A2 - Analysis
Die folgende Abbildung zeigt die Graphen einer Funktion der Funktionenschar
mit
, und ihrer Ableitungsfunktion zu sehen.

1.1
Gib die erste Ableitung von
an. Beschrifte die Graphen im Material jeweils mit der zugehörigen Funktion.
Bestimme
für die im Material abgebildeten Funktionsgraphen.
Bestimme
(4 BE)
1.2
Untersuche unter Einbeziehung der Eigenschaften des Graphen der Ableitungsfunktion, für welche Werte von
die Scharfunktionen
Extremstellen haben.
(5 BE)
1.3
Skizziere im Material die Fläche zwischen dem Graphen von
und der Geraden mit der Gleichung
über dem Intervall
für den in Aufgabe 1.1 bestimmten Wert von
.
(2 BE)
1.4
Betrachtet werden für jede Scharfunktion
die Flächenstücke zwischen dem Graphen von
und der Geraden mit der Gleichung
, die jeweils von zwei aufeinanderfolgenden Schnittpunkten begrenzt werden.
Zeige mithilfe geeigneter Rechnungen, dass alle diese Flächenstücke unabhängig von
gleich groß sind.
(5 BE)
2
Der Temperaturverlauf eines Tages (gemessen in °C) in Abhängigkeit von der Zeit t (gemessen in Stunden) kann modellhaft durch eine Funktion
dargestellt werden, die folgende Form hat:

An einem bestimmten Tag wird um 4 Uhr morgens die tiefste Tagestemperatur von 16 °C gemessen. Im Laufe des Tages steigt die Temperatur auf einen Maximalwert von 26 °C an.
Bestimme unter Nutzung deiner Kenntnisse über die Eigenschaften der Sinusfunktion zu den gegebenen Daten passende Werte für die Parameter
,
und
.
Beschreibe die Bedeutung der Parameter im Sachzusammenhang.
Beschreibe die Bedeutung der Parameter im Sachzusammenhang.
(8 BE)
3
An einem bestimmten Tag wird in der Stadt Frankfurt am Main der Temperaturverlauf annähernd durch die Funktion
beschrieben mit

(t in Stunden, h(t) in °C auf eine Nachkommastelle genau angegeben).
(t in Stunden, h(t) in °C auf eine Nachkommastelle genau angegeben).
3.1
Untersuche, zu welcher Uhrzeit die minimale und zu welcher Uhrzeit die maximale Temperatur erreicht wird.
Hinweis: Eine Betrachtung der Randwerte ist nicht erforderlich.
Hinweis: Eine Betrachtung der Randwerte ist nicht erforderlich.
(9 BE)
3.2
Liegen nur wenige Temperaturmessungen vor, wird die mittlere Tagestemperatur näherungsweise nach der Formel
berechnet, wobei
,
,
und
die gemessenen Temperaturen zu den sogenannten „synoptischen Stunden“ um 0, 6, 12 und 18 Uhr des Tages bezeichnen.
Berechne mit Hilfe von
und dieser Formel die mittlere Tagestemperatur an diesem Tag.
berechnet, wobei
Berechne mit Hilfe von
(3 BE)
3.3
Mit
kann ebenfalls eine sinnvolle mittlere Tagestemperatur berechnet werden. Berechne damit die mittlere Tagestemperatur in Frankfurt an diesem Tag.
Berechne zudem die prozentuale Abweichung der Näherung durch die „synoptische Stunden“-Formel aus Aufgabe 3.2 vom hier berechneten Wert von
.
Berechne zudem die prozentuale Abweichung der Näherung durch die „synoptische Stunden“-Formel aus Aufgabe 3.2 vom hier berechneten Wert von
(4 BE)
1
1.1
Erste Ableitung angeben
;
;
Graphen beschriften
Parameter
bestimmen
Der Parameter
kann durch eine Punktprobe mit einem Punkt auf dem Graphen von
oder
bestimmt werden.
Aus der Abbildung kann beispielsweise der Punkt
entnommen werden.

1.2
1. Schritt: Notwendige Bedingung untersuchen
Die notwendige Bedingung besagt, dass für eine Extremstelle der Funktionsterm der Ableitung gleich Null ist. Hierbei handelt es sich grafisch um eine Nullstelle der ersten Ableitung.
Es muss also gelten:
Da der Cosinus nur Werte von -1 bis 1 annimmmt, besitzt die Ableitung somit für
und
keine Nullstellen.
muss also im Intervall
liegen.
2. Schritt: Hinreichende Bedingung prüfen
Die hinreichende Bedingung besagt, dass die zweite Ableitung an der potentiellen Extremstelle ungleich Null ist. Damit ist die Steigung der Ableitung an den Nullstellen ungleich Null und es findet ein Vorzeichenwechsel statt.
Wie in der Skizze erkennbar, findet im Fall
und
kein Vorzeichenwechsel statt, da dort der Cosinus die
-Achse nur berührt und nicht schneidet.
Die Funktionenschar
besitzt folglich nur für
Extremstellen.

1.3
Aus Aufgabe 1.1 folgt
und somit
Die Intervallgrenze
entspricht etwa
Die Intervallgrenze

1.4
Die Größe eines Flächenstücks entspricht dem Flächeninhalt zwischen dem Graphen der Funktionenschar
und der Geraden
.
1. Schritt: Schnittpunkte berechnen
Aufgrund der Eigenschaften der Sinus-Funktion gilt
für alle
mit
Die Schnittpunkte sind dementsprechend alle ganzzahlige Vielfache von
.
2. Schritt: Flächeninhalte berechnen
Die Flächenstücke sind durch zwei aufeinander folgende Schnittpunkte begrenzt. Ist
ein Schnittpunkt, so ist der nächste Schnittpunkt
.
Der Flächeninhalt eines Flächenstücks lässt sich also wie folgt berechnen:
Der Betrag der Fläche des Cosinus ist auf jedem Intervall
gleich 2.
Der Flächeninhalt
eines Flächenstücks ist somit immer gleich groß und unabhängig vom Parameter
.
2
Parameter bestimmen
Da um 4 Uhr morgens die tiefste Temperatur von
gemessen wird, ist der Punkt
Tiefpunkt von
Da
und
konstant sind, nimmt die Funktion
genau dann ihr Minimum/Maximum an, wenn der Sinus minimal/maximal ist.
Das Minimum des Sinus ist
, somit ergibt sich:
(Alternativ kann hier auch das Maximum 1 angenommen werden, der alternative Lösungsweg ist am Ende der Lösung zu finden.)
Außerdem erhalten wir für
eine zweite Bedingung:
Die dritte Bedingung lautet, dass zu einem unbekannten Zeitpunkt
die Temperatur ihren Maximalwert annimmt, der Sinus also sein Maximum/Minimum annimmt.
Das Maximum der Sinusfunktion ist
Somit folgt:
Aus den drei Bedingungen ergibt sich folgendes Gleichungssystem:
1. Schritt: Bedingung
auflösen
Die Gleichung
ist beispielsweise für
erfüllt.
Durch Substitution ergibt sich:
(Da die Sinusfunktion periodisch verläuft, können auch andere Werte für
gewählt werden. Für beispielsweise
folgt
. Dies verändert nichts an den folgenden Rechnungen.)
2. Schritt: Bedingung
und
auflösen
Das lineare Gleichungssystem kann mit dem Einsetzungsverfahren gelöst werden:
Damit sind die Parameter beispielsweise durch
,
beziehungsweise
und
gegeben.
Eine mögliche Funktionsgleichung lautet folglich:
Alternativer Lösungsweg
Wird anfangs der Sinus gleich 1 gewählt, so folgt beispielsweise
. Des Weiteren ändert sich das Vorzeichen von
in den Gleichungen
und
. Es ergibt sich also
. Der Parameter
ändert sich nicht.
Parameter deuten
Der Verlauf der Temperatur ist periodisch und schwankt um den Mittelwert
. Dieser Mittelwert wird durch den Parameter
bestimmt.
Die Schwankung zwischen dem Temperaturtiefpunkt von
und der höchsten Temperatur von
beträgt
. Die Amplitude beträgt also
und wird folglich durch den Parameter
bestimmt.
Die Funktion
hat eine Periodenlänge von 24 Stunden und würde ohne zeitliche Verschiebung das Maximum nach 6 Stunden und das Minimum nach 18 Stunden annehmen. Der Parameter
beziehungsweise
gibt hier die zeitliche Verschiebung an, so dass
das Minimum zum Zeitpunkt
annimmt.
Die Funktion
beschreibt also den periodischen Verlauf der Tagestemperatur um den Mittelwert
mit einer maximalen Abweichung nach unten beziehungsweise oben von
und einer zeitlichen Verschiebung um
.
3
3.1
1. Schritt: Ableitungen berechnen
Mit der Kettenregel folgt:
2. Schritt: Notwendige Bedingung für Extremstellen anwenden
Durch Substitution mit
ergibt sich folgende Gleichung:
.
Diese besitzt auf dem Intervall
zwei Lösungen
und
:
kann durch
mit deinem Taschenrechner berechnet werden. Es ergibt sich
Wegen den Eigenschaften der Cosinusfunktion gilt außerdem:
.
Es ergibt sich also
mit:
Durch Resubstitution mit
folgen die möglichen Extremstellen:
3. Schritt: Hinreichende Bedingung für Extremstellen prüfen
Etwa um 4 Uhr morgens ist somit die Temperatur minimal und um circa 18 Uhr ist die Temperatur maximal.
3.2
1. Schritt: Temperaturen
,
,
,
berechnen
Mithilfe der Funktion
und dem Zusammenhang
lassen sich die Temperaturen
zu den „synoptischen Stunden“ bestimmen:
2. Schritt: Mittlere Tagestemperatur berechnen
Die mittlere Tagestemperatur
beträgt somit etwa
3.3
Mittlere Tagestemperatur berechnen
Stammfunktion
bestimmen:
Mithilfe der Formel aus der Aufgabenstellung folgt nun:
Die mittlere Tagestemperatur
beträgt somit
Prozentuale Abweichung
berechnen