C2 - Stochastik
1
Bei einer Befragung unter 2360 Männern und 2200 Frauen, die in den vorhergegangenen 12 Monaten zumindest einmal an einem Glücksspiel teilgenommen hatten, zeigten
der befragten Männer und
der befragten Frauen Anzeichen spielsüchtigen Verhaltens.
Unter den Befragten wird eine Person zufällig ausgewählt.
Betrachtet werden folgende Ereignisse:
„Die ausgewählte Person ist ein Mann.“
„Die ausgewählte Person zeigt Anzeichen spielsüchtigen Verhaltens.“
1.1
Stelle den beschriebenen Sachzusammenhang in einer vollständig ausgefüllten Vierfeldertafel dar.
(4 BE)
1.2
Die Terme
und
stellen Wahrscheinlichkeiten dar.
Beschreibe für jeden der beiden Terme die Bedeutung im Sachzusammenhang.
(2 BE)
1.3
Von den befragten Personen, die Anzeichen spielsüchtigen Verhaltens zeigten, wird eine zufällig ausgewählt.
Gib die Wahrscheinlichkeit dafür an, dass die ausgewählte Person eine Frau ist.
Im Folgenden werden ausschließlich Männer betrachtet, die in den vorhergegangenen
(2 BE)
2
Für eine weiterführende Studie sollen 200 Männer zufällig ausgewählt werden.
Es soll davon ausgegangen werden, dass die Anzahl der ausgewählten Männer, die Anzeichen spielsüchtigen Verhaltens zeigen, durch eine binomialverteilte Zufallsgröße
mit der Trefferwahrscheinlichkeit von
beschrieben werden kann.
2.1
Bestimme die Wahrscheinlichkeiten der folgenden Ereignisse:
Unter den ausgewählten Männern befinden sich genau 4 Männer, die Anzeichen spielsüchtigen Verhaltens zeigen.
Unter den zufällig ausgewählten Männern befinden sich mindestens 4 Männer, die Anzeichen spielsüchtigen Verhaltens zeigen.
Alle ausgewählten Männer zeigen keine Anzeichen spielsüchtigen Verhaltens.
(7 BE)
2.2
Bestimme das kleinste Intervall mit den beiden folgenden Eigenschaften:
- Das Intervall ist bezüglich des Erwartungswerts von
symmetrisch.
- Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Wert von
im Intervall liegt, ist größer als
(5 BE)
2.3
Berechne, wie viele Männer mindestens befragt werden müssen, damit mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens
mindestens ein Mann darunter ist, der Anzeichen spielsüchtigen Verhaltens zeigt.
(4 BE)
3
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führt eine Kampagne durch, die die Bevölkerung über Glücksspielsucht aufklären soll. Die BZgA vermutet, dass durch die Kampagne der Anteil der Männer, die Anzeichen für spielsüchtiges Verhalten zeigen, unter
gesunken ist.
Entwickle zur Überprüfung dieser Vermutung einen Hypothesentest auf Grundlage der Befragung von 500 zufällig ausgewählten Männern bei einer vorgegebenen Irrtumswahrscheinlichkeit von
und gib die Entscheidungsregel im Sachzusammenhang an.
(7 BE)
4
In einer Urne befinden sich fünf Kugeln, die jeweils mit einer natürlichen Zahl beschriftet sind.
Drei Kugeln tragen die Zahl 4, die anderen beiden die von 4 verschiedene Zahl
4.1
Im dargestellten Sachzusammenhang wird die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses mit dem Term
berechnet.
Beschreibe das zugrundeliegende Zufallsexperiment und das Ereignis.
(3 BE)
4.2
Werden der Urne zwei Kugeln gleichzeitig zufällig entnommen, so ist der Erwartungswert für die Summe der beiden Zahlen auf den entnommenen Kugeln
4.2.1
Begründe ohne Berechnung von Wahrscheinlichkeiten, dass
größer als 5 ist.
(2 BE)
4.2.2
Berechne die Zahl
Binomialsummenfunktion:
(4 BE)
1
Aus der Aufgabenstellung folgt:
Männer mit Anzeichen von Spielsucht:
Frauen mit Anzeichen von Spielsucht:
Somit ergibt sich:
Gesamt | |||
---|---|---|---|
Gesamt |
1.2
1.3
Der Vierfeldertafel aus 1.1 kann entnommen werden, dass insgesamt 70 der befragten Personen Anzeichen spielsüchtigen Verhaltens zeigten. Davon sind 11 Frauen.
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person mit Anzeichen spielsüchtigen Verhaltens eine Frau ist, beträgt also:
2.1
2.2
Es gilt:
Systematisches Ausprobieren liefert:
Das kleinste Intervall, welches die beiden gegebenen Eigenschaften besitzt, ist somit gegeben durch
2.3
3
4.1
Zufallsexperiment beschreiben
Aus der Urne werden nacheinander drei Kugeln mit Zurücklegen entnommen.
Ereignis beschreiben
Der Term
beschreibt die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis, dass bei dreimaligem Ziehen einer Kugel mit Zurücklegen mindestens eine Kugel mit der Aufschrift
gezogen wird.
Die Berechnung erfolgt über das Gegenereignis:
„mindestens eine Kugel mit der Aufschrift
„ alle Kugeln tragen die Aufschrift 4“
4.2.1
Für
wäre die Summe der Zahlen zweier Kugeln immer höchstens 10 (beim Ziehen von zwei Kugeln mit der Aufschrift 5).
Der Erwartungswert könnte dann folglich nicht
sein, da alle möglichen Ergebnisse kleiner als
sind.
4.2.2