Lerninhalte in Bio
Abi-Aufgaben LF
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Aufgabe 3 – Stickstoffkreislauf

Für alle Organismen ist das Element Stickstoff lebensnotwendig. Obwohl die Luft aus etwa 78 % Stickstoff besteht, ist diese Stickstoffquelle für die meisten Pflanzen nicht nutzbar. Stickstoff wird von Pflanzen unter anderem in Form von Ammonium-Ionen \((NH_4^+)\) und Nitrat-Ionen \((NO_3^-)\) über die Wurzeln aufgenommen.
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Nenne zwei stickstoffhaltige Biomoleküle und deren Funktion im pflanzlichen Organismus.
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Säugetiere scheiden Stickstoff in Form von Harnstoff \((H_2N-CO-NH_2)\) aus, der als Bestandteil von Gülle als Dünger auf Felder ausgebracht wird. Bodenbakterien enthalten das Enzym Urease, das die Spaltung von Harnstoff in Ammoniak \((NH_3)\) und Kohlenstoffdioxid \((CO_2)\) katalysiert. Diese Produkte reagieren in wässriger Lösung zu verschiedenen Ionen weiter (Abbildung 1) und machen so den Stickstoff für Pflanzen verfügbar.
urease reaktion
Abb. 1: Durch Urease katalysierte Umsetzung von Harnstoff und Reaktion der Produkte mit Wasser
2.1
Ordne das Enzym Urease einer Stoffklasse zu. Benenne die drei verschiedenen Strukturebenen des Ureasemoleküls und nenne die Bindungen bzw. Kräfte, durch welche diese Strukturen jeweils stabilisiert werden.
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2.2
Stelle den Ablauf der durch Urease katalysierten Reaktion in einer Abfolge beschrifteter Schemazeichnungen dar.
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In einem Schülerpraktikum wird die Enzymaktivität der Urease bei verschiedenen Bedingungen untersucht. Dazu wird in drei Harnstofflösungen die elektrische Leitfähigkeit gemessen. Zum Zeitpunkt Null wird die Ureaselösung zugesetzt. Tabelle 1 zeigt die drei Versuchsansätze. Kurve 1 in Abbildung 2 zeigt die Ergebnisse der Leitfähigkeitsmessung bei Versuchsansatz A.
ureaselösung
Abb. 2: Verlauf der elektrischen Leitfähigkeit in Versuchsansatz (Kurve 1)
3.1
Erkläre, weshalb man durch Messung der elektrischen Leitfähigkeit der Lösungen der Versuchsansätze die Enzymaktivität der Urease untersuchen kann.
Beschreibe den Verlauf der Kurve 1 in Abbildung 2.
Erkläre die unterschiedliche Steigung der Kurve 1 in den drei Abschnitten 0 bis 30 Sekunden, 30 bis 100 Sekunden und ab 100 Sekunden.
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3.2
Übertrage das Diagramm mit Kurve 1 aus Abbildung 2 in deine Reinschrift und zeichne in dieses Diagramm die zu erwartende Leitfähigkeitskurve für die beiden Versuchsansätze B und C ein. Begründe den jeweiligen Kurvenverlauf.
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In einem weiteren Experiment wird Versuchsansatz A dahingehend modifiziert, dass nach 25 Sekunden Kupfersulfatlösung zugesetzt wird. Kurve 2 in Abbildung 3 zeigt den Verlauf der gemessenen Leitfähigkeit im Vergleich zu Kurve 1.
versuch leitfaehigkeit kupfersulfatloesung
Abb. 3: Verlauf der elektrischen Leitfähigkeit in Versuchsansatz A ohne und mit Zugabe von Kupfersulfatlösung
3.3
Beschreibe und erkläre den Verlauf der Kurve 2 in Abbildung 3.
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Knöllchenbakterien können mithilfe des Enzyms Nitrogenase Luftstickstoff in für Pflanzen nutzbare Stickstoffverbindungen umwandeln. Ein Ziel der Pflanzenforschung ist es, das Nitrogenase-Gen der Knöllchenbakterien und damit die Fähigkeit zur Nutzung des Luftstickstoffs auf Pflanzen zu übertragen.
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Begründe, weshalb es schwieriger ist, transgene Pflanzen zu erzeugen, die dieses Nitrogenase-Gen enthalten, als transgene Bakterien (zwei Angaben).
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