Wahlpflichtaufgabe 1 - Analysis
Die gemessene Lufttemperatur unterscheidet sich von der gefühlten Lufttemperatur. Dies hängt hauptsächlich von der Windgeschwindigkeit ab.
Der Zusammenhang zwischen der gemessenen Lufttemperatur und der gefühlten Lufttemperatur kann durch die folgenden stetigen Funktionen annähernd beschrieben werden:
mit
und
Dabei sind:
Der Zusammenhang zwischen der gemessenen Lufttemperatur und der gefühlten Lufttemperatur kann durch die folgenden stetigen Funktionen annähernd beschrieben werden:
und
- Maßzahl der in Grad Celsius gemessenen Lufttemperatur | |
- Maßzahl der in Grad Celsius ermittelten gefühlten Lufttemperatur | |
- Maßzahl der in Kilometer je Stunde gemessenen Windgeschwindigkeit |
a) Berechne
und gib an, welche Information dieses Ergebnis in Bezug auf den Sachverhalt enthält.
Berechne die Windgeschwindigkeit, bei der eine gemessene Lufttemperatur von
eine gefühlte Lufttemperatur von
bewirkt.
Weise nach, dass die Funktionen
monoton fallend sind und interpretiere diese Eigenschaft sachbezogen.
Berechne die Windgeschwindigkeit, bei der eine gemessene Lufttemperatur von
b) Als Windchill-Effekt wird die Temperaturdifferenz
bezeichnet.
Zeige, dass gilt:
.
Begründe, dass die Zunahme des Windchill-Effekts für die Temperaturdifferenz
mit zunehmender Windgeschwindigkeit kleiner wird.
Zeige, dass gilt:
Begründe, dass die Zunahme des Windchill-Effekts für die Temperaturdifferenz
a)
Funktionswert bestimmen
Du hast die Funktion
gegeben, die den Zusammenhang zwischen der Lufttemperatur und der gefühlten Temperatur in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit beschreibt:
Du sollst
berechnen. Setze also
und
in die Funktionsgleichung ein.
Das bedeutet, dass bei einer Lufttemperatur von -5°C und einer Windgeschwindigkeit von
die gefühlte Temperatur bei ungefähr -12°C liegt.
Windgeschwindigkeit berechnen
Du sollst die Windgeschwindigkeit berechnen, wenn
und
. Setze diese Werte in den Funktionsterm ein und löse nach
auf.
Die Windgeschwindigkeit beträgt
.
Monotonie
Du sollst zeigen, dass die Funktionen
monoton fallend sind. Dafür muss gelten
.
Bilde also die erste Ableitung und schätze anschließend mit Hilfe des Definitionsbereichs ab.
Für die Geschwindigkeit gilt
. Somit ist
. Bleibt der Teil in den Klammern zu prüfen:
Für
ist der Definitionsbereich
gegeben und
, somit ist die Bedingung für monoton fallend erfüllt.
Interpretation
Da f monoton fallend ist, wird der Funktionswert immer kleiner für größer werdende
-Werte. Deshalb gilt, je höher die Windgeschwindigkeit, desto kälter fühlt sich die Lufttemperatur an.
b)
Gleichheit der Ableitungen zeigen
In diesem Aufgabenteil hast du die Gleichung des Windchill-Effekts gegeben:
Du sollst zeigen, dass
gilt.
Betrachte zunächst
und beachte dabei, dass
. Bilde anschließend die Ableitung.
Zunahme des Windchill-Effekts
Du sollst nun begründen, warum die Zunahme des Windchill-Effekts bei zunehmender Windgeschwindigkeit kleiner wird.
Die Geschwindigkeit der Zunahme des Effekts wird durch die zweite Ableitung beschrieben. Wenn diese negativ ist, wird die Zunahme kleiner, wenn sie positiv ist, wird die Zunahme größer. Außerdem gilt, dass die Funktion
monoton fällt und somit ist
monoton steigend, es handelt sich also um eine Zunahme.
Zeige also, dass
:
Da
wird die Zunahme des Windchill-Effekts bei zunehmender Windgeschwindigkeit kleiner.