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Stochastik 4.2 - Ausflugsschiff

Ausflugsschiff

Ein Unternehmen organisiert Fahrten mit einem Ausflugsschiff.
Betrachtet wird zunächst eine Fahrt, bei der das Schiff mit \(60\) Fahrgästen voll besetzt ist.
Zu Beginn der Fahrt werden drei Fahrgästen zufällig ausgewählt; diese erhalten jeweils ein Freigetränk.
a)
Ermittle die Anzahl möglicher Dreiergruppen, die sich bei der Auswahl ergeben können.
(2 BE)
b)
Zwei Drittel der Fahrgästen kommen aus Deutschland, die übrigen aus anderen Ländern.
Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die drei ausgewählten Fahrgäste aus Deutschland kommen.
(2 BE)
c)
Unter den Fahrgästen befinden sich Erwachsene und Kinder. Die Hälfte der Fahrgäste isst während der Fahrt ein Eis, von den Erwachsenen nur jeder Dritte, von den Kindern \(75 \,\%\).
Berechne, wie viele Kinder an der Fahrt teilnehmen.
(3 BE)
Möchte man an einer Fahrt teilnehmen, so muss man dafür im Voraus eine Reservierung vornehmen. Erfahrungsgemäß erscheinen von den Personen mit Reservierung einige nicht zur Fahrt. Für die \(60\) Plätze lässt das Unternehmen deshalb bis zu \(64\) Reservierungen zu. Es soll davon ausgegangen werden, dass für jede Fahrt tatsächlich \(64\) Reservierungen vorgenommen werden. Erscheinen mehr als \(60\) Personen mit Reservierung zur Fahrt, so können nur \(60\) von ihnen daran teilnehmen; die übrigen müssen abgewiesen werden. Vereinfachend soll angenommen werden, dass die Anzahl der Personen mit Reservierung, die zur Fahrt erscheinen, binomialverteilt ist, wobei die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person mit Reservierung nicht zur Fahrt erscheint, \(10 \,\%\) beträgt.
d)
Gib einen Grund dafür an, dass es sich bei dieser Annahme im Sachzusammenhang um eine Vereinfachung handelt.
(1 BE)
e)
Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eine Person mit Reservierung abgewiesen werden muss.
(3 BE)
f)
Für das Unternehmen wäre es hilfreich, wenn die Wahrscheinlichkeit dafür, mindestens eine Person mit Reservierung abweisen zu müssen, kleiner als ein Prozent wäre. Dazu müsste die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person mit Reservierung nicht zur Fahrt erscheint, mindestens einen bestimmten Wert haben.
Ermittle den Wert auf ganze Prozent genau.
(4 BE)
Das Unternehmen richtet ein Online-Portal zur Reservierung ein und vermutet, dass dadurch der Anteil der Personen mit Reservierung, die zur jeweiligen Fahrt nicht erscheinen, zunehmen könnte. Als Grundlage für die Entscheidung darüber, ob pro Fahrt künftig mehr als \(64\) Reservierungen angenommen werden, soll die Nullhypothese „Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person mit Reservierung nicht zur Fahrt erscheint, beträgt höchstens \(10\,\%\).“ mithilfe einer Stichprobe von \(200\) Personen mit Reservierung auf einem Signifikanzniveau von \(5\,\%\) getestet werden. Vor der Durchführung des Tests wird festgelegt, die Anzahl der Reservierungen pro Fahrt nur dann zu erhöhen, wenn die Nullhypothese aufgrund des Testergebnisses abgelehnt werden müsste.
g)
Ermittle für den beschriebenen Test die zugehörige Entscheidungsregel.
(5 BE)
h)
Entscheide, ob bei der Wahl der Nullhypothese eher das Interesse, dass weniger Plätze frei bleiben sollen, oder das Interesse, dass nicht mehr Personen mit Reservierung abgewiesen werden müssen, im Vordergrund stand. Begründe Deine Entscheidung.
(3 BE)
i)
Beschreibe den Fehler zweiter Art im Sachzusammenhang.
(2 BE)

(25 BE)