B1 - Analysis
Das in Abbildung 1 im Schrägbild dargestellte Werkstück hat eine rechteckige Grundfläche und dazu senkrecht verlaufende Seitenflächen. Es besteht aus zwei unterschiedlich gefärbten Kunststoffen. Der obere Teil ist grün, der untere grau gefärbt.
In Abbildung 2 ist eine Querschnittsfläche des Werkstücks abgebildet.

Abbildung 1

Abbildung 2
1
Die obere Randkurve der Querschnittsfläche kann für
durch den Graphen der Funktion
mit
beschrieben werden (alle Angaben in
).
1.1
Berechne, auch unter Berücksichtigung der Randwerte des Intervalls, an welcher Stelle das Werkstück am höchsten ist, und gib seine maximale Höhe an.
(8 BE)
1.2
Berechne den Inhalt
der gesamten Querschnittsfläche des Werkstücks.
(4 BE)
2
Die obere Randkurve des unteren, grau gefärbten Teils der Querschnittsfläche kann für
durch den Graphen der Funktion
mit
beschrieben werden (alle Angaben in
).
2.1
Mit Hilfe des Formansatzes
soll eine Stammfunktion
der Funktion
ermittelt werden.
Berechne die Ableitungsfunktion
der Funktion
Ermittle durch Vergleich der Funktionsterme von
und
eine Stammfunktion
von
Zur Kontrolle:
(6 BE)
2.2
Bestimme das Volumen des oberen, grün gefärbten Teils des Werkstücks.
(5 BE)
2.3
Auf der rechten Seite wird ein Teil des Werkstücks durch einen ebenen Schnitt abgetrennt. Die Schnittebene
verläuft dabei senkrecht zur Querschnittsfläche und durch die Punkte
und
Erläutere eine Vorgehensweise, mit der man ermitteln kann, um wie viel Kubikzentimeter das in Aufgabe 2.2 bestimmte Volumen des oberen, grün gefärbten Werkstückteils dadurch kleiner wird.
(5 BE)
2.4
Für
hat der Graph von
einen relativen Extrempunkt.
Berechne diesen nur anhand der notwendigen Bedingung und begründe unter Verwendung der Abbildung in Abbildung 2, dass es sich um einen relativen Tiefpunkt handeln muss.
(5 BE)
3
Die Funktion
gehört zu der Funktionenschar
mit
für
3.1
Berechne die Wendestelle
des Graphen von
in Abhängigkeit von
Hinweis: Die Untersuchung der notwendigen Bedingung ist ausreichend.
Zur Kontrolle:
(5 BE)
3.2
Untersuche, wie sich die Lage von
für
ändert.
(2 BE)
1.1
1. Schritt: Ableitungen bestimmen
2. Schritt: Notwendige Bedingung für Extremstellen anwenden
Mit der
-Formel ergibt sich:
3. Schritt: Hinreichende Bedingung für Extremstellen anwenden
An der Stelle
besitzt
somit ein lokales Maximum.
4. Schritt: Maximale Höhe angeben
Randpunkte untersuchen:
Damit liegt die maximale Höhe des Werkstücks an der Stelle
und beträgt ca.
1.2
Gesucht ist der Inhalt der Fläche unter dem Graphen von
im Bereich
Hierfür gilt:
Der Flächeninhalt der gesamten Querschnittsfläche beträgt somit
2.1
Ableitungsfunktion
berechnen
Mit der Produktregel folgt:
Koeffizientenvergleich durchführen
Durch Vergleichen der beiden Funktionsterme ergibt sich folgendes Gleichungssystem:
Aus
folgt:
Einsetzen in die zweite Gleichung liefert:
Eine Stammfunktion von
ist somit
mit
2.2
Das gesuchte Volumen ergibt sich aus dem Flächeninhalt der Grundfläche
und der Tiefe
des Werkstücks:
Die Grundfläche entspricht der Fläche, die die Graphen von
und
im Bereich
einschließen:
Es gilt:
Mit dem Ergebnis aus Aufgabe 1.2 folgt nun:
Somit ergibt sich:
Der obere, grün gefärbte Teil des Werkstücks besitzt also ein Volumen von ca.
2.3
Durch den Schnitt wird der obere, grüne Teil des Werkstücks in zwei Teilkörper geteilt. Von der Querschnittsfläche mit dem Inhalt
wird dabei entlang einer Geraden
eine Fläche mit dem Flächeninhalt
abgetrennt.
Da die Schnittebene senkrecht zur Querschnittsfläche verläuft, können die Volumina der beiden Teilkörper wie in Aufgabe 2.2 berechnet werden.
Für das Volumen des abgetrennten Teils des Werkstücks gilt also:

Hilfsskizze
- Aufstellen einer Gleichung der Geraden
die durch die beiden Punkte
und
verläuft.
- Bestimmen der Schnittstelle
von
und
- Flächeninhalt berechnen:
- Volumen des abgeschnittenen Teils berechnen:
2.4
Relativen Extrempunkt berechnen
Notwendige Bedingung für Extremstellen anwenden:
Da die Untersuchung der notwendigen Bedingung laut Aufgabenstellung genügt, folgt, dass der relative Extrempunkt des Graphen von
für
die
-Koordinate
besitzt.
-Koordinate berechnen:
Der relative Extrempunkt des Graphen von
für
besitzt somit die Koordinaten
Begründung
Da
die erste Ableitungsfunktion von
ist, beschreibt der Graph von
die Steigung des Graphen von
Abbildung 2 kann entnommen werden, dass
an der Stelle
eine Nullstelle besitzt. An dieser Nullstelle wechselt
das Vorzeichen von negativ zu positiv. Der Graph von
besitzt daher zunächst eine negative Steigung und geht dann an der Stelle
in eine positive Steigung über.
Somit sind alle Kriterien für die Existenz eines relativen Tiefpunkts erfüllt.
3.1
1. Schritt: Ableitungsfunktionen bestimmen
2. Schritt: Notwendige Bedingung für Wendestellen anwenden
Der Graph von
besitzt somit die Wendestelle
3.2
Für
gilt
Da
im Nenner des Bruchs steht, gilt damit
für
Für
gilt also