Pflichtaufgabe 3 - Stochastik
Eine Firma stellt Flachbildschirme her. Im Mittel ist einer von fünf hergestellten Bildschirmen fehlerhaft. Es soll angenommen werden, dass die Anzahl fehlerhafter Geräte unter zufällig ausgewählten Bildschirmen durch eine binomialverteilte Zufallsgröße beschrieben werden kann.
a)
Berechne die Wahrscheinlichkeiten der folgenden Ereignisse:
„Von
zufällig ausgewählten Bildschirmen sind höchstens
fehlerhaft.“
„Von
zufällig ausgewählten Bildschirmen sind mehr als
und weniger als
fehlerhaft.“
b)
Bestimme die Anzahl fehlerhafter Geräte, die unter
zufällig ausgewählten Bildschirmen mit der größten Wahrscheinlichkeit auftritt.
c)
Beurteile die folgende Aussage:
Wird eine Stichprobe von Bildschirmen um einen zufällig ausgewählten Bildschirm ergänzt, so ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass alle Geräte fehlerfrei sind, nach der Ergänzung geringer als vorher.
d)
Der Herstellungsprozess soll verbessert werden. Damit soll erreicht werden, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter
zufällig ausgewählten Bildschirmen keiner fehlerhaft ist, mindestens
beträgt. Ermittle, wie groß der Anteil fehlerhafter Geräte nach der Verbesserung höchstens sein darf.
Fehler der Bildschirme treten am häufigsten in Form eines defekten Displays sowie in Form eines defekten Netzteils auf. Für einen zufällig ausgewählten Bildschirm beträgt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass
- das Display defekt ist,
- weder das Display noch das Netzteil defekt ist,
- das Netzteil defekt ist,
e)
Stelle den Sachverhalt in einer vollständig ausgefüllten Vierfeldertafel dar.
f)
Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewählter Bildschirm mit defektem Display ein defektes Netzteil besitzt.
g)
Jeder Bildschirm wird vor der Auslieferung abschließend geprüft. Von vierzig abschließend geprüften Bildschirmen, unter denen sechs fehlerhaft sind, werden zehn zufällig ausgewählt. Beurteile, ob die Anzahl fehlerhafter Bildschirme unter den ausgewählten binomialverteilt ist.
a)
Mithilfe einer geeigneten Tabelle zur summierten Binomialverteilung ergibt sich dann:
b)
c)
Analog beträgt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass von
Eine Umformung der zweiten Wahrscheinlichkeit liefert:
d)
Es ist
e)
f)
g)
Die Wahrscheinlichkeit, einen fehlerhaften Bildschirm zu erwischen, ändert sich daher mit jedem zufällig ausgewählten Bildschirm. Die gleichbleibende Wahrscheinlichkeit ist aber eine der Grundvoraussetzungen für die Binomialverteilung. Die Anzahl fehlerhafter Bildschirme in dieser Auswahl kann daher nicht als binomialverteilt angesehen werden.