Lerninhalte in Bio
Abi-Aufgaben LF
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Inhaltsverzeichnis

Aufgabe 2 – Genetik

„Die Asiatische Tigermücke wird in Süddeutschland heimisch!“
Nahaufnahme eines Moskitos auf einer Hautoberfläche mit unscharfem grünem Hintergrund.
Abb. 1: Tigermücke
Tigermückenweibchen benötigen für die Fortpflanzung das Blut eines Tiers bzw. Menschen. Den Wirt finden sie mithilfe ihres empfindlichen Geruchssinns, mit dem sie Duftstoffe der Haut, z. B. Milchsäureausscheidungen, wahrnehmen. Die Fühler sind hierfür mit Riechhaaren besetzt, in die Dendriten von Sinneszellen hineinragen. Abbildung 2 zeigt den Bau eines solchen Riechhaars und die Signaltransreduktion.
riechhaar
Abb. 2: Bau eines Riechhaars und Signaltransduktion (schematisch)
1
Erläutere mithilfe von Abbildung 2 die Vorgänge, die ausgehend vom Kontakt eines Sinneshaars mit Duftstoffmolekülen zur Auslösung von Aktionspotenzialen am Axon der Sinneszelle führen.
3 VP
Um sich effektiv vor Mückenstichen und damit vor tropischen Krankheiten wie z.B. dem Dengue-Fieber zu schützen, kommen verschiedene Mückensprays zum Einsatz, die auf die Haut aufgetragen werden. Es wurden Versuchsreihen entwickelt, um die Wirksamkeit verschiedener Inhaltsstoffe der Mückensprays zu untersuchen.
2.1
Plane die Durchführung einer Versuchsreihe, mit der du die Wirksamkeit zweier solcher Mückensprays, die jeweils einen anderen Wirkstoff enthalten, untersuchen kannst.
3 VP
2.2
Erläutere unter Berücksichtigung von Abbildung 2 zwei Möglichkeiten, wie der Inhaltsstoff eines Mückensprays die Geruchswahrnehmung der Tigermücke behindern könnte.
2 VP
Um die Eignung weiterer Substanzen als Wirkstoff für Mückensprays zu testen, wurde die Aminosäuresequenz des Bindeproteins ermittelt. Abbildung 3 zeigt einen Ausschnitt aus der Aminosäuresequenz des Bindeproteins.
aminosäuresequenz bindeprotein
Abb. 3: Ausschnitt aus der Aminosäuresequenz des Bindeproteins
2.3
Ermittle mithilfe der Codesonne (siehe Anlage) eine mögliche DNA-Nukleotidsequenz, die für die in Abbildung 3 angegebene Aminosäuresequenz codiert. Erkläre, weshalb es hierfür mehrere Möglichkeiten gibt.
3 VP
Ursache für das Dengue-Fieber sind Viren, die vor allem Immunzellen, z. B. Makrophagen, befallen, in welchen sie vermehrt werden. Im Körper einer mit Dengue-Fieber infizierten Person laufen immunologische Prozesse zur Abwehr des Erregers ab. Abbildung 4 zeigt den zeitlichen Verlauf der Konzentration der Dengue-Viren und der spezifischen Antikörper im Blut.
dengue-viren
Abb. 4: Konzentration der Dengue-Viren und der spezifischen Antikörper im Blut
3
Beschreibe die immunologischen Prozesse, die ausgehend von der Infektion mit Dengue-Viren zur Bildung von spezifischen Antikörpern führen und erkläre die in Abbildung 4 dargestellten Kurvenverläufe.
5 VP
Um die Ausbreitung des Dengue-Fiebers einzusämmen, werden in den Brutgewässern der Tigermücken großflächig Insektizide ausgebracht. Dadurch sollen die Larven der Tigermücken abgetötet werden. Bei langfristigem Einsatz dieser Insektizide können sich allerdings resistente Mücken ausbreiten.
4
Erläutere die Entstehung und Ausbreitung resistenter Mücken im Sinne der Synthetischen Evolutionstheorie.
Nenne eine Möglichkeit, wie man bei Insektiziden der Ausbreitung resistenter Mücken entgegenwirken kann.
4 VP

20 VP