Teil B2
In einem kartesischen Koordinatensystem mit dem Ursprung
sind die Punkte
und
sowie die Ebene
mit
gegeben.
und ein Rechteck stellen modellhaft die beiden Teile einer Minigolfbahn dar. Eine Seite des Rechtecks ist
Der Punkt
liegt in dem Rechteck.
Der Punkt
stellt das Loch dieser Minigolfbahn dar. lm verwendeten Koordinatensystem entspricht eine Längeneinheit
in der Realität.
2.1
Beschreibe die besondere Lage der Geraden
mit
im Koordinatensystem.
Weise nach, dass die Ebene
durch den Punkt
und die Gerade
eindeutig festgelegt ist.
(4 BE)
In der Abbildung sind der Punkt
und das Viereck
dargestellt. Das Viereck
liegt in der Ebene

Abbildung 1 (nicht maßstäblich)
2.2
Das Viereck
ist ein achsensymmetrisches Trapez.
und
liegen auf
Berechne die Koordinaten des Punktes
Berechne die Koordinaten des Punktes
(4 BE)
2.3
Es gibt Punkte
mit folgenden zwei Eigenschaften:
liegen.
Das Viereck - Die Punkte
liegen im Viereck
- Das Dreieck
hat den Flächeninhalt
(4 BE)
2.4
Berechne die Größe des stumpfen Winkels, den die beiden Teile der Minigolfbahn einschließen.
Im Folgenden werden verschiedene Wege von Minigolfbällen betrachtet. Jeder Ball wird dabei als punktförmig angenommen.
(3 BE)
2.5
Nach einem Abschlag in
wird ein Ball an der seitlichen Begrenzung des rechteckigen Teils der Bahn, die auf der
-Achse liegt, in einem Punkt
entsprechend des Reflexionsgesetzes reflektiert und erreicht
im Punkt
Ermittle die Koordinaten des Punktes
(4 BE)
2.6
ln der obigen Abbildung 1 ist ein Teil des Wegs eines anderen Balls gestrichelt dargestellt. Seine Positionen auf dem dargestellten Weg können mithilfe der Punkte
mit
und
beschrieben werden.
Weise nach, dass der Ball auf dem betrachteten Teil seines Wegs durchgehend Kontakt zur Minigolfbahn hat.
Ermittle rechnerisch, um wie viele Zentimeter der Ball das Loch verfehlt.
Ermittle rechnerisch, um wie viele Zentimeter der Ball das Loch verfehlt.
(6 BE)
Bei der Jubiläumsfeier der Minigolfanlage werden Glücksräder (siehe folgende Abbildung 2) verwendet. Die als binomialverteilt angenommene Zufallsgröße
gibt jeweils an, wie oft beim mehrmaligen Drehen eines Glücksrades der grau unterlegte Sektor angezeigt wird.

Abbildung 2
2.7
Ein Glücksrad mit
wird 10-mal gedreht.
Berechne die Wahrscheinlichkeiten folgender Ereignisse:
Ereignis
Der grau unterlegte Sektor wird genau dreimal angezeigt.
Ereignis
Der grau unterlegte Sektor wird häufiger angezeigt als zu erwarten ist.
Bei einem vom Betreiber durchgeführten Spiel mit einem der Glücksräder können Minigolfkurse im Wert von 9 Euro gewonnen werden. Für einen Einsatz von 1 Euro wird das Glücksrad dreimal gedreht. Ein Minigolfkurs wird nur dann gewonnen, wenn dabei genau zweimal der grau unterlegte Sektor angezeigt wird.
Ereignis
(4 BE)
2.8
Zeige, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, bei diesem Spiel einen Minigolfkurs zu gewinnen, mithilfe des Terms
berechnet werden kann.
(3 BE)
2.9
Zeige, dass bei Verwendung des Glücksrades mit
auf lange Sicht bei diesem Spiel ein Verlust für den Betreiber entsteht.
Ermittle alle möglichen Werte von
für die der Betreiber auf lange Sicht bei diesem Spiel einen Verlust haben wird.
Verteilungsfunktion der Standardnormalverteilung
Ermittle alle möglichen Werte von
(5 BE)

2.1
Besondere Lage der Geraden
Der Richtungsvektor der Geraden
besitzt nur einen Eintrag, der von
verschieden ist. Dies ist der Eintrag der
-Koordinate. Sie verläuft daher parallel zur
-Achse.
Nachweis der Ebene
Die Ebene
ist durch die Gerade
und den Punkt
eindeutig festgelegt, wenn
nicht auf
liegt und sowohl
als auch
in
liegen.
1. Schritt: Prüfen, ob
auf
liegt
Aus der ersten Zeile ergibt sich
aus der zweiten und dritten allerdings
Die Gleichung ist also nicht erfüllt, sodass
nicht auf
liegt.
2. Schritt: Prüfen, ob
in
liegt
Aus dem Einsetzen von
in die Ebenengleichung folgt:
Die Gleichung führt zu einer wahren Aussage und somit liegt
in
3. Schritt: Prüfen, ob
in
liegt
Setze die Koordinaten, die sich aus der Geradengleichung von
ablesen lassen,
und
in die Ebenengleichung von
ein:
Die Gleichung führt zu einer wahren Aussage und somit liegt
in
.
ist also eindeutig durch
und
festgelegt.
2.2

Skizze, nicht maßstäblich
2.3
1. Schritt: Höhe des Dreiecks berechnen
Für den Flächeninhalt des Dreiecks gilt:
Da
auf der
-Achse liegt, entspricht die Höhe
dem Abstand von
zur
-Achse.
Es soll
gelten:
Alle Punkte
müssen also zur
-Achse den Abstand
haben.
2. Schritt: Richtungsvektor bestimmen
Damit alle Punkte
denselben Abstand zur
-Achse haben, muss die gesuchte Gerade parallel zur
-Achse verlaufen.
Als Richtungsvektor kann
verwendet werden.
3. Schritt: Stützvektor bestimmen
Als Stützpunkt sollte ein Punkt gewählt werden, der im Viereck
liegt und den Abstand
von der
-Achse hat.
steht senkrecht zur x-Achse und liegt in
Ein geeigneter Stützvektor
ergibt sich daher durch Normierung von
zu:
Alle Punkte
liegen auf der Gerade
mit der Gleichung:
2.4
Ein Normalenvektor der Ebene
2.5

2.6
Kontakt zur Minigolfbahn
Einsetzen der Koordinaten von
in die Ebenengleichung von
liefert:
Die Punkte
liegen also in der Ebene
sodass der Ball durchgehend Kontakt zur Minigolfbahn hat.
Abstand des Balls zum Loch
Der Abstand von
und
kann in Abhängigkeit von
mithilfe der Abstandsformel zweier Punkte wie folgt beschrieben werden:
Das Minimum von
lässt sich mit dem CAS bestimmen:
TI nspire CAS
Casio Classpad II
Der kleinste Abstand des Balls zum Loch beträgt also ca.
menu
6: Graph analysieren
3: Minimum
Analyse
Grafische Lösung
Minimum
2.7
Ereignis
Es gilt
und
. Mit der Formel der Binomialverteilung, bzw. mit dem CAS folgt:
Ereignis
Erwartungswert:
.
Gesucht ist also die Wahrscheinlichkeit
Diese lässt sich mithilfe der kumulierten Binomialverteilung mit dem CAS berechnen:

2.8
Der graue Sektor wird bei einem Dreh mit einer Wahrscheinlichkeit von
getroffen.
Bei drei Drehungen gibt es folgende Gewinn-Möglichkeiten:
,
,
Bei drei Drehungen gibt es folgende Gewinn-Möglichkeiten:
2.9
Verlust des Betreibers bei 100°
Die Zufallsgröße
beschreibt den zufälligen Verlust des Betreibers bei einem Spiel.
Der Betreiber verliert bei einem Spiel entweder
falls der Minigolfkurs gewonnen wird, oder gewinnt
indem er die Gebühr einnimmt.
Mit dem Term aus der vorherigen Aufgabe gilt für
Der erwartete Verlust des Betreibers pro Spiel entspricht dem Erwartungswert von
Der Betreiber macht bei
auf lange Sicht also ca. 50 Cent Verlust pro Spiel.
Winkelgrößen mit Verlust
Betrachtet wird nun die Zufallsgröße
die den zufälligen Verlust des Betreibers pro Spiel in Abhängigkeit von der Größe des Winkels
beschreibt. Analog zu oben kann diese ebenfalls als binomialverteilt angenommen werden und es gilt:
Für den Erwartungswert folgt analog:
Der Betreiber macht dann auf lange Sicht einen Verlust, wenn
gilt. Mit dem Solve-Befehl des CAS folgt für
:
(keine Relevanz, da negativ)
Da bei
ein Verlust entsteht, folgt: Für
verliert der Betreiber Geld.
Der Betreiber verliert bei einem Spiel entweder