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Redeanalyse

Die Merkmale einer Rede

  • Appellativer Charakter: Die Textsorte Rede besitzt immer die Absicht, ihre Zuhörer*innen auf eine bestimmte Art und Weise zu beeinflussen. Dies findet in Form von Überzeugung, Informieren, Unterhaltung, Mobilisierung oder Inspiration statt.
  • Argumentativer Charakter: Um sein Publikum zu überzeugen, sind fundierte Argumente, die zudem gut gewählt und recherchiert sind, wichtig. Die Argumentation kann logisch aufgebaut sein und mit Beispielen oder Fakten untermauert werden.
  • Rhetorische Mittel: Reden enthalten oft rhetorische Mittel wie Metaphern, Anaphern, Alliterationen oder Hyperbeln, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen und die Wirkung der Rede zu verstärken.
  • Öffentlichkeit: Reden sind in der Regel für eine größere Zuhörerschaft bestimmt, sei es bei politischen Veranstaltungen, Festlichkeiten, Versammlungen oder anderen öffentlichen Anlässen.
  • Persönlicher Bezug: Der Redner tritt in einer Rede persönlich in Erscheinung und kann seine eigene Meinung, Emotionen oder Erfahrungen einbringen. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zum Publikum.
  • Strukturierung: Eine Rede ist meist strukturiert aufgebaut, mit einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss. Die Struktur dient dazu, die Argumentation klar und verständlich zu präsentieren.
  • Zielgruppe: Der Redner richtet seine Rede an eine bestimmte Zielgruppe und passt Sprache, Tonfall und Argumentation an die Bedürfnisse und Erwartungen dieser Zielgruppe an.

Was gilt es bei einer Redeanalyse zu beachten?

  • Sorgfältige Vorarbeit: Die Vorarbeit einer Redeanalyse umfasst die Recherche zum/zur Redner*in, eine Kontextanalyse, die Klärung der Zielsetzung der Rede, eine Strukturanalyse sowie sprachliche Analyse. Durch diese Schritte wird ein umfassendes Verständnis für den Text der Rede, den Redner und den Kontext geschaffen, was es ermöglicht, die Absichten des Redners sowie die Wirkung seiner Rede auf das Publikum besser zu verstehen.
  • Einleitung: Eine erfolgreiche Einleitung einer Redeanalyse skizziert den Kontext der Rede, stellt den/die Redner*in vor, benennt das Thema und die Zielsetzung der Rede, hebt die Relevanz hervor und gibt einen Überblick über den geplanten Aufbau der Analyse. Dadurch wird der Leser optimal auf die folgende Analyse vorbereitet und erhält einen ersten Eindruck von dem Thema, dem Redner und den Zielen der Rede.
  • Hauptteil: Im Hauptteil einer Redeanalyse werden die verschiedenen Aspekte der Rede detailliert untersucht und analysiert. Dazu gehören die Argumentationsstruktur, rhetorische Mittel, Sprache und Stil des Redners sowie die Wirkung auf das Publikum. Es werden Beispiele aus der Rede herangezogen, um die Analyse zu unterstützen und zu belegen. Der Hauptteil sollte strukturiert und argumentativ aufgebaut sein, um die Schlüsselpunkte der Analyse klar darzustellen.
  • Schluss: Im Schlussteil einer Redeanalyse werden die wichtigsten Erkenntnisse und Ergebnisse der Analyse zusammengefasst und auf den Gesamtkontext der Rede bezogen. Es können auch kritische Reflexionen oder persönliche Einschätzungen des Analytikers hinzugefügt werden. Zudem kann im Schlussteil ein Fazit gezogen werden, das die zentralen Argumente noch einmal zusammenfasst und möglicherweise einen Ausblick auf weitere Diskussionen oder Entwicklungen gibt. Der Schlussteil rundet die Redeanalyse ab und gibt dem Leser einen abschließenden Eindruck über die Bedeutung und Wirkung der Rede.