Pflichtaufgabe 3 - Stochastik
3.1
Ein Unternehmen stellt in großer Stückzahl technische Geräte her. Ein Viertel der hergestellten Geräte ist fehlerhaft. Die Anzahl fehlerhafter Geräte in einer Stichprobe soll modellhaft als binomialverteilt angenommen werden.
a)
B: „Mehr als fünf Geräte sind fehlerhaft.“
C: „Mindestens drei, aber weniger als acht Geräte sind fehlerhaft.“
(5 BE)
b)
Beschreibe im Sachzusammenhang ein Zufallsexperiment, bei dem die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses mit dem Term
berechnet werden kann. Gib dieses Ereignis an.
(3 BE)
c)
Von den fehlerhaften Geräten werden
so nachbearbeitet, dass sie ebenfalls fehlerfrei sind. Alle fehlerfreien Geräte werden ausgeliefert. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewähltes ausgeliefertes Gerät nachbearbeitet wurde.
(4 BE)
Kurz nach einer Änderung im Herstellungsverfahren stellt das Unternehmen den Anteil fehlerhafter Geräte von
infrage. Um bei einer Vertrauenswahrscheinlichkeit von
einen Schätzwert für den Anteil fehlerhafter Geräte zu ermitteln, wird eine Stichprobe von
Geräten betrachtet.
Abbildung 1 zeigt die Graphen der folgenden für
definierten Funktionen:
Abbildung 1 zeigt die Graphen der folgenden für

Abbildung 1
d)
Bestimme grafisch alle möglichen Anzahlen fehlerhafter Geräte in der Stichprobe, für die bei einer Sicherheitswahrscheinlichkeit von
jeweils Anlass dazu bestehen würde, die Korrektheit des gegebenen Anteils fehlerhafter Geräte infrage zu stellen.
(3 BE)
e)
Die betrachtete Stichprobe enthält
fehlerhafte Geräte. Bestimme grafisch das zu dieser Anzahl gehörende Vertrauensintervall zur Sicherheitswahrscheinlichkeit
(3 BE)
3.2
Eine binomialverteilte Zufallsgröße
gibt für eine Trefferwahrscheinlichkeit
mit
die Anzahl der Treffer bei
Versuchen an.
a)
Abbildung 2 zeigt die symmetrische Wahrscheinlichkeitsverteilung einer Zufallsgröße mit der Wertemenge
Begründe, dass es sich nicht um die Wahrscheinlichkeitsverteilung von
handeln kann.

Abbildung 2
(3 BE)
b)
Bestimme diejenigen Werte von
die für die Wahrscheinlichkeit dafür, dass
den Wert
annimmt,
ist.
(4 BE)
3.1
a)
b)
c)
Der Anteil der ausgelieferten Gerät unter allen hergestellten Geräten ergibt sich mit den Pfadregeln zu:
Der Anteil der Geräte, die durch eine Nachbearbeitung fehlerfrei ausgeliefert werden können beträgt:
Insgesamt folgt dann:
Mit einer Wahrscheinlichkeit von ca.
ist ein zufällig ausgewähltes ausgeliefertes Gerät nachbearbeitet worden.
d)
Für
lässt sich aus der Abbildung ablesen:
und
Liegt also der Anteil fehlerhafter Geräte in der Stichprobe unter
oder über
so bestünde unter einer Sicherheitswahrscheinlichkeit von
Anlass dazu den Anteil fehlerhafter Geräte infrage zu stellen.
Für die Anzahl der fehlerhaften Geräte in der Stichprobe von
Geräten bedeutet das:
und
Befinden sich unter den
überprüften Geräten weniger als
oder mehr als
so bestünde unter einer Sicherheitswahrscheinlichkeit von
Anlass dazu den Anteil fehlerhafter Geräte infrage zu stellen.
Für die Anzahl der fehlerhaften Geräte in der Stichprobe von
e)
Für
ergibt sich aus der Abbildung:
und
Zu der Stichprobe mit
fehlerhaften von insgesamt
Geräten gehört mit einer Vertrauenswahrscheinlichkeit von
das Vertrauensintervall
3.2
a)
In der Abbildung ist der Wert mit der größten Wahrscheinlichkeit
Dies müsste also der Erwartungswert der binomialverteilten Zufallsgröße sein. Mit der entsprechenden Formel für den Erwartungswert
einer binomialverteilte Zufallsgröße und mit
folgt:
Für eine binomialverteilte Zufallsgröße mit
und
gilt wiederum:
In der Abbildung ist allerdings
Die dargestellte Wahrscheinlichkeitsverteilung kann also nicht zu einer binomialverteilten Zufallsgröße gehören, also insbesondere nicht zu der von
Die dargestellte Wahrscheinlichkeitsverteilung kann also nicht zu einer binomialverteilten Zufallsgröße gehören, also insbesondere nicht zu der von
b)
Für
und
beträgt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass
den Wert
annimmt, ca.