Aufgabe 4.2
a)
In dieser Aufgabe sind zwei Kreise in einem kartesischen Koordinatensystem gegeben. Der erste Kreis

ist durch eine Gleichung gegeben:
Der zweite Kreis hat einen Radius von

und der Kreismittelpunkt ist gegeben durch

.
Ermittel den Mittelpunkt
und den Radius
In diesem Aufgabenteil sollst du den Mittelpunkt

und den Radius

des ersten Kreises bestimmen. Dazu stellst du die Gleichung, die den Kreis beschreibt, so um, dass sie in der Form der
allgemeinen Kreisgleichung ist.
Wenn sie in dieser Form ist, geben die Parameter

und

den Kreismittelpunkt

an. Der Parameter

ist der Kreisradius

.
Mulltipliziert man die obere Gleichung aus ergibt sich:
Vergleichst du die Gleichung mit der gegebenen Kreisgleichung, siehst du, dass die

und

Terme bereits übereinstimmen. Daher wählst du zunächst nach

und

so, dass die

- und

-Terme übereinstimmen.
Analog gehst du vor wenn du

finden willst.
Du kannst jetzt beide Terme in die allgemeine Kreisgleichung einsetzen und mit der Gleichung für Kreis

gleichsetzen.
Der Kreismittelpunkt ist somit

und der Radius ist

.
Bestimme die Gleichung für Kreis
Um eine Gleichung des Kreises

anzugeben, setzt du den Kreismittelpunkt

und den Radius

in die allgemeine Kreisgleichung ein.
Aus dem Kreismittelpunkt

kannst du die Parameter

und

herauslesen. Das Quadrat des Radius

ergibt den Parameter

. Als Kreisgleichung kannst du folgendes angeben:
Oder du löst die Klammern mit der
binomischen Formel auf:
Die Kreisgleichung von

lautet

oder

.
Bestimme die Schnittpunkte
und
der Kreise
Um die Schnittpunkte der Kreise zu bestimmen, setzt du die beiden linken Seiten der Kreisgleichungen gleich und löst nach einer Variablen auf. Die Lösung für eine Koordinate kannst du dann in eine Kreisgleichung einsetzen und du erhälst die Schnittpunkte.
1. Schritt: Differenz der Kreisgleichungen
Um die Differenz zu bilden, verwendest du am besten die ausmultiplizierten Gleichungen:
2. Schritt: Geradengleichung in Kreisgleichung einsetzen
Die Geradengleichung

setzt du in eine der Kreisgleichungen ein, um die passenden

-Werte zu erhalten.
Die Gleichung kannst du mit der Mitternachtsformel oder der pq-Formel lösen:
Mitternachtsformel:
pq-Formel:
Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du die Geradengleichung auch in die andere Kreisgleichung einsetzen und überprüfen, ob beide Rechnungen dasselbe Ergebnis liefern.
3. Schritt: Schnittpunkte angeben
Die Schnittpunkte kannst du jetzt als

und

angeben. Die

-Stellen ergeben sich aus der Geradengleichung

, die

-Werte hast du in Schritt 2 berechnet.
b)
Bestimme die Vierecksart
Hier ist ein Viereck mit den Eckpunkten

,

,

und

gegeben. Du weißt, dass


Die erste Angabe (1) zeigt dir, dass die Strecken

und

gleich lang sind, da die Vektoren, die die Strecken repräsentieren identisch sind und somit gleichlang sind. Du weißt also, dass zwei Seiten des Vierecks gleich lang sind. Die Strecken liegen zudem parallel zueinander, weil die Vektoren identisch sind und somit in die selbe Richtung zeigen.
Wenn zwei gegenüberliegende Seiten des Vierecks gleichlang und parallel sind, muss es sich bei dem Viereck um ein
Parallelogramm handeln. Bei einem Parallelogramm sind gegenüberliegende Seiten immer gleichlang. Daher weißt du, dass die Strecken

und

gleichlang sind.
Die zweite Angabe (2) zum Viereck gibt an, dass die Strecken

und

gleich lang sind, da der Betrag und somit die Länge der repräsentierenden Vektoren gleich ist.
Mit dieser Angabe weißt du jetzt, dass alle Seiten des Vierecks gleichlang sind. Ein Parallelogramm mit gleichlangen Seiten ist eine
Raute.