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Abi-Aufgaben LF
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Aufgabe 1 – Immunbiologie, Ebola

ebola-virus
Abb. 1: Ebola-Virus (schematisch)
Über den Vorgang der rezeptorvermittelten Endocytose infiziert das Virus zunächst Makrophagen, in welchen es vermehrt und durch welche es im Körper verbreitet wird. In der Folge infizieren die Viren u. a. Zellen der Blutgefäße, der Leber und des Nervensystems. Der Tod tritt durch multiples Organversagen ein.
1
Stelle den Vorgang der rezeptorvermittelten Endocytose auf der Grundlage des Flüssig-Mosaik-Modells in zwei beschrifteten Zeichnungen dar. Dabei sollen das Andocken des Virus sowie das Ergebnis der Endocytose erkennbar werden.
3 VP
Das Ebola-Virus ist deshalb so gefährlich, weil es in der Lage ist, die Immunantwort des Patienten in ihrer Effektivität zu beeinträchtigen. Abbildung 2 zeigt die Freisetzung von Ebola-Viren aus einem Makrophagen.
freisetzung ebolavirus
Abb. 2: Freisetzung von Ebola-Viren aus einem Makrophagen; rechts: Detail
2
Erläutere mithilfe von Abbildung 2 zwei Mechanismen, wie der Befall mit Ebola-Viren die Wirksamkeit der Immunantwort beeinträchtigt.
3 VP
Am weitesten fortgeschritten ist die Prüfung eines Impfstoffs gegen Ebola mit dem Namen rVSV-ZEBOV. Dieser Impfstoff besteht aus einem abgeschwächten, für Menschen unbedenklichen Virus, das Wissenschaftler mit dem Gen für das Glykoprotein aus der Virushülle des Zaire-Ebola-Virus (aus dem Jahr 1976) ausgestattet haben. Bei der Vermehrung des abgeschwächten Virus werden im Körper geimpfter Personen auch Glykoproteine des Zaire-Ebola-Virus (1976) produziert. Gegen diese erfolgt eine Immunantwort.
3.1
Stelle die immunologischen Abläufe nach erstmaliger Verabreichung des Impfstoffes bis zur Bildung von Antikörpern gegen das Glykoprotein in Form eines Verlaufsschemas dar.
4 VP
3.2
Gib eine mögliche Erklärung, warum durch die einmalige Impfung mit rVSV-ZEBOV ein lang anhaltender Impfschutz erreichbar ist, während bei einer Impfung mit Glykoproteinen hierfür mehrmals geimpft werden muss.
2 VP
Das Zaire-Ebola-Virus, aus dem das Glykoprotein-Gen für den Impfstoff stammte, hatte 1976 die erste Ebola-Epidemie ausgelöst. Forscher konnten nachweisen, dass die Virus-RNA, die für dieses Glykoprotein codiert, seither mutiert ist. Abbildung 3 zeigt Ausschnitte aus der Virus-RNA des Zaire-Ebola-Virus von 1976 sowie einer 2014 entdeckten Variante. Die Virus-RNA wird bei der Expression in einem ersten Schritt durch das Enzym L-Polymerase in komplementäre mRNA umgeschrieben, die dann translatiert wird.
ebola-rna
Abb. 3: Ausschnitte aus der Virus-RNA verschiedener Ebola-Viren
4.1
Ermittle mithilfe der Codesonne (siehe Anlage) die durch die dargestellten Ausschnitte der Virus-RNA codierten Aminosäuresequenzen. Erkläre, weshalb der Impfstoff rVSV-ZEBOV gegen das Zaire-Ebola-Virus (2014) keine Wirksamkeit zeigt.
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4.2
Erstelle ein Diagramm, das den zeitlichen Verlauf der Antikörperkonzentration im Blut einer mit rVSV-ZEBOV geimpften Person zeigt, die sich mit dem Zaire-Ebola-Virus (1976) infiziert hat. Begründe den Kurvenverlauf. Erläutere die zu erwartenden Unterschiede im Verlauf der Antikörperkonzentration im Blut einer mit rVSV-ZEBOV geimpften Person, die sich mit dem Zaire-Ebola-Virus (2014) infiziert hat.
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