in zwei Teilkörper. Bestimme das Verhältnis der Volumina der beiden Teilkörper, ohne die Volumina zu berechnen.
(4 BE)
2.4
Das Saarpolygon wird mit verschiedenen Blickrichtungen betrachtet. Die Abbildungen 3 und 4 stellen das Saarpolygon für zwei Blickrichtungen schematisch dar.
Gib zu jeder der beiden Abbildungen 3 und 4 einen möglichen Vektor an, der die zugehörige Blickrichtung beschreibt.
Stelle das Saarpolygon schematisch für eine Betrachtung von oben dar.

Abbildung 3

Abbildung 4
(4 BE)
2.5
Der Punkt
liegt innerhalb des Quaders und hat von den drei Strecken
und
den gleichen Abstand. Das folgende Gleichungssystem liefert den Wert von
I
II
III
Erläutere die Überlegungen, die diesem Vorgehen zur Bestimmung des Werts von
zugrunde liegen.
(4 BE)
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2.1
Sowohl die
-Koordinaten als auch die
-Koordinaten von
und
unterscheiden sich nur in ihren Vorzeichen, die
-Koordinaten stimmen überein.
Alternative:
und
besitzen die gleiche
-Koordinate,
verläuft somit senkrecht zur
-Achse. Der Mittelpunkt
der Strecke
liegt auf der
-Achse:

.
2.2
2.3.1
Ein Normalvektor von
ergibt sich aus:


Einsetzen des Punktes
in
, wobei
und
Koordinaten von
sind, liefert:
Folglich ergibt sich die Gleichung
Alternativ kann die Ebenengleichung in Koordinatenform auch über die Normalenform bestimmt werden:
liefert mit dem CAS mit
die Ebenengleichung
2.3.2
Neigungswinkel von
zur
-Ebene:

Aufgrund der gemeinsamen Kante
und ihrer Lage zum Quader sind die Ebenen
und
im gleichen Winkel zur
-Ebene geneigt. Term zur Berechnung des Winkels zwischen
und
2.3.3
Bezeichnet man mit
die Ecke des Quaders mit positiven Koordinaten, dann erzeugen die Vektoren
und
den Quader als Spat und einen der beiden Teilkörper als dreiseitige Pyramide. Das Volumen der Pyramide entspricht
des Volumens des Spats. Somit beträgt das Volumen des verbleibenden Teilkörpers
des Spatvolumens.
Das Verhältnis der beiden Teilvolumina ist daher 1:5
2.4
Abb. 3 entsteht durch die Betrachtung in
-Richtung:
bzw.
.
Abb. 4 entsteht durch Betrachtung in Richtung des Vektors
.
Darstellung der Draufsicht:

2.5
I liefert die Koordinaten eines Punktes
auf der Strecke
.
II
steht senkrecht zu
.
III Der Abstand von
und
muss mit dem Abstand zwischen
und
(aus 2.1) übereinstimmen. Da
ebenfalls auf der
-Achse liegt und die
-Koordinate 28 besitzt, entspricht die Differenz der
-Koordinaten von
und
dem Abstand von
und
und liefert somit den Wert von
.
Aufgrund der Symmetrie des Quaders hat die Strecke
den gleichen Abstand zu
, wie
zu
.