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Digitales Schulbuch
Inhaltsverzeichnis

Stochastik

Eine Firma stellt Flachbildschirme her. Im Mittel ist einer von fünf hergestellten Bildschirmen fehlerhaft.
a)
Es soll angenommen werden, dass die Anzahl fehlerhafter Geräte unter zufällig ausgewählten Bildschirmen durch eine binomialverteilte Zufallsgröße beschrieben werden kann.
Berechne die Wahrscheinlichkeiten der folgenden Ereignisse:
„Von \(50\) zufällig ausgewählten Bildschirmen sind höchstens \(8\) fehlerhaft.“
„Von \(200\) zufällig ausgewählten Bildschirmen sind mehr als \(15\,\%\) und weniger als \(25\,\%\) fehlerhaft.“
„Von \(10\) zufällig ausgewählten Bildschirmen sind genauso viele fehlerhaft, wie zu erwarten ist.“
(8 BE)
b)
Fehler der Bildschirme treten am häufigsten in Form eines defekten Displays sowie in Form eines defekten Netzteils auf. Für einen zufällig ausgewählten Bildschirm beträgt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass
  • das Display defekt ist, \(10,7\,\%,\)
  • das Display und das Netzteil defekt sind, \(1\,\%,\)
  • weder das Display noch das Netzteil defekt ist, \(87,3\,\%.\)
\(\,\)
1)
Stelle den Sachverhalt in einer vollständig ausgefüllten Vierfeldertafel dar.
(4 BE)
\(\,\)
2)
Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass entweder das Display oder das Netzteil defekt ist.
(2 BE)
\(\,\)
3)
Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Bildschirm mit einem defekten Netzteil ein nicht-defektes Display hat.
(2 BE)
\(\,\)
4)
Untersuche, ob die beiden betrachteten Defekte unabhängig voneinander auftreten.
(3 BE)
c)
Ein Mitarbeiter der Firma bezweifelt, dass im Mittel einer von fünf Bildschirmen fehlerhaft ist. Um einen Schätzwert für den Anteil fehlerhafter Geräte zu ermitteln, zieht er eine Stichprobe vom Umfang \(180.\) In der Stichprobe sind \(27\) Bildschirme fehlerhaft.
\(\,\)
1)
Zeige, dass der Mitarbeiter bei diesem Testergebnis die Hypothese „Im Mittel ist einer von fünf Bildschrimen fehlerhaft“ auf einem Signifikanzniveau von \(5\,\%\) nicht verwerfen kann.
Entscheide, ob die Zweifel des Mitarbeiters damit ausgeräumt sind.
(9 BE)
\(\,\)
Bei hinreichend großem Stichprobenumfang \(n\) kann aus der relativen Häufigkeit \(h,\) die sich bei der Durchführung des Tests ergibt, die Obergrenze \(p_{max}\) bzw. Untergrenze \(p_{min}\) des \(95\,\%\)-Konfidenzintervalls folgendermaßen näherungsweise berechnet werden:
\(p_{max} \approx h+1,96\cdot \sqrt{\dfrac{h\cdot (1-h)}{n}}\, ;\quad\) \(p_{min}\approx h-1,96 \cdot \sqrt{\dfrac{h\cdot (1-h)}{n}}\)
\(\,\)
2)
Bestimme damit das zu dem Testergebnis \(27\) gehörende \(95\,\%\)-Konfidenzintervall.
(3 BE)
\(\,\)
3)
Zeige mit Hilfe der oben genannten Näherungsformeln allgemein, dass sich die Länge eines \(95\,\%\)-Konfidenzintervalls bei Verdopplung des Stichprobenumfangs \(n\) und gleicher relativer Häufigkeit \(h\) verkleinert, aber nicht halbiert.
(4 BE)
d)
Tatsächlich sind \(20\,\%\) aller Bildschirme fehlerhaft.
Bei einer abschließenden Prüfung werden alle fehlerfreien Bildschirme auch als fehlerfrei eingestuft. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein fehlerhafter Bildschirm als fehlerhaft eingestuft wird, wird mit \(x\) bezeichnet. Ein im Rahmen der Prüfung als fehlerfrei eingestufter Bildschirm wird zufällig ausgewählt. Bestimme den kleinstmöglichen Wert von \(x,\) für den die Wahrscheinlichkeit dafür, dass dieser Bildschirm fehlerhaft ist, höchstens \(5\,\%\) beträgt.
(5 BE)