Teil A – Pflichtbereich
1
In den Teilaufgaben 1.1 bis 1.5 ist von den jeweils fünf Auswahlmöglichkeiten genau eine Antwort richtig. Kreuze das jeweilige Feld an.
1.1
Für alle
aus dem größtmöglichen Definitionsbereich der Funktion
mit
gilt:
und
1.2
Ein möglicher Funktionsterm der ersten Ableitungsfunktion von
mit
ist:
1.3
Für welche Funktion
mit größtmöglichem Definitionsbereich gilt:
1.4
In der Abbildung ist der Graph der ersten Ableitungsfunktion
einer in
definierten ganzrationalen Funktion
dritten Grades dargestellt.

Welche der folgenden Aussagen ist falsch?
1.5
Die in
definierte Funktion
mit
hat die Nullstellen:
0 und 1 | |
0 und 2 | |
0 und -2 | |
1 und -2 | |
2 und -2 |
(5 BE)
2
Gegeben ist die in
definierte Funktion
mit
2.1
Zeige anhand des Funktionsterms, dass der Graph von
symmetrisch bezüglich des Koordinatenursprungs ist.
(2 BE)
2.2
In der Abbildung ist der Graph von
dargestellt.
Ermittle grafisch mit Hilfe der Abbildung den Wert des Integrals
Veranschauliche das Vorgehen in der Abbildung.
(3 BE)

3
Gegeben sind die Ebenen
und
3.1
Begründe, dass
und
nicht parallel zueinander verlaufen.
(1 BE)
3.2
Es gibt eine Gerade, die in beiden Ebenen liegt.
Bestimme eine Gleichung dieser Gerade.
(4 BE)
4
Es werden die Behälter A, B und C betrachtet. In diesen Behältern befinden sich schwarze und weiße Kugeln mit folgender Aufteilung:
- Behälter A:
3 schwarze, 2 weiße Kugeln
- Behälter B:
1 schwarze, 1 weiße Kugel
- Behälter C:
1 schwarze, 4 weiße Kugeln
4.1
Zeige, dass die Wahrscheinlichkeit, eine schwarze Kugel zu ziehen,
beträgt.
(2 BE)
4.2
Es wird eine schwarze Kugel gezogen.
Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass diese Kugel aus Behälter A stammt.
(3 BE)
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1.1
Lösungsweg:
Da die Wurzel einer negativen Zahl im reellen Zahlenbereich nicht definiert ist, muss der Ausdruck
unter der Wurzel größer oder gleich Null sein. Es muss also gelten:
1.2
Lösungsweg:
Die Ableitung folgt also also mit:
1.3
Lösungsweg:
Für
nähert sich sowohl der Nenner als auch der Zähler unendlich an.
Da der Einfluss von
und
mit
immer geringer wird und das Verhältnis von Nenner und Zähler somit immer ähnlicher wird, gilt:
1.4
Lösungsweg:
Die Extremstellen von
entsprechen den Nullstellen der Ableitungsfunktion
Da der Graph von
genau zweimal die
-Achse schneidet und
somit zwei lokale Nullstellen hat, besitzt
folglich zwei lokale Extremstellen.
1.5
0 und 1 | |
0 und 2 | |
0 und -2 | |
1 und -2 | |
2 und -2 |
Lösungsweg:
An den Nullstellen gilt:
Wegen
muss gelten:
Mit dem Satz vom Nullprodukt folgen die Nullstellen mit
und
2.1
Für Punktsymmetrie bezüglich des Koordinatenursprungs muss gelten:
Für die gegebene Funktion gilt aufgrund des ungeraden Exponents:
Somit ist der Graph von
punktsymmetrisch bezüglich des Koordinatenursprungs.
2.2
Der Wert des Integrals entspricht der Fläche zwischen dem Graphen von
und der
-Achse. Für diejenigen Abschnitte, in denen der Graph unterhalb der
-Achse verläuft, ist der zugehörige Wert des Integrals negativ.
Da der Graph von
punktsymmetrisch bezüglich des Koordinatenursprungs ist, ist der Betrag des Flächeninhalts im Intervall
gleich groß wie der Betrag des Flächeninhalts im Intervall
Für die in der Abbildung grün markierte Fläche gilt also
Ein Kästchen in der Abbildung entspricht
Die Fläche im Intervall
kann durch ein Rechteck und ein Dreieck angenähert werden. Das grau markierte Rechteck besitzt den Flächeninhalt
Das grün schraffierte Dreieck kann durch Verdopplung zu einem Rechteck mit 2 Kästchen ergänzt werden, der Flächeninhalt des Dreiecks entspricht somit einem Kästchen, also etwa
Da diese Flächen unterhalb der
-Achse liegen, folgt

3.1
Zwei Ebenen verlaufen genau dann parallel zueinander, wenn ihre Normalenvektoren Vielfache voneinander sind. Aus den Koordinatengleichungen kann abgelesen werden:
und
Für Parallelität müsste gelten:
Da diese Gleichung für keinen Wert von
gilt, verlaufen die Ebenen
und
nicht parallel zueinander.
3.2
Die Gerade, die in beiden Ebenen liegt, ist genau die Schnittgerade von
und
Diese entspricht der Lösung des Gleichungssystems der beiden Koordinatengleichungen:
Mit dem Additionsverfahren folgt für
Das Gleichungssystem enthält drei Variablen, aber nur zwei Gleichungen und ist somit unterbestimmt. Ein solches Gleichungssystem besitzt unendlich viele Lösungen, wobei jede dieser Lösungen ein Punkt auf der Schnittgeraden der beiden Ebenen ist.
Setze also beispielsweise
Dann gilt:
Einsetzen von
und
in die Gleichung
liefert:
Die Lösungen für
und
können nun als Vektor geschrieben werden und in eine Parameterform einer Geraden umgewandelt werden:
Eine mögliche Gleichung der Geraden, die in beiden Ebenen liegt, ist somit gegeben durch
4.1
S: schwarze Kugel
W: weiße Kugel
Die Wahrscheinlichkeit, eine schwarze Kugel zu ziehen, ergibt sich mit:

4.2