Analysis 2.1 - Funktionenschar
Gegeben ist die in
definierte Funktion
mit
.
Der Graph wird mit
bezeichnet.
Für die erste Ableitungsfunktion von
gilt
.
Der Graph wird mit
Für die erste Ableitungsfunktion von
a)
Gib das Verhalten der Funktionswerte von
für
und für
an.
(2 BE)
b)
Weise nach, dass
genau einen lokalen Tiefpunkt besitzt und bestimme dessen Koordinaten.
(3 BE)
c)
Ermittle eine Gleichung der Tangente
an den Graphen
im Schnittpunkt mit der
-Achse. Begründe, dass
Tangente aller Graphen
im Schnittpunkt mit der
-Achse ist.
Zur Kontrolle:
(4 BE)
d)
An den Graphen
für
wird im Punkt
eine Tangente gelegt, die parallel zur Tangente
aus Teilaufgabe c verläuft.
Ermittle einen Wert des Parameters
, für den der Abstand der beiden Tangenten
beträgt.
Ermittle einen Wert des Parameters
(6 BE)
e)
Die Abbildung 1 zeigt den Graphen der zweiten Ableitungsfunktion der Funktion
Begründe mithilfe dieses Graphen, dass der Punkt
kein Wendepunkt des Graphen
ist.
Begründe mithilfe dieses Graphen, dass der Punkt

Abb. 1
(2 BE)
f)
Weise nach, dass für
alle Graphen
einen gemeinsamen und einen weiteren, nicht gemeinsamen Wendepunkt haben.
(5 BE)
g)
Ermittle den Wert
mit
so, dass gilt
.
Erläutere mit Hilfe des Funktionsterms von
dass für alle
und beliebige
gilt:
.
Erläutere mit Hilfe des Funktionsterms von
(4 BE)
h)
Es gibt einen Wert
, so dass gilt
. Bestimme diesen Wert von
.
Begründe ohne Rechnung, dass die Funktion
keine Extremstelle bei
hat.
Begründe ohne Rechnung, dass die Funktion
(5 BE)
i)
Ermittle den Wertebereich der Funktion
.
(2 BE)
j)
Eine ganzrationale Funktion
dritten Grades hat folgende Eigenschaften:
.
Zur Kontrolle: 
- Der Graph der Funktion
verläuft durch den Koordinatenursprung.
- Die Funktion
hat in der Nullstelle
den Anstieg
.
- Die Tangente an den Graphen der Funktion
im Punkt
verläuft parallel zur Geraden mit der Gleichung
.
(4 BE)
Die Abbildung 2 stellt den Graphen der Funktion
aus Teilaufgabe j dar. Die Funktion
hat drei Nullstellen:
.

Abb. 2
k)
Es gilt
. Erläutere unter Zuhilfenahme der Abbildung 2 die geometrische Bedeutung dieser Gleichung.
(3 BE)
l)
Entscheide für jede der folgenden Aussagen, ob sie richtig ist. Begründe deine Entscheidung.
(4 BE)
m)
Weise nach, dass der Punkt
ein Berührpunkt der Graphen von
und
ist.
(2 BE)
n)
Bestimme die Werte des Parameters
, für die gilt:
Die Graphen der Funktionen
und
haben genau einen gemeinsamen Punkt.
Die Graphen der Funktionen
(4 BE)
(50 BE)
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a)
b)
1. Schritt: Ableitungen bilden
2. Schritt: Notwendige Bedingung für Extremstellen anwenden
3. Schritt: Hinreichende Bedingung für Extremstellen anwenden
Es gilt:
Daraus folgen die Koordinaten des lokalen Tiefpunktes mit
c)
Die allgemeinte Tangentengleichung an der Stelle
lautet
Die Tangentengleichung ist somit gegeben durch
Für alle
ist
und
, also ist
für alle Graphen
die Tangente im Schnittpunkt mit der
-Achse.
d)
Da die Tangente parallel zu
sein soll, muss
gelten:
Wegen
gilt mit dem Satz vom Nullprodukt
Die Tangente an den Graphen
im Punkt
ist somit gegeben durch 
Der Abstand der beiden Tangenten lässt sich berechnen, indem die Normale an eine der Geraden berechnet wird. Anschließend wird der Abstand der Schnittpunkte beider Tangenten mit der Normale berechnet.
Die Normale an
im Ursprung ist gegeben durch
Der Schnittpunkt mit
wird wie folgt berechnet:
Der solve-Befehl des CAS liefert
Eingesetzt in die Normalengleichung folgt
Der Abstand vom Ursprung zu dem Punkt mit den gerade berechneten Koordinaten lässt sich wie folgt berechnen:
Es soll
gelten.
Es folgt
und mit dem solve-Befehl des CAS
Die gesuchten Werte für
sind
und
e)
Die zweite Ableitungsfunktion von
ändert in der Umgebung von
nicht das Vorzeichen, da der Graph oberhalb der
-Achse liegt.
f)
1. Schritt: Ableitungen bilden
2. Schritt: Notwendige Bedingung für Wendestellen anwenden
Mit dem Satz vom Nullprodukt folgt
und:
3. Schritt: Hinreichende Bedingung für Wendestellen anwenden
für
für
Es gibt folglich für
zwei Wendepunkte.
ist ein Wendepunkt aller Graphen der Schar und
ein von
abhängiger Wendepunkt der Graphen der Schar.
g)
Das integral wird mit dem CAS gelöst:
Es muss also
gelten. Mit dem solve-Befehl des CAS folgt
Der Parameter
in
wirkt nur auf den Term mit dem Exponenten 3. Der Term ist also ungerade und somit punktsymmetrisch zum Ursprung. Damit gilt für alle Werte von
Somit verändert der Term in
der von
abhängig ist, das Integral über
nicht und es gilt
h)
Dieser Term soll nun gleich
sein.
Mit Koeffizientenvergleich gilt:
Alle Gleichungen sind für
erfüllt, dies ist also der gesuchte Wert.
Es gilt
Da der Term für
keine negativen Werte annehmen kann, wechselt
das Vorzeichen in der Umgebung von
nicht. Daher kann dort auch keine Extremstelle vorliegen.
i)
Der CAS liefert das Minimum
Da die Funktionswerte für
gegen
verlaufen, ist der Wertebereich von
gegeben durch
j)
k)
Das bestimmte Integral gibt die Flächenbilanz im Intervall
an. Innerhalb dieses Intervalls hat die Funktion
die Nullstelle
Da der Wert des bestimmten Integrals negativ ist, bedeutet dies, dass das Flächenstück unterhalb der
-Achse größer ist als das Flächenstück oberhalb der
-Achse.
l)
Die Aussage I ist richtig. Nur an den beiden Nullstellen
und
hat die Funktion
einen Vorzeichenwechsel von positiv zu negativ. Der Graph jeder Stammfunktion von
wechselt dort von steigend zu fallend, hat also zwei Hochpunkte.
Die Aussage II ist falsch. Jede Stammfunktion von
ist eine Funktion 4. Grades mit einem negativen Koeffizienten vor
Die Integrationskonstante kann so gewählt werden, dass der Graph der Stammfunktion soweit nach unten verschoben wird bis er mit seinen zwei Hochpunkten unterhalb der
-Achse verläuft.
m)
n)
Der solve-Befehl des CAS liefert 
und
Die Gleichung
hat die Lösungen
und
Zwischen den beiden Nullstellen nimmt der Term negative Werte an. Da die Wurzel einer negativen Zahl in den reellen Zahlen nicht definiert ist, gibt es im Intervall
keinen gemeinsamen Punkt außer
Die beiden Funktionen haben also für
genau einen gemeinsamen Punkt.