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Stochastik 4.2 - Spam-Mails

Stochastik: Spam-Mail

Ein Nutzer von E-Mail-Kommunikation stellt fest, dass der Anteil von unerwünschten Werbe-E-Mails (Spam-Mails) an seinen Posteingang über einen längeren Zeitraum konstant \(30\,\%\) beträgt.
Angenommen wird dabei, dass die Spam-Mails zufällig und unabhängig voneinander eingehen.
a)
Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse.
A: „Von fünf eingegangenen E-Mails ist keine eine Spam-Mail.“
B: „Von fünf eingegangenen E-Mails ist nur genau die letzte eine Spam-Mail.“
(3 BE)
b)
In einer Woche befinden sich \(50\) Mails im Posteingang.
Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der Spam-Mails in dieser Woche um mehr als \(20\,\%\) über dem Erwartungswert liegt.
(3 BE)
Die Spam-Mails enthalten Schlüsselwörter, an denen man sie sehr gut erkennt und durch die der Spam-Filter sie aussortiert. In \(40\,\%\) der Spam-Mails taucht das Schlüsselwort „sale“ auf, in den E-Mails, die keine Spam-Mails sind, jedoch nur \(1\,\%\) der Fälle.
c)
Stelle diesen Sachverhalt in einer Vierfeldertafel dar.
(4 BE)
d)
Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine vom Spam-Filter durch das Wort „sale“ aussortierte E-Mail keine Spam-Mail ist.
(2 BE)
In \(15\,\%\) der Spam-Mails ist das Schlüsselwort „season“ enthalten und wird ebenfalls mit dem Spam-Filter erkannt.
e)
Paul behauptet, dass der Anteil der E-Mails, die durch die Worte „sale“ oder „season“ als Spam erkannt werden, an allen E-Mails \(55\,\%\) beträgt.
Begründe ohne Rechnung, dass diese Behauptung im Allgemeinen falsch ist.
(2 BE)
f)
Der Anteil der Spam-Mails, die durch die Worte „sale“ oder „season“ als Spam erkannt werden, beträgt \(45\,\%.\)
Berechne den Anteil der Spam-Mails, in denen beide Worte vorkommen.
(3 BE)
Nach einem Jahr wird in einer Fachzeitschrift behauptet, dass sich der Anteil der Spam-Mails an den eingehenden E-Mails verändert hat. Jemand will das für den Anteil von ursprünglich \(30\,\%\) Spam-Mails im E-Mail-Eingang mit einem Signifikanztest auf dem Niveau \(a=0,05\) für eine Stichprobe von \(n=50\) zufällig ausgewählten E-Mails untersuchen.
Dafür werden folgende Hypothesen festgelegt.
\(H_0:\) Der Anteil der Spam-Mails an den eingegangenen E-Mails beträgt \(30\,\%.\)
\(H_1:\) Der Anteil der Spam-Mails an den eingegangenen E-Mails hat sich verändert.
Die Zufallsgröße \(X\) sei die Anzahl der Spam-Mails.
g)
Entscheide, welche Art von Entscheidungsregel geeignet ist und begründe deine Entscheidung:
Entscheidungsregel 1: Wenn \(X\geq k\) gilt, dann wird \(H_0\) abgelehnt.
Entscheidungsregel 2: Wenn \(k_u \lt X \lt k_0\) gilt, dann wird \(H_0\) nicht abgelehnt.
(3 BE)
Der Nutzer behauptet nun, dass sich der Anteil der E-Mails, die Spam-Mails sind, in seinem E-Mail-Eingang vergrößert hat.
h)
Berechne unter Annahme der Binomialverteilung, in welchem Bereich die Anzahl der Spam-Mails in einer Stichprobe von \(n=50\) E-Mails sein muss, um die Vermutung des Nutzers auf einem Signifikanzniveau von \(a= 0,05\) zu stützen.
(5 BE)

(25 BE)