Lerninhalte in Mathe
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Digitales Schulbuch
Inhaltsverzeichnis

Wahlteil A3

In der Medizin werden zur Behandlung und Diagnose (Radiodiagnostik) von Krankheiten radioaktive Präparate eingesetzt. So wird zum Beispiel für die Bildgebung und Messung einer Schilddrüsenaufnahme das Isotop \(^{\text{99m}}\text{Tc}\) des Elements Technetium verwandt, um Informationen zur Funktion der Schilddrüse zu erhalten.
3.1
Bei der Herstellung von Technetium lässt sich die zu einem Zeitpunkt \(t\) vorhandene Masse durch die Gleichung \(m(t)= 25\cdot \mathrm e^{-0,011\cdot t} \cdot \left(1-\mathrm e^{-0,1\cdot t} \right)\) erfassen.
Dabei ist \(t\) die Maßzahl der Zeit gemessen in Stunden und \(m\) die Maßzahl der Masse in Milligramm.
Berechne die Masse zu den Zeitpunkten \(t=6\,\text{h}\) und \(t=60\,\text{h}.\)
Ermittle die Zeitpunkte, zu denen die Masse \(m = 5,8\,\text{mg}\) beträgt.
Bestimme rechnerisch den Zeitpunkt, zu dem die Masse am größten ist.
Berechne den Zeitpunkt, zu dem die Abnahme der Masse am größten ist.
Zeichne den Graphen von \(m(t)\) im Intervall von \(0\leq t \leq 150.\)
Beschreibe unter Berücksichtigung deiner Ergebnisse, wie sich die momentane Änderungsrate der Masse des hergestellten Technetiums im Verlauf der ersten \(150\) Stunden verhält.
(16 BE)
Der Zerfall radioaktiver Isotope aller Elemente erfolgt entsprechend der Funktion \(N\) mit \(N(t)= N_0 \cdot \mathrm e^{-\lambda t}.\) Dabei sind:
  • \(N_0\) die Anzahl der Ausgangsteilchen zum Zeitpunkt \(t=0,\)
  • \(N(t)\) die Anzahl der noch vorhandenen Teilchen zum Zeitpunkt \(t\) und
  • \(\lambda\) eine elementabhängige Zerfallskonstante.
Die Halbwertszeit ist die Zeit, nach der jeweils die Hälfte der vorhandenen Teilchen zerfallen ist. Sie beträgt für \(^{\text{99m}}\text{Tc}\) etwa \(6\) Stunden.
Einem Patienten wird eine Anfangsdosis \(N_0\) von \(6,08\cdot 10^{15}\) Teilchen verabreicht.
3.2
Berechne für \(^{\text{99m}}\text{Tc}\) mithilfe der Halbwertszeit die Zerfallskonstante \(\lambda\) in der Einheit \(\text{h}^{-1}\) und gib eine Gleichung der Funktion \(N\) an.
(3 BE)
3.3
Ermittle unter Verwendung der Gleichung \(N(t)=6,08\cdot 10^{15}\cdot \mathrm e^{-0,12\cdot t},\) nach welcher Zeit \(99,99\,\%\) der Ausgangsteilchen zerfallen sind.
(2 BE)
3.4
Aus der Erfahrung weiß man, dass etwa \(80\,\%\) der medizinischen Einrichtungen Deutschlands in der Radiodiagnostik Präparate mit \(^{\text{99m}}\text{Tc}\) verwenden.
3.4.1
Fünf zufällig ausgewählte Einrichtungen werden zum Einsatz dieser Präparate befragt. Die Zufallsgröße \(X\) entspricht der Anzahl der Einrichtungen, die Präparate mit \(^{\text{99m}}\text{Tc}\) einsetzen.
Begründe, dass die Zufallsgröße \(X\) als binomialverteilt angenommen werden kann.
Ermittle die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) und stelle diese grafisch dar.
(7 BE)
3.4.2
Bei einer anderen Erhebung wurden \(50\) Einrichtungen befragt.
Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse:
\(90\,\%\) der befragten Einrichtungen setzen das Präparat \(^{\text{99m}}\text{Tc}\) ein.“
„Mindestens \(30,\) aber weniger als \(40\) der befragten Einrichtungen setzen das Präparat \(^{\text{99m}}\text{Tc}\) ein.“
Gib die Wahrscheinlichkeit für das folgende Ereignis an:
„Die zweite Einrichtung setzt dieses Präparat ein.“
Berechne die Wahrscheinlichkeit für das folgende Ereignis:
„Genau eine der ersten vier Einrichtungen setzt dieses Präparat ein.“
(7 BE)