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Einführung

Eine Definition

  • Der Operator Erörterung bezeichnet eine schriftliche Darstellungsform, bei der du ein Thema aus verschiedenen Perspektiven betrachtest und argumentativ behandelst.
  • Dabei analysierst du verschiedene Standpunkte, entwickelst eigene Positionen und präsentierst überzeugende Argumente.
  • Eine Erörterung dient dazu, Leser*innen zum Nachdenken anzuregen und sie von deiner eigenen Position zu überzeugen.

Warum ist Erörtern eine wichtige Fähigkeit?

  • In einer Erörterung lernst du, komplexe Themen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, Argumente zu entwickeln und deine Meinungen überzeugend zu vertreten.
  • Durch das Üben dieser Fertigkeiten kannst du lernen, einen klaren Standpunkt zu beziehen und überzeugende Argumentationen zu verfassen.

Die wichtigsten Punkte in einer Erörterung

  • Struktur: Eine Erörterung benötigt eine klare Struktur, einschließlich Einleitung, Hauptteil und Schluss. Auf diese Weise kannst du die Argumente logisch und nachvollziehbar präsentieren.
  • Argumentation: Das Sammeln von Argumenten, die die eigene These stützen, ist essenziell. Dafür verwendest du Belege aus verschiedenen Quellen, um die Glaubwürdigkeit deiner Argumente zu erhöhen.
  • Sprachliche Gestaltung: Im Zuge einer Erörterung ist es wichtig, deine Gedanken klar und präzise formulieren zu können. Dabei hilft der Einsatz sprachlicher sowie stilistischer Mittel, um die Argumente zu untermauern und den Leser zu überzeugen.
  • Analysefähigkeit: Eine Erörterung setzt voraus, dass du komplexe Themen kritisch hinterfragst und verschiedene Perspektiven berücksichtigst. Auf diese Weise lernst du, die Stärken und Schwächen unterschiedlicher Standpunkte zu erkennen und herauszustellen.
  • Eigenständigkeit: Beim Schreiben einer Erörterung entwickelst du eine eigene und unabhängige Meinung zu Themen und lernst, diese auch zu vertreten. Es geht darum, deine Position überzeugend darzulegen und dabei auch Kritikpunkte anderer Standpunkte zu reflektieren.

Der Aufbau einer Erörterung

  • Vorarbeit: Wird eine textgebundene Erörterung verlangt, ist es wichtig, dass du das vorliegende Material im Vorhinein sorgfältig liest.
  • Einleitung: Gute Einstiege für eine Einleitung sind Zitate, eigene Erfahrungen, Beiträge aus den Nachrichten oder Fragen. Achte darauf, dass du im Einleitungsteil die (vorgegebene) Fragestellung formulierst und erläuterst, sodass den Leser*innen deutlich ist, mit welchem Thema sich diese Erörterung befasst.
  • Hauptteil: Nach der Einleitung formulierst du eine These. Um diese These zu untermauern, suchst du genügend Begründungen für diese heraus und belegst diese dann mit exemplarischen Ausführungen. Auf Basis dieser Argumentation überzeugst du die Leser*innen von deiner Meinung. In einer linearen Erörterung beginnt die Reihenfolge der Argumente mit dem schwächsten und endet mit dem stärksten Argument. In einer dialektischen Erörterung wiederum werden Pro- und Contra-Argumente abwechselnd angeführt. Ein Argument besteht immer aus einer Behauptung, einer Begründung und einem Beispiel.
  • Schluss: Das Fazit der Erörterung besteht aus einer Zusammenfassung der aufgeführten Argumente und einer daran anschließenden Stellungnahme zum Thema. Hier sollst du keine neuen Argumente nennen. Nimm stattdessen noch einmal Bezug auf die Einleitung. Damit spannst du einen Bogen von der Einleitung über den Hauptteil bis zum Schluss und deine Erörterung erhält einen Rahmen. Letzteres lässt sich etwa dadurch erzielen, dass die in der Einleitung aufgeworfene Fragestellung im Schlussteil beantwortet wird. Optional kann das Fazit auch mit einem Ausblick oder einem Appell enden.