Analysis 2
Während eines Sommertages werden von 4:00 Uhr morgens bis 18:00 Uhr abends Wetterdaten von einer Messstation aufgenommen.
Eine Messgröße ist die Temperatur der Luft. Die Funktion
mit
und
beschreibt diese Messergebnisse. Dabei gibt
die vergangene Zeit seit 0:00 Uhr in Stunden
an und
die Temperatur in Grad Celsius
Der Graph von
ist in Abbildung 1 dargestellt.
Luft enthält Wasser im gasförmigen Zustand. Die maximale Masse an Wasser, die in Luft enthalten sein kann, ist abhängig von der Temperatur.
Die Funktion
mit
beschreibt diesen Zusammenhang. Dabei ist
die Temperatur in Grad Celsius.
gibt in der Einheit Gramm
die maximale Masse an Wasser an, die ein Kubikmeter Luft enthalten kann. Die Abbildung 2 zeigt den Graphen von

Abbildung 1
a)
a1)
Bestimme rechnerisch die maximale und die minimale Temperatur im Messzeitraum.
(5 BE)
a2)
Außer der maximalen und der minimalen Temperatur gibt es weitere Temperaturen, die bei dieser Messung nur einmal auftreten.
Ermittle näherungsweise anhand der Abbildung 1 diese Temperaturen und die entsprechenden Uhrzeiten. Zeichne dazu geeignete Hilfslinien ein.
(4 BE)
a3)
Berechne sowohl die größte als auch die kleinste momentane Änderungsrate der Temperatur im Messzeitraum.
(5 BE)
a4)
Berechne den Wert des Terms
und gib die Bedeutung dieses Terms im Sachzusammenhang an.
(3 BE)

Abbildung 2
b)
b1)
Berechne
sowie die Stelle
mit
(2 BE)
b2)
Beurteile die folgende Aussage:
Es gibt eine Stelle
an der der Funktionswert von
und die Steigung des Graphen von
gleich groß sind.
(5 BE)
b3)
Die Funktion
wächst streng monoton. Interpretiere diese Tatsache im Sachzusammenhang.
(2 BE)
c)
Die Messstation ermittelt auch die sogenannte relative Luftfeuchtigkeit, die als Prozentsatz
angegeben wird. Die relative Luftfeuchtigkeit ist der Anteil der Masse an Wasser in der Luft bezogen auf die maximale Masse an Wasser, die in Luft enthalten sein kann.
c1)
Für jeden Wert
mit
beschreibt die Funktion
mit
den Zusammenhang zwischen der Temperatur und der Masse an Wasser in der Luft bei einer vorliegenden relativen Luftfeuchtigkeit von
Zeichne den Graphen der Funktion
in die Abbildung 2.
(3 BE)
c2)
Am Tag der Messung liegt um 15 Uhr eine relative Luftfeuchtigkeit von
vor.
Bestimme, welche relative Luftfeuchtigkeit um 18 Uhr vorliegt, falls die Masse an Wasser in der Luft unverändert bleibt.
(5 BE)
d)
Die Messwerte der Temperatur der Luft im Verlauf des nächsten Tages werden mit Hilfe einer ganzrationalen Funktion
dritten Grades in Abhängigkeit von
beschrieben. Dabei gibt
wieder die Zeit in Stunden seit 0:00 Uhr an und
die Temperatur in Grad Celsius.
Bei der Auswertung der Wetterdaten wird die Verkettung
der Funktionen
und
mit dem Funktionsterm
betrachtet.
d1)
Gib die Bedeutung des Werts
im Sachzusammenhang an.
(2 BE)
d2)
Im Folgenden werden die Funktionen
und
auf ganz
betrachtet. Für den Term
der ersten Ableitungsfunktion von
gilt die Gleichung
Weiterhin gilt
für alle
Begründe damit die folgende Aussage:
Wenn
eine lokale Maximalstelle von
ist, dann ist
auch eine lokale Maximalstelle von
(4 BE)
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a1)
a2)

a3)
a4)
Der Term beschreibt den Mittelwert der von 4 Uhr bis 18 Uhr gemessenen Temperaturen in
b1)
Zuerst wird der Wert der Funktion
an der Stelle
berechnet:
Nun wird die Stelle
bestimmt, an der
gilt:
Somit ist
und die Stelle, bei der
ist, liegt bei
.
b2)
An einer solchen Stelle
würde
gelten. Für die Ableitung von
gilt:
Da stets
gilt, folgt:
Da dies ein Widerspruch ist, gibt es keine solche Stelle
die Aussage ist also falsch.
b3)
Je höher die Temperatur ist, desto mehr Wasser kann die Luft maximal enthalten.
c1)

c2)
Wegen
beträgt die Temperatur um 15 Uhr
Da
ist, liegen ca.
Wasser in einem Kubikmeter Luft vor.
Wegen
beträgt die Temperatur um 18 Uhr noch
Der Anteil
entspricht somit einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca.
.
d1)
Der Wert beschreibt die maximale Masse an Wasser in Gramm, die ein Kubikmeter Luft um 12 Uhr am nächsten Tag enthalten kann.
d2)
Wenn
eine lokale Maximalstelle von
ist, wechselt
an der Stelle
das Vorzeichen von positiv zu negativ. Da laut Aufgabenstellung für alle
gilt, dass
hat
stets dasselbe Vorzeichen wie
Somit vollzieht auch
an der Stelle
einen Vorzeichenwechsel von positiv zu negativ.