B1 - Analytische Geometrie
Drei Punkte
,
und
bewegen sich jeweils entlang einer Geraden:
auf der Geraden
auf der Geraden
auf der Geraden
Die Punkte
,
und
bilden für alle
ein Dreieck
1.1
Zeichne in das Koordinatensystem (Abbildung 1) die drei Geraden sowie die Dreiecke
und
ein.

Abbildung 1
(4 BE)
1.2
Untersuche, ob die Dreiecke
gleichseitig sind.
(3 BE)
1.3
Die Punkte
,
und
legen für jedes
eine Ebene
fest.
Bestimme eine Ebenengleichung der Ebene
in Parameterform.
Zeige, dass
ein Normalenvektor von
ist, und begründe damit die Parallelität der Ebenen.
Bestimme den Abstand zweier beliebiger dieser Ebenen
und
mit
.
(11 BE)
1.4
Erläutere die in im Folgenden durchgeführten Rechenschritte und das Ergebnis im Sachzusammenhang.
(4 BE)
2
Die Punkte
und
bilden zusammen mit dem Ursprung eine Schar von Pyramiden in Abhängigkeit von
Das Volumen einer solchen Pyramide kann mit der Formel
berechnet werden.
2.1
Zeige, dass
gilt, und bestimme
so, dass das Volumen
den Wert
annimmt.
(4 BE)
2.2
Untersuche, ob die Pyramide mit der minimalen Grundfläche auch die Pyramide mit dem minimalen Volumen ist.
(4 BE)
1.1
1. Schritt: Geraden einzeichnen
2. Schritt: Dreiecke einzeichnen
Jede Gerade lässt sich als allgemeiner Punkt darstellen:
,
,
Für
,
,
folgen somit die Punkte:
,
,
,
,
,
,
Eintragen in das Koordinatensystem liefert nun:


1.2
Ein Dreieck ist genau dann gleichseitig, wenn alle drei Seiten genau gleich lang sind.
Wegen
gilt, dass die Dreiecke
folglich gleichseitig sind.
1.3
Ebenengleichung aufstellen
Ein Stützvektor der Ebene ist beispielsweise gegeben durch
Zwei Richtungsvektoren der Ebene
sind
und
Eine Ebenengleichung von
in Parameterform folgt somit beispielsweise mit:
Normalenvektor nachweisen
Das Kreuzprodukt der beiden Richtungsvektoren liefert:
Somit ist
ein Normalenvektor von
Parallelität begründen
Die Normalenvektoren
sind für alle eingesetzten Parameter Vielfache voneinander und damit identisch. Folglich sind alle Ebenen
parallel zueinander.
Abstand berechnen
Koordinatenform von
aufstellen:
Einsetzen der Koordinaten von
liefert:
Die Hesse'sche Normalform ergibt sich zu:
Ein Stützvektors von
ist beispielsweise
Es folgt also:
Der Abstand zwischen zwei Ebenen
und
beträgt somit
Längeneinheiten.
1.4
Schritt
Es werden die Verbindungsvektoren
und
berechnet (siehe auch Aufgabe 1.3).
Schritt
Im zweiten Schritt wird eine Formel aufgestellt, um den Flächeninhalt eines Dreiecks
abhängig von
zu bestimmen.
Der Betrag des Kreuzprodukts zweier Vektoren bildet den Flächeninhalt des von den Vektoren aufgespannten Parallelogramms. Da es sich um ein Dreieck handelt, wird dieser halbiert.
Schritt
Das Kreuzprodukt aus dem zweiten Schritt wird ausgerechnet und ergibt sich zu
Schritt
In diesem Rechenschritt werden die erste und die zweite Ableitung dieser Funktion
gebildet.
Schritt
Die Funktion zur Berechnung des Flächeninhalts wird auf Extrenmstellen untersucht. Es wird die notwendige Bedingung für Extremstellen angewendet und die Nullstelle der ersten Ableitungsfunktion berechnet, indem die Ableitung gleich Null gesetzt wird und nach
aufgelöst wird.
Die Stelle
stellt somit eine mögliche Extremstelle dar.
Schritt
Da es sich auch um einen Sattelpunkt handeln könnte, wird nun die hinreichende Bedingung für Extremstellen überprüft.
Die zweite Ableitung ist mit
größer als Null, somit handelt es sich bei dem Extremum um ein Minimum. Für den Parameterwert
nimmt das Dreieck
also seinen minimalen Flächeninhalt an.
2.1
Volumen nachweisen
Es gilt:
Damit gilt
Wert von
ermitteln
Um die Betragsstriche aufzulösen, wird eine Fallunterscheidung durchgeführt:
Für
gilt:
Für
gilt:
Das Volumen nimmt folglich für
und
den Wert
an.
2.2
Aus den Rechenschritten aus Aufgabe 1.4 geht hervor, dass die Grundfläche ihren minimalen Flächeninhalt bei
besitzt.
Das Volumen der Pyramide ist genau dann minimal, wenn die vier Punkte, d.h. die Spitze und die Punkte, die die Grundfläche bilden, in einer Ebene liegen. Dort nimmt sie das Volumen
an.
Es soll also gelten:
Da der Flächeninhalt jedoch bei
minimal ist, ist die Pyramide mit minimaler Grundfläche nicht gleichzeitig die Pyramide mit minimalem Volumen.