Nullstellen der Funktion f berechnen
In dieser Aufgabe sollst du die Nullstellen der Funktion

berechnen. Gesucht sind also die

-Werte, für die gilt:

. Dazu kannst du den Satz vom Nullprodukt verwenden.
Ein Produkt ist genau dann Null, wenn einer der Faktoren Null ist.
Löse also die beiden Gleichungen

und

nach

auf.
Der Graph der Funktion

hat bei

und

jeweils eine Nullstelle.
Verhalten der Funktion
für
Um das Verhalten der Funktion

für

zu bestimmen, ist es am einfachsten, wenn du als erstes die Klammern ausmultiplizierst.
Bei dem Term innerhalb der Klammer handelt es sich um den Funktionsterm einer ganzrationalen Funktion vierten Grades. Eine ganzrationale Funktion vierten Grades strebt gegen

wenn

. Da die Klammer aber ein negatives Vorzeichen hat, bedeutet das, dass

für

. Da es sich um eine ganzrationale Funktion vierten Grades handelt, ist das Verhalten für

und

gleich, also gilt auch

für

.
Koordinaten und Art der Extrema berechnen
Du hast die Funktion

gegeben und sollst deren Graph auf
Extrempunkte untersuchen. Für eine Extremstelle

benötigst du die beiden folgenden Kriterien:
- Notwendiges Kriterium:

- Hinreichendes Kriterium:
- Ist
, handelt es sich um eine Minimalstelle.
- Ist
, handelt es sich um eine Maximalstelle.
Du kannst also wie folgt vorgehen:
- Bestimme die ersten beiden Ableitungsfunktionen
und
.
- Wende das notwendige Kriterium an, indem du
setzt und nach
löst.
- Überprüfe das hinreichende Kriterium, indem du die Lösung aus 2. in
einsetzt. So bestimmst du gleichzeitig die Art der Extrema.
- Berechne die Funktionswerte von
an den Extremstellen.
1. Schritt: Ableitungsfunktionen bestimmen
2. Schritt: Notwendiges Kriterium anwenden
Durch Gleichsetzen von

mit Null, erhältst du mögliche Extremstellen:
Um die Nullestellen zu berechnen, musst du als erstes eine Nullstelle durch Probieren bestimmen und dann mit der Polynomdivision auf die anderen Nullstellen schließen. Eine Nullstelle befindet sich an der Stelle

. Teile somit den Funktionsterm durch

.
Du kannst nun mit der

- Formel die beiden weiteren Nullstellen berechnen.
Zwei weitere Stellen, an denen Extrempunkte sein könnten sind

und

.
3. Schritt: Hinreichendes Kriterium überprüfen
Der Graph der Funktion

hat an der Stelle

einen Extrempunkt. Da

handelt es sich um einen Hochpunkt.
4. Schritt: Funktionswerte berechnen
Der Graph der Funktion

hat einen Hochpunkt im Punkt

.
Koordinaten der Wendepunkte berechnen
Der Graph der Funktion

hat an der Stelle

einen Wendepunkt, wenn gilt:

und
Berechne dazu als erstes die Nullstellen der zweiten Ableitung der Funktion

und überprüfe anschließend mit der dritten Ableitung, ob es sich um Wendepunkte handelt. In der vorherigen Aufgabe hast du schon berechnet, dass

ist. An dieser Stelle könnte somit der Graph der Funktion einen Wendepunkt haben.
1. Schritt: Nullstellen der zweiten Ableitung berechnen
An den Stellen

und

könnte der Graph der Funktion einen Wendepunkt haben.
2. Schritt: Überprüfen, ob ein Wendepunkt vorliegt
3. Schritt: Funktionswerte berechnen
Der Graph der Funktion

hat in den Punkten

und

jeweils einen Wendepunkt.
Graph
zeichnen
Zeichne die in den Aufgaben bestimmten Punkte in ein Koordinatensystem und skizziere mit deren Hilfe den Graphen

.
Abb. 1: Skizze des Graphen
Flächeninhalt berechnen
In dieser Aufgabe sollst du den Flächeninhalt der Fläche berechnen, die durch den Graphen

und die

-Achse begrenzt wird. Die Grenzen des Intervalls sind somit die Nullstellen des Graphen

. Bilde dazu als erstes eine Stammfunktion der Funktion

und berechne anschließend den Flächeninhalt.
Beide Nullstellen hast du bereits berechnet:

und

.
1. Schritt: Stammfunktion bestimmen
2. Schritt: Flächeninhalt berechnen
Die Fläche, die durch den Graphen der Funktion

und die

-Achse eingeschränkt wird, besitzt einen Flächeninhalt von
![\(\frac{8}{5}\,\text{[FE]}\)](https://mathjax.schullv.de/06ab6fd67056a45cae2dac619374e1b16828f0f90dcc42917a550ef726d0dfa1?color=5a5a5a)
.
Zielfunktion der Extremwertfunktion bestimmen
In dieser Aufgabe ist die Querschnittsfläche eines Trapezes gegeben und diese soll maximal werden. Stelle also eine Funktion für den Flächeninhalt des Trapezes in Abhängigkeit von

auf. Die Formel für den Flächeninhalt eines Trapezes lautet:
In dieser Aufgabe sind:
Wenn du

und

jetzt in die Gleichung einsetzt erhältst du:

Um

in Abhängigkeit von

darzustellen, kannst du den Satz des Pythagoras anwenden. Löse die Gleichung nach

auf und setze sie in die Formel für den Flächeninhalt ein.
Somit hast du gezeigt, dass

die Zielfunktion des Extremwertproblems ist.
Definitionsbereich der Zielfunktion bestimmen
Da unter einem Wurzelzeichen keine negativen Zahlen stehen dürfen, muss

sein. Da

quadriert wird folgt daraus, dass

sein muss.
Der Definitionsbereich ist somit
Höhe der Rinne ermitteln
In einer vorherigen Aufgabe hast du berechnet, dass die Höhe der Rinne

ist. Um nun die maximale Höhe auszurechnen, setzt du für

in die Gleichung ein, denn aus der Aufgabenstellung weißt du, dass der Graph der Funktion

an dieser Stelle ein Maximum hat.
Die Höhe der maximalen Querschnittsfläche ist

.
Aussage beurteilen
In dieser Aufgabe sollst du die Aussage beurteilen, dass jede lokale Extremstelle der Funktion

auch lokale Extremstelle der Funktion

ist, wobei gilt
![\(z(x)=[g(x)]^2\)](https://mathjax.schullv.de/52d54c528ee11fc26bb91fd3801e4258d1de51579aace242d07fb92cc5912da7?color=5a5a5a)
.
Diese Aussage kannst du widerlegen, indem du eine Funktion findest, auf die die Aussage nicht zutrifft.
Eine mögliche Funktion ist

. Die Funktionsgleichung

lautet dann:

.
Jetzt kannst du die beiden Funktionen ableiten und berechnen, ob die Ableitungen die gleichen Nullstellen haben.
Das Schaubild der Ableitung der Funktion

hat nur eine Nullstelle, nämlich bei

. Das Schaubild der Ableitung der Funktion

hat aber mindestens zwei Nullstellen, welche du direkt ablesen kannst. Die erste ist an der Stelle

und die zweite an der Stelle

.
Somit hat die Funktion

mindestens eine Extremstelle mehr als die Funktion

und du hast gezeigt, dass die Aussage nicht gilt.