Teil B: Mediation
In order to promote pathways into the diverse European job market, the EU has created an online platform for young jobseekers. As an intern with the EU's Commissioner for Jobs and Social Rights, you have been asked to make a contribution focusing on a professional field from Germany.
Write a blog entry in which you describe work in the field of forestry in Saxony and the respective training opportunities.
Ab in den Wald
Jan-Dirk Franke
1
Gwendolyn Petzold muss sich ganz schön ins Zeug legen. Mit ihrem Körpergewicht hängt sich die
2
20-Jährige an den Wendehaken, um den Abschnitt einer Fichte zu drehen. Zwei, drei Anläufe
3
braucht sie. Ein Ruck, und es ist geschafft. Jetzt ist Antonia Schubert (18) dran. Sie muss die
4
Rinde entfernen. „Das ist schon anstrengend, das kann man nicht schönreden", sagt Petzold.
5
„Aber man schafft das schon." [...]
6
Es ist die Königsdisziplin in ihrem zukünftigen Beruf, die die jungen Leute durchexerzieren: Bäume
7
fällen, entasten, zuschneiden, notfalls entrinden. Petzold, Schubert und ihre Mitstreiter erlernen einen
8
Beruf, der gerade gut ankommt: Forstwirt. Es ist kein Massenberuf wie Verkäufer/in, eher eine Nische.
9
Aber der Trend ist klar: Schon im Vorjahr hatten laut Bundesagentur für Arbeit gut 40% mehr
10
Jugendliche eine solche Lehre begonnen als noch 3 Jahre zuvor. Dieses Jahr stieg die Zahl der
11
neuen Lehrlinge in Sachsen auf 64, ein Fünftel mehr als 2020. Bewerber gab es weitaus mehr. Der
12
Staatsbetrieb Sachsenforst, der einen Großteil der Lehrstellen stellt, hatte die Wahl: Auf jede der 45
13
Stellen kamen sieben Bewerbungen.
14
Es ist noch nicht allzu lange her, da sah das anders aus. Vor gut vier Jahren wollte Sachsenforst
15
noch drei seiner acht betrieblichen Lehrstätten schließen und die Ausbildungszahlen reduzieren. Im
16
Frühjahr 2018 kam die Wende. Stürme hatten in den Wäldern für große Schäden gesorgt. Was
17
fehlte, war ausreichend Personal für die Beseitigung - aus Sachsenforst-Sicht war vor allem auch
18
in den Privatbetrieben zu wenig ausgebildet worden.
19
Der Staatsbetrieb beerdigte seine Sparpläne und warb fortan für die Ausbildung. Der Bedarf sei
20
„riesengroß", hieß es. Und: Jeder, der „besser ist als 3,0" werde genommen. Auch bei privaten
21
Forstbetrieben setzte ein Umdenken ein. „Die Notwendigkeit und die Bereitschaft, Auszubildende
22
einzustellen, ist gewachsen", schätzt Toni Eẞbach, Leiter der forstlichen Ausbildungsstätte in
23
Morgenröthe-Rautenkranz, ein. Die Beschäftigungschancen sind gestiegen, auch über die
24
Ausbildung hinaus. Denn: Sturm- und Käfer- und Trockenheitsschäden müssen beseitigt und Wälder
25
umgebaut werden. Zugleich sind viele Belegschaften in den Betrieben überaltert.
26
Das ist die eine Seite. Die andere: Das Thema Wald ist populär geworden. Die Bücher von Peter
27
Wohlleben („Das geheime Leben der Bäume") mögen nebst einer allgemeinen Wiederentdeckung
28
der Natur dazu beigetragen haben. Aber auch, dass der Wald immer wieder Thema in den Medien ist -
29
Waldsterben und die Folgen des Klimawandels sind dabei nur zwei Schlagworte. [...]
30
Breit gefächert sei die Ausbildung, erklärt Eßbach. „Man denkt zuerst an das Fällen von Bäumen.
31
Aber das ist nur ein Teil." Naturschutzthemen gehörten ebenso dazu wie Pflanzverfahren,
32
Waldumbau und die Holzbearbeitung. Nistkästen, Fledermausquartiere, Bänke und Hochsitze
33
müssen die Forstwirte in spe bauen können. In den drei Jahren müsse jeder Azubi zudem ein
34
Naturschutzprojekt bearbeiten, etwa eine Teichanlage oder einen Lehrpfad. Jahr für Jahr
35
würden 15 solcher Projekte erstellt. Gut 300 sind bisher fertig geworden. An dem Standort wird
36
aber nicht nur die Schulbank gedrückt, auch fünf Wochen überbetriebliche Ausbildung pro Jahr
37
gehen hier über die Bühne. Nicht alles könne in den Betrieben gelernt werden. So gebe es regional
38
differierende Pflanzverfahren, und auch Spezialtechnik sei nicht überall vorhanden, so Eẞbach. Die
39
Gruppe um Gwendolyn Petzold steckt gerade in so einer Praxiswoche. Zwei Bäume haben
40
sie am Vormittag gefällt. Ausbilder Jochen Nickel ist zufrieden: „Das war schwierig, hat aber gut
41
geklappt." Nach dem Mittag geht es wieder in den Wald. Eine Exkursion zu „abiotischen Schäden"
42
steht auf dem Plan. Gemeint sind Bäume, die durch Sturm oder Schneebruch beschädigt wurden. „Man
43
muss wirklich gern an der frischen Luft sein", findet Eẞbach. „Man ist ja durchweg draußen - bei,
44
Sonne und Schnee." [...]
45
Gefragt sind auch die Studienplätze. „Wir sind immer gut ausgelastet", berichtet Carsten Brackhage
46
von der TU Dresden. Die TU mit ihrer Außenstelle Tharandt gehört neben Erfurt und Eberswalde zu den
47
Hochschulstandorten im Osten, die ein forstwirtschaftliches Studium anbieten. 125 Plätze stehen an der
48
TU jährlich für ein Bachelorstudium zur Verfügung, es gibt einen Numerus clausus. Immer wieder
49
seien die Studiengänge überbucht.
Franke, J.-D. (2021, 02. Oktober). Ab in den Wald. Freie Presse, S. 7.
Erreichbare BE-Anzahl:
Inhalt und Textstruktur 10 BE
Sprache 10 BE
Inhalt und Textstruktur 10 BE
Sprache 10 BE
20 BE
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?
Note:
Our solutions are listed in bullet points. In the examination, full marks can only be achieved by writing a continuous text. It must be noted that our conclusions contain only some of the possible aspects. Students can also find a different approach to argumentation.
Our solutions are listed in bullet points. In the examination, full marks can only be achieved by writing a continuous text. It must be noted that our conclusions contain only some of the possible aspects. Students can also find a different approach to argumentation.
Exploring Forestry Careers in Saxony: A Pathway to Sustainability and Growth
Title
- In the heart of Europe, where the majestic forests of Saxony stand as a testament to nature's resilience and beauty, a new generation of forestry professionals is emerging.
- This surge in interest among young jobseekers is not just a trend; it is a reflection of the evolving job market and the increasing importance of sustainable practices in managing our natural resources.
Introduction
- Gwendolyn Petzold and Antonia Schubert, like many others, are drawn to the hands-on, impactful work of forestry.
- Their days are filled with physically demanding tasks such as felling trees, debranching, and debarking.
- While challenging, these activities are integral to their training as future foresters.
- Despite its niche appeal compared to more common professions, the role of a forester has seen a significant rise in popularity.
- In Saxony alone, the number of apprenticeships in forestry has increased by 20% in recent years.
Main Body
The Appeal of Forestry in Saxony
The Appeal of Forestry in Saxony
- Training to become a forester in Saxony is comprehensive and multifaceted.
- The Staatsbetrieb Sachsenforst, a major provider of forestry apprenticeships, plays a crucial role in this educational journey. The training is designed to equip students with a diverse set of skills.
- Beyond tree felling, apprentices learn about nature conservation, reforestation techniques, and wood processing.
- They also gain practical experience in building nesting boxes, bat roosts, benches, and hunting stands.
- Each trainee must complete a conservation project, such as creating a pond or a nature trail, contributing to the local ecosystem and community education.
Training Opportunities
- For those seeking advanced knowledge, universities in Saxony offer robust forestry programs.
- The Technical University of Dresden, particularly its Tharandt campus, is renowned for its forestry studies.
- With 125 slots for bachelor’s degrees annually, the program is highly competitive, reflecting the growing demand for specialized education in forestry.
- Students are trained not just in traditional practices but also in addressing contemporary challenges such as climate change, pest management, and sustainable forest management.
Academic Pathways
- The interest in forestry careers is not solely driven by the practical and environmental aspects.
- The cultural significance of forests and the influence of popular media, such as Peter Wohlleben's books, have also played a role in rekindling public interest in forests and their management.
- Additionally, the need for skilled professionals is amplified by the increasing frequency of storms, pest outbreaks, and other environmental challenges that threaten forest health.
- As the older generation of foresters approaches retirement, the demand for new, well-trained professionals continues to grow.
- This shift is crucial not only for maintaining the health of Saxony's forests but also for adapting to and mitigating the impacts of climate change.
The Future of Forestry in Saxony
- Forestry in Saxony offers a promising and fulfilling career path for young jobseekers.
- The combination of rigorous training, hands-on experience, and academic opportunities prepares them to meet the demands of modern forestry.
- As they work to preserve and enhance the forests, these young professionals contribute significantly to sustainable environmental management and the future of our natural world.
- For those passionate about nature and looking to make a tangible impact, a career in forestry in Saxony is not just an option; it's a calling. The forests await.
Conclusion