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Kommentar

Die Merkmale eines Kommentars

  • Subjektivität: Im Gegensatz zu einer Nachricht, die objektiv und neutral sein sollte, drückst du im Kommentar deine persönliche Meinung aus.
  • Argumentative Struktur: Der Kommentar baut auf einer klaren Argumentationsstruktur auf. Du stellst Thesen auf und untermauerst diese mit Argumenten und Beispielen.
  • Aktualitätsbezug: Ein Kommentar bezieht sich in der Regel auf aktuelle Ereignisse oder Diskussionen und setzt ein gewisses Maß an Vorwissen beim Leser voraus.
  • Klare Positionierung: Du nimmst eine deutliche Position zu dem besprochenen Thema ein und versucht, die Leser*innen von dieser zu überzeugen.
  • Sprachstil: Die Sprache eines Kommentars kann emotionaler und expressiver sein als in anderen journalistischen Textformen. Sie darf rhetorische Mittel enthalten, um die Argumentation zu verstärken.
  • Analyse und Interpretation: Du analysierst das Thema und bietest Interpretationen an, um komplexe Sachverhalte verständlich zu machen.
  • Begrenzter Umfang: Kommentare sind meist kürzer als andere Artikel und konzentrieren sich auf die wesentlichen Aspekte des Themas.
  • Persönlicher Schreibstil: Oftmals ist der Schreibstil persönlicher und direkter als in anderen journalistischen Genres, was auch den Einsatz von Ich-Form einschließen kann.
  • Appellativer Charakter: Manchmal endet ein Kommentar mit einem Appell oder einer Aufforderung zum Handeln oder Umdenken an die Leserschaft.
  • Unabhängigkeit: Du als schreibende Instanz solltest unabhängig sein und darfst nicht von Interessengruppen beeinflusst werden, um die Glaubwürdigkeit des Kommentars zu wahren.
  • Kenntnisreichtum: Du solltest fundierte Kenntnisse über das Thema besitzen, um qualifizierte Aussagen treffen zu können.
  • Leseransprache: Wenn du einen guten Kommentar schreibst, sprichst du die Leser*innen direkt an und regst zur Reflexion oder Diskussion an.

Der Aufbau eines Kommentars

  • Überschrift: In deiner Überschrift solltest du das Thema des Kommentars prägnant zusammenfassen und die Neugierde der Leser*innen wecken.
  • Einleitung: In der Einleitung stellst du das Thema vor und erläuterst seine Relevanz. Hier kannst du auch einen aktuellen Anlass oder eine provokante Fragestellung aufwerfen, um die Aufmerksamkeit des Lesepublikums zu erlangen.
  • These / Standpunkt: Du stellst deine zentrale These oder deinen Standpunkt klar und deutlich vor. Dies ist die Hauptmeinung, die im weiteren Verlauf des Kommentars argumentativ untermauert wird.
  • Argumentation: In diesem Abschnitt lieferst du Argumente, die deine These stützen. Es sollten sowohl starke als auch nachvollziehbare Argumente sein, die logisch aufeinander aufbauen und den Standpunkt des Autors untermauern. Dabei können Fakten, Statistiken, Beispiele, Zitate oder Vergleiche verwendet werden.
  • Gegenargumente und Entkräftung: Berücksichtige auch mögliche Gegenargumente und widerlege diese sachlich und überzeugend. Dadurch wirkt dein Kommentar ausgewogener und zeigt, dass du dich mit unterschiedlichen Perspektiven auseinandergesetzt hast.
  • Schlussfolgerung: Im Schlussteil fasst du deine Argumentation noch einmal zusammen und bekräftigst deine These oder deinen Standpunkt. Hier kannst du auch einen Ausblick oder einen Appell an die Leser*innen geben.