Teil B1
Gegeben ist die in
definierte Funktion
mit
Der Graph von
wird mit
bezeichnet und ist symmetrisch bezüglich seines Wendepunkts
Die Gerade
mit der Gleichung
verläuft durch den Punkt
.
aller Proben keimfrei. Die Entnahmen der Proben werden als unabhängig voneinander betrachtet.
1.1
Gib die Koordinaten der Schnittpunkte von
mit den Koordinatenachsen an.
(2 BE)
1.2
Die Abbildung 1 soll
darstellen.
Ergänze in der Abbildung 1 die fehlenden Koordinatenachsen und skaliere diese passend.
(2 BE)

Abbildung 1
1.3
Begründe, dass
keinen weiteren Wendepunkt haben kann.
Für die in
definierte Funktion
gilt:
Gib die Koordinaten des Wendepunkts des Graphen von
an.
(4 BE)
1.4
Die Gerade
die
-Achse und die Tangente im Schnittpunkt von
mit der
-Achse für
schließen ein Dreieck ein.
Skizziere den Sachverhalt in der Abbildung 1.
Bestimme den Flächeninhalt des Dreiecks.
(6 BE)
1.5
Die Gerade
schließt mit
zwei Flächenstücke ein.
Begründe ohne zu rechnen, dass diese zwei Flächenstücke den gleichen Inhalt haben.
Betrachtet werden alle Geraden mit positivem Anstieg, die durch
verlaufen.
Bestimme diejenigen Anstiege, für welche die zugehörige Gerade mit
Flächenstücke einschließt.
(6 BE)
Die zeitliche Entwicklung der Größe der von Wasserpflanzen bedeckten Fläche eines Sees kann modellhaft durch die in
definierte Funktion
mit
beschrieben werden.
Dabei ist
die seit Beobachtungsbeginn vergangene Zeit in Tagen und
die Größe der von Wasserpflanzen bedeckten Fläche in Quadratmeter.
Die Abbildung 2 zeigt den Graphen der Funktion
im Zeitraum

Abbildung 2
1.6
Bestimme die Größe der bedeckten Fläche 10 Tage nach Beobachtungsbeginn.
Gib denjenigen Zeitpunkt an, zu dem diese Größe wieder erreicht wird.
(3 BE)
1.7
Untersuche, ob die Größe der bedeckten Fläche in den ersten 5 Tagen nach Beobachtungsbeginn mehr wächst als in den darauffolgenden 5 Tagen.
Ermittle denjenigen Zeitpunkt, zu dem die Größe der bedeckten Fläche am stärksten abnimmt.
(6 BE)
1.8
Die zeitliche Entwicklung der Größe der bedeckten Fläche soll ab dem 40. Tag nach Beobachtungsbeginn modellhaft durch eine lineare Funktion
beschrieben werden. Der Graph von
geht in
ohne Knick in den Graphen von
über.
Ermittle den Zeitpunkt, zu dem entsprechend dieses Modells die Fläche des Sees frei von Wasserpflanzen ist.
Dem Wasser wird eine große Anzahl von Einzelproben entnommen und auf Keime untersucht. Erfahrungsgemäß sind
(4 BE)
1.9
An einem Tag werden an unterschiedlichen Stellen des Sees 150 Einzelproben entnommen.
Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass höchstens fünf dieser Einzelproben nicht keimfrei sind.
Gib ein Ereignis im Sachzusammenhang an, dessen Wahrscheinlichkeit sich mit dem Term
berechnen lässt.
(4 BE)
1.10
Folgendes Verfahren wird zur Untersuchung von 10 Einzelproben genutzt:
Von jeder Einzelprobe wird ein Teil entnommen. Alle diese Teile werden zu einer Mischprobe zusammengeführt. Die Mischprobe wird untersucht. Ist sie keimfrei, so sind auch alle Einzelproben keimfrei und das Verfahren ist beendet. Ist sie nicht keimfrei, werden alle 10 Einzelproben einzeln untersucht.
Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Mischprobe keimfrei ist.
Die Zufallsgröße
beschreibt die Anzahl der Untersuchungen bei diesem Verfahren.
Begründe, dass
nur den Wert 1 oder den Wert 11 annehmen kann.
Gib die Wahrscheinlichkeitsverteilung und den Erwartungswert von
an.
(8 BE)
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1.1
Schnittpunkte mit der
-Achse
Für Punkte, die auf der
-Achse liegen, gilt
Es muss also gelten:
Mit dem Satz vom Nullprodukt folgt
und
Die Schnittpunkte mit der
-Achse besitzen somit die Koordinaten
und
Schnittpunkt mit der
-Achse
Für Punkte, die auf der
-Achse liegen, gilt
Somit folgt:
Der Schnittpunkt mit der
-Achse entspricht somit dem Schnittpunkt
1.2

1.3
Wendepunkt begründen
Die Wendestellen entsprechen den Nullstellen der zweiten Ableitung.
Mit jeder Ableitung verliert eine Funktion einen Grad. Da die Funktion
den Grad 3 besitzt, folgt der Grad der zweiten Ableitungsfunktion
mit 1.
Da der Grad einer Funktion der maximalen Anzahl ihrer Nullstellen entspricht, besitzt
folglich nur eine Nullstelle und
damit nur eine Wendestelle.
kann somit keinen weiteren Wendepunkt haben.
Koordinaten angeben
Die Funktion
verschiebt den Graphen
um eine Längeneinheit in negative
-Richtung und um zwei Einheiten in negative
-Richtung.
Die Koordinaten des Wendepunkts
des Graphen von
ergeben sich somit aus den Koordinaten des Wendepunkts
des Graphen von
zu:
1.4
Sachverhalt skizzieren
Flächeninhalt bestimmen
Formel für den Flächeninhalt eines Dreiecks:
Die Grundseite
liegt auf der
-Achse und entspricht somit der Differenz der
-Koordinaten der Schnittpunkte von
und
mit der
-Achse.
Es gilt also:
Die Höhe des Dreiecks entspricht der
-Koordinate des Schnittpunkts der Geraden
mit der Tangente
Steigung der Tangente berechnen:
Einsetzen der Steigung
und der Koordinaten von
in die allgemeine Tangentengleichung liefert:
Eine Tangentengleichung von
ist somit gegeben durch
Schnittstelle von
und
bestimmen:
-Koordinate durch Einsetzen in
bestimmen:
Die Gerade
schneidet die Tangente
somit im Punkt
Die Höhe des Dreiecks ist folglich gegeben durch
Der Flächeninhalt des Dreiecks folgt also mit:

1.5
Flächeninhalte begründen
Die Funktion
hat den Wendepunkt
durch welchen auch die Gerade
verläuft. Der Graph von
ist symmetrisch bezüglich dieses Wendepunkts.
Aufgrund der symmetrischen Eigenschaften um den Wendepunkt sind die Flächen, die durch
und eine Gerade durch
eingeschlossen werden, auf beiden Seiten von
identisch.
Anstiege bestimmen
Die Gerade mit der Steigung
schneidet den Graphen
somit in genau einem Punkt, nämlich im Wendepunkt
Für alle positiven Anstiege
schließt die Gerade durch den Punkt
folglich Flächenstücke mit
ein.
Eine Gerade durch
schließt genau dann Flächenstücke mit dem Graphen
ein, wenn sie mit diesem 3 gemeinsame Punkte im Intervall hat.
Ab genau der Steigung von
mit welcher die Gerade
die Tangente an den Punkt
darstellt, schneidet die Gerade den Graphen
nur noch im Punkt
und schließt folglich keine Flächenstücke mehr ein.
Steigung von
im Punkt
bestimmen:

Hilfsskizze
1.6
Größe bestimmen
Zeitpunkt angeben
Mit dem solve-Befehl des CAS folgt
und
Während des 36. Tags nach Beobachtungsbeginn wird wieder eine Größe der bedeckten Fläche von
wie am 10. Tag erreicht.
1.7
Wachstum untersuchen
Größe der Fläche zu Beobachtungsbeginn, nach 5 und nach 10 Tagen berechnen:
In den ersten 5 Tagen nimmt die Größe der bedeckten Fläche um
Quadratmeter zu.
In den darauffolgenden 5 Tagen nimmt die Größe der bedeckten Fläche um
Quadratmeter zu.
Die Größe der bedeckten Fläche wächst somit in den ersten 5 Tagen nach Beobachtungsbeginn mehr als in den darauffolgenden 5 Tagen.
Zeitpunkt ermitteln
Mit dem CAS ergeben sich die erste und zweite Ableitungsfunktion zu:
Notwendige Bedingung für Extremstellen der ersten Ableitung anwenden:
Mit dem solve-Befehl des CAS folgt
Überprüfen des Vorzeichenwechsels von
bei
Da
an der Stelle
von negativ zu positiv wechselt, hat
an dieser Stelle ein Minimum.
Alternativ kann das Minimum der Ableitungsfunktion auch graphisch mit dem CAS bestimmt werden.
Die Größe der von Wasserpflanzen bedeckten Fläche nimmt somit am 40. Tag nach Beobachtungsbeginn am stärksten ab.
1.8
1.9
Wahrscheinlichkeit berechnen
Die Zufallsvariable
beschreibt die Anzahl der Einzelproben, die nicht keimfrei sind, und ist binomialverteilt mit
und
Mit dem binomcdf-Befehl des CAS folgt:
Ereignis angeben
Von den 150 Einzelproben sind genau drei Proben nicht keimfrei.
1.10
Wahrscheinlichkeit berechnen
Die Mischprobe besteht aus 10 Einzelproben, welche jeweils mit einer Wahrscheinlichkeit von
keimfrei sind.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die gesamte Mischprobe keimfrei ist, ergibt sich also zu:
Begründung
Ist die Mischprobe keimfrei, so ist das Verfahren beendet, nachdem nur die Mischprobe untersucht wurde. In diesem Fall gibt es also genau eine Untersuchung.
Wenn die Mischprobe nicht keimfrei ist, werden zusätzlich zu der Mischprobe alle 10 Einzelproben einzeln untersucht, was insgesamt 11 Untersuchungen ergibt.
Wahrscheinlichkeitsverteilung ermitteln
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine einzelne Probe keimfrei ist, beträgt
Da die Proben unabhängig sind, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass alle 10 Einzelproben keimfrei sind, somit
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Mischprobe keimfrei ist, beträgt also
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Mischprobe nicht keimfrei ist, also mindestens eine der Einzelproben nicht keimfrei ist, beträgt somit
Die Wahrscheinlichkeitsverteilung von
ist somit gegeben durch: